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| 21.11.2002 | Es wird immer schwieriger, schnelle und wirksame Hilfe zu leisten | Hauptberufliche Wachbereitschaft |
Am vergangenen Montag ereignete sich auf der B 81 zwischen dem Vorwerk Emersleben und Kloster Gröningen ein schwerer Verkehrsunfall. Zwei Fahrzeuge waren frontal zusammengestoßen. Obwohl der Unfall bereits um 15.50 Uhr geschah, konnte ein Mann erst nach zweieinhalb Stunden aus seinem Fahrzeug geborgen werden.
Als ich Montagabend vom Einsatz "Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen" nach Hause kam,
habe ich mir überlegt, was sagst du deinen Kameraden am nächsten Morgen zur Einsatznachbereitung. Wieso
hat die Feuerwehr Halberstadt 150 Minuten benötigt um einen Schwerstverletzten aus seinem Autowrack zu
befreien? Lag es an der Einsatztaktik, der Anzahl des verfügbaren Personals, dem Ausbildungsstand, der
Einsatzerfahrung, oder hat das vorhandene technische Rettungsgerät versagt?
Die Vorgehensweise der
Rettungstrupps mit schwerem technischem Gerät ist auf eine einfache Formel gebracht: Fahrzeug sichern -
spreizen oder schneiden - Personen befreien. Die Sicherung der Unfallstelle wurde durch die Sperrung der B 81 in
beide Richtungen von der Polizei realisiert. Auslaufender Kraftstoff sorgte für eine zusätzliche Gefahr
für das Unfallopfer und die eingesetzten Rettungskräfte. Taktisch richtig wurde für den Fall der
Fälle die Löschbereitschaft hergestellt. Große Probleme ergaben sich beim Einsatz der hydraulischen
Rettungsgeräte. Die technischen Entwicklungen in der Autoindustrie, die vor allem dem Insassenschutz dienen,
bereiten im Bedarfsfall den Feuerwehren zunehmend Probleme. Es wird immer schwieriger, mit dem vorhandenen
technischen Gerät, schnelle und wirksame Hilfe zu leisten. Seitenaufprallschutz, Airbagsysteme und viele andere
ausgeklügelte Neuerungen, besonders aber der Einsatz immer besserer, härterer Materialien führen
dazu, dass es zunehmend zu Problemen bei der Befreiung von Verletzten kommt. Trotz einer Spreizkraft von knapp 30
Tonnen war es bei dem verunfallten Fahrzeug nicht mehr möglich, Dachholme und andere Profile problemlos zu
trennen. Hält die technische Entwicklung beim Feuerwehrgerät mit der rasanten Entwicklung in fast allen
Bereichen unserer Arbeits- und Lebensumwelt mit? Gerade die jüngsten Katastrophenereignisse, ob am 11.
September 2001 in den USA oder das Hochwasser in Deutschland, zeigen viele Schwachstellen und
Unzulänglichkeiten bei der Ausstattung der Helfer auf. Die Aufgaben, die von den Angehörigen der Feuerwehr
bei einem Verkehrsunfall erfüllt werden müssen, sind vielschichtig. Beginnend mit der Beurteilung der
vorgefundenen Lage bis hin zum Entschluss, über welchen Weg, mit welchem Gerät die Aufgabe zu realisieren
ist. Dabei spielen Fragen der Eigensicherung und der Abstimmung mit den vorklinischen Rettungskräften genauso
eine wichtige Rolle wie der effektive Einsatz des technischen Geräts. Dass für solche Aufgaben
hochqualifiziertes und motiviertes Personal zur Verfügung stehen muss, erwartet jeder wie
selbstverständlich. Auf der einen Seite werden immer mehr Aufgaben auf die Feuerwehren verlagert, auf der
anderen Seite haben im Laufe der Jahre die "Erbsenzähler" in den Verwaltungen die Anzahl der
berufsmäßigen Feuerwehrangehörigen auf ein Niveau abgesenkt - und damit die Arbeit ernsthaft
gefährdet. Auch bei den Ehrenamtlichen zeichnet sich eine dramatische Entwicklung ab. Wenn so mancher
Wehrführer ehrlich seinen Personalbestand durchleuchtet, dann ist festzustellen, dass es heute kaum noch
Feuerwehren gibt, die ihre geforderte Mindeststärke erreichen. Wenn nicht am Tage einige Rentner oder
Vorruheständler in der Gemeinde anwesend wären, dann könnten nicht einmal die Fensterplätze
der Löschfahrzeuge besetzt werden. Was ist mit der gesetzlich geforderten Hilfsfrist von zwölf Minuten?
Ich bin mir durchaus bewusst, dass sich die Arbeit der Feuerwehr in einem hochsensiblen Bereich befindet. Wer die
Feuerwehr in der Öffentlichkeit als nicht ausreichend leistungsfähig bezeichnet, wer Fehlentscheidungen
und Schwachpunkte offen anspricht statt zu loben, wer sich kritisch mit technischen Entwicklungen auseinandersetzt,
gilt auch in den eigenen Reihen schnell als "Nestbeschmutzer". Es ist ein Irrglaube, dass eine Feuerwehr
jedes erdenkliche Einsatzgeschehen fehlerfrei beherrschen kann. Dazu fehlen uns immer mehr die technischen und
personellen Voraussetzungen.
Fazit:
Es ist noch einmal gut gegangen! Dem Unfallopfer hat die lange Rettungszeit, dank der sehr guten
medizinischen Versorgung am Unfallort, nicht weiter geschadet. Aber was, wenn es noch viel schlimmer gekommen
wäre? Ich wünsche mir bei allen mehr Mut, die vorhandenen Problempunkte anzusprechen. Nur gemeinsam
können wir daran arbeiten die Schwachstellen aufzuspüren, zu analysieren und offen darüber zu
sprechen.
Harald Böer
Stadtwehrleiter in Halberstadt
| 18.11.2002 | Feuerwehrnachwuchs ausgebildet | Ortsfeuerwehr Halberstadt |
Am Montag wurden in der Feuer-und Umweltwache Halberstadt 17 jungen Kameradinnen und Kameraden nach absolvierter Grundausbildung durch Jörg Kelle die Abschlusszertifikate überreicht. Der Feuerwehrnachwuchs hat seit dem 19.September an einem Grundausbildungslehrgang für Freiwillige Feuerwehren teilgenommen. In den vergangenen 2 Monaten haben die Floriansjünger insgesamt 13 Ausbildungseinheiten absolviert und mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen. Hierbei wurden ihnen durch erfahrene Kameraden der Feuerwehren des Brandschutzabschnittes 1 sowie des Deutschen Roten Kreuz Grundkenntnisse für die Tätigkeit in der Feuerwehr vermittelt. Das damit die Ausbildung nicht beendet ist beweist, das noch in diesem Monat für einige Kameraden sich ein Lehrgang für Atemschutzgeräteträger anschließt.
| 12.11.2002 | Dank an Feuerwehrmuseum Wernigerode | Förderverein "St. Florian" |
Auf Initiative des Feuerwehr Fördervereins St. Florian Halberstadt, trafen
sich am Wochenende 25 ehemalige Angehörige der Berufsfeuerwehr Halberstadt. Auf dem Programm stand in diesem
Jahr der Besuch des "kleinen aber sehr feinen" Feuerwehrmuseums in Wernigerode. Dieses, in der Steingrube,
mitten in der Altstadt gelegene Gebäude beherbergte ehemals die Feuerwache Wernigerode. Betreut wird die
interessante Ausstellung durch die Altersabteilung der Wehr. Wie stolz die Angehörigen auf das Erreichte sind,
wurde beim Vortrag des Kameraden Borchert deutlich. Immerhin ist das Museum anerkanntes Mitglied in der Vereinigung
der Feuerwehrmuseen in Deutschland. Im Anschluss an den Museumsbesuch waren die Halberstädter zu Gast auf der
umgebauten Feuerwache Wernigerode. Ortswehrleiter Frank Häußler führte die Gäste persönlich
durch die Wache und beantwortete die vielen Fragen mit fachlicher Kompetenz. Im Mittelpunkt einer
anschließenden gemütlichen Runde standen vor allem Erinnerungen an frühere Zeiten und besonders an
die vielen gemeinsamen Einsatzstunden mit den Kameraden aus Wernigerode. Zu diesem Gespräch waren auch ehemalige
Angehörige der Berufsfeuerwehr Wernigerode anwesend.
Im Namen aller Teilnehmer dankte der Stadtwehrleiter
Harald Böer aus Halberstadt den Wernigerödern für den freundlichen Empfang und die gute Versorgung.
Um die guten Kontakte weiterhin zu pflegen, wurde ein Gegenbesuch in der Feuer- und Umweltwache in Halberstadt
verabredet.
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| 05.11.2002 | Umweltfragen anläßlich der Kinder- und Literaturtage in der Feuer- und Umweltwache | Ortsfeuerwehr Halberstadt |
"Wie gehen wir mit unserer Umwelt um, wie schätzen wir sie?" Diese zentrale Frage stellte sich gestern in der Halberstädter Feuer- und Umweltwache. Passende Antworten auf neugierige Fragen von rund 55 interessierten Sekundarschülern wusste Brandamtsrat Jörg Kelle. 110 Einsatzkräfte, darunter 22 Festangestellte, sorgen für die tägliche Sicherheit der Halberstädter Bevölkerung. Zu den Aufgaben der Feuerwehr zählen neben der Brandbekämpfung vor allem auch die technische Hilfeleistung sowie der Umwelt- und Naturschutz, erklärte Jörg Kelle den Schülern. Im vergangenen Jahr rückte die Feuerwehr zu insgesamt 1000 Einsätzen, durchschnittlich 3 am Tag, aus. Dazu gehörten auch viele, die mit Naturereignissen oder -katastrophen in Verbindung standen. So griffen die Helfer bei Stürmen, außer Kontrolle geratenen Gartenfeuern, entlaufenen oder gefährlichen Tieren ein und schützten so Mensch und Natur. Der Besuch bei der Feuerwehr wurde im Zusammenhang mit den fünften Kinder- und Jugendliteraturtagen in Halberstadt organisiert. In insgesamt 60 literarischen und musikalischen Veranstaltungen präsentieren 25 Literaten unter dem Motto "Unser Planet - unsere Zukunft - unsere Verantwortung" noch bis zum 9. November umweltbezogene Themen in kindgerechter Form. Die Feuerwehr, die bei den Literaturtagen als Sponsor auftritt, will Kinder für ihre Arbeit und die Umwelt sensibilisieren.
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| 04.11.2002 | Feuerwehrwettkampf einmal anders | Ortsfeuerwehr Halberstadt Ortsfeuerwehr Emersleben Ortsfeuerwehr Klein Quenstedt |
Nicht Löschangriff oder Gruppenstafette der Feuerwehr standen am letzten Wochenende im Dorfgemeinschaftshaus
Emersleben als Wettkampfdisziplinen für die 10 Mannschaften mit über 50 Teilnehmern aus Halberstadt,
Emersleben, Klein Quenstedt und dem Feuerwehr Förderverein "St. Florian" auf dem Programm. Um Ringe,
Punkte und Holz wurde beim KK- und Pusterohrschiessen, beim Kegeln und Dart gerungen. Sieger der Gesamtwertung und
damit Pokalgewinner wurde die 1. Mannschaft der Ortsfeuerwehr Emersleben. Scherzhaft erwähnte Stadtwehrleiter
Harald Böer, dass die Emerslebener schamlos den Heimvorteil für sich genutzt hätten. Auf Platz 2
landete die 1. Mannschaft der Ortsfeuerwehr Halberstadt und den 3. Platz errang die Hauptberufliche
Wachbereitschaft. Jeweils einen kleinen Pokal für die Einzeldisziplinen stifteten der Ortsbürgermeister
Erich Frowerk, der Gaststättenbetreiber Marco Weiß, der Storchenverein und der Kleintierzüchterverein
Emersleben. Im KK-Schießen siegte Sven Wilkerling, im Kegeln Astrid Bökel, im Dart Hartwig Hadan (alle
Emersleben), im Pusterohrschießen siegte Hendrik Dammnig aus Klein Quenstedt.
Der Vorsitzende des Feuerwehr
Förderverein "St. Florian" Halberstadt Stefan Walther bedankte sich bei allen Teilnehmern und sorgte
mit einem kleinen Imbiss für die Umrahmung des Wettkampfes.
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| Einsätze zum Hochwasser an der Elbe | Ortsfeuerwehr Halberstadt |
Nach dem Bekannt werden der Auswirkungen der Hochwasserflut haben sich spontan viele Kameraden zur Hilfe bereit erklärt. Die erste Abforderung von Kräften erfolgte am 19.08.2002. Gemeinsam mit insgesamt 160 Kräften aus dem Landkreis fuhren 12 Einsatzkräfte mit MTF, LF 16 TS und Anhänger zum Einsatz nach Calbe. Dort wurden im Lödderitzer Forst Deichsicherungsarbeiten und Deichverteidigung ausgeführt. Die Einsatzkräfte kehrten nach 4 Tagen am 23.08. zurück. Ebenfalls am 19.08. wurde auf der Wache eine Sammelstelle für Hilfsgüter eingerichtet, die durch Schüler der Halberstädter Goetheschule betreut wurde. Schon am 20.08. konnte der erste Transport mit ca. 2 Tonnen Material nach Magdeburg rollen. Am 21.08. fuhr ein weiterer Transport nach Wittenberg, am 22.08. zwei Transporte nach Rosslau. In der Halberstädter Rathauspassage fand ebenfalls eine Sammlung von Hilfsgütern statt. Hierzu wurde ebenfalls der Transport der Materialien übernommen. So am 24.08 und 26.08. nach Holzdorf an der Elster und ebenfalls am 26.08. nach Magdeburg. Insgesamt wurden ca. 16 Tonnen in die betroffenen Gebiete transportiert, wobei 2000 Kilometer zurück gelegt wurden. Durch die Angehörigen der Feuerwehr wurden insgesamt 1000 Stunden vor Ort bzw. bei der Absicherung der Hilfstransporte geleistet. Die Schüler der Goetheschule haben ebenfalls mit ca. 100 Stunden zu der gesamten Aktion beigetragen.
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| 07.08.2002 | Seminar der Firma Weber Hydraulik | Hauptberufliche Wachbereitschaft |
Am 07.08.2002 führte die Fa. Weber Hydraulik ein Seminar zum Einsatz von
hydraulischen Rettungsgeräten auf der Feuerwache Halberstadt durch.
Organisiert hatte diese Veranstaltung die Fa. Murer aus Kreiensen.
Den Angehörigen wurde in einem ca. einstündigen theoretischen Seminar die
neuesten Erkenntnisse bei der patientengerechten Rettung verunfallter
Personen aus Kraftfahrzeugen vorgestellt. Im Anschluss folgte eine ca.
2-stündige praktische Ausbildung, bei der viele neue Tipps und Tricks an den
Mann gebracht wurden.
Aus Sicht der Feuerwehr war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Vielen Dank
noch einmal an Herrn Krapp und Herrn de Klein.
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| 29.06.2002 | Feuerwehr - Hochzeit | Hauptberufliche Wachbereitschaft |
Am 29.06.2002 gaben sich Frank Poerschke und seine
Frau Katrin im Rathaus zu Quedlinburg das Ja-Wort. Nach der Eheschließung bildeten
Kollegen der Wachbereitschaft ein Spalier mit Feuerwehräxten. Der Zusammenhalt der
beiden wurde durch "kleinere Aufträge" unter den Augen von
Familienangehörigen und vieler Passanten auf die Probe gestellt.
Wir wünschen den beiden viel Glück für den gemeinsamen Lebensweg.
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| 30.07.2002 | Ehrenplakette der Stadt für Feuerwehrleute | Ortsfeuerwehr Halberstadt Ortsfeuerwehr Emersleben |
Mit der Ehrenplakette der Stadt Halberstadt hat Ordnungsamtsdezernent Dr. Michael Haase am Dienstagabend, den 23.07., Angehörige der Ortsfeuerwehren Halberstadt und Emersleben ausgezeichnet. Außerdem erhielten Nico Springer, Mathias Koch, Mathias Kaselitz und Sven Leistner die Ehrenplakette für "Besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen in der Stadt Halberstadt". Der Einsatz beim jüngsten Hochwasser und beim Großbrand in der Firma Fuhrmann sowie bei dem schweren Unfall am Bahnübergang an der B 79 sollten damit gewürdigt werden, erklärte Michael Haase.
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| Knirpse auf Entdeckungstour bei der Feuerwehr | Hauptberufliche Wachbereitschaft |
Die Kinder und Erzieherinnen der AWO-Einrichtung "Sputnik" erlebten einen interessanten und lehrreichen Tag bei der Halberstädter Feuerwehr, den sie nicht vergessen werden. Herr Poerschke und Herr Fuckert zeigten und erklärten uns sehr anschaulich, was es bedeutet, ein Feuerwehrmann zu sein. Im Namen der Kinder, der Erzieherinnen und der Eltern ein herzliches Dankeschön für diesen ereignisreichen Tag.
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| 23.07.2002 | Fachleute warnen vor Flutgefahr, doch Land kürzt seit Jahren bei Vorsorge | Hauptberufliche Wachbereitschaft |
Nachdem die jüngste Hochwasserflut im Landkreis überstanden ist und die Erfassung der
Schäden läuft, werden Forderungen nach einer Verbesserung des Hochwasserschutzes laut. Vor allem
an den Läufen von Ilse und Holtemme bleibt für die zuständigen Behörden in
nächster Zeit einiges zu tun. Das Land hat allerdings in den vergangenen Jahren die Mittel für die
Fluss-Unterhaltungsverbände gekürzt.
"Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge
davon gekommen", sagt Harald Böer, der Chef der Halberstädter Feuerwehr. Nur wenige
Zentimeter höher, und das Hochwasser der Holtemme hätte am vergangenen Donnerstag Dämme
überflutet und Stadtteile unter Wasser gesetzt. Bis auf 2,09 Meter war die Holtemme am Pegel Mahndorf
gestiegen, normal sind etwa 0,35 Meter. So blieb es bei kleineren Schäden, wenn auch die
Überflutung von Gärten an der Mahndorfer Strasse für Betroffene ärgerlich war. "Zum
Glück waren vor einigen Jahren die Dämme am Krankenhaus erhöht worden, sonst hätte es
schlimm ausgehen können", sagt Böer. Angesichts der in den vergangenen Jahren gehäuft
auftretenden Hochwasser hält es der Feuerwehrchef für dringend geboten, sich auf die
Gefährdung einzustellen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. In der Region dafür
zuständig sind der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (das frühere
Staatlichen Umweltamt) sowie vier Unterhaltungsverbände. Deren Fachleute sind derzeit dabei, die
Schäden an den Uferbefestigungen, Stauanlagen und anderen technischen Einrichtungen aufzunehmen.
"Die größten Schäden sind entstanden, weil der überalterte Gehölzbestand an
den Ufern dem Regen und Sturm nicht stand gehalten hat, zum Teil entwurzelt wurde und so die
Uferböschungen beschädigte", sagt Edmund Werner, der Halberstädter Bereichsleiter des
Hochwasserschutz-Betriebes. Sein Betrieb ist zuständig für alle Fließgewässer erster
Ordnung zwischen Brocken und Saale. Im Landkreis Halberstadt gehören dazu Ilse, Bode, Großer
Graben und Holtemme. Seit Jahren sind Werner und seine Mitarbeiter dabei, Schwachstellen im
Hochwasserschutz aufzuspüren und, abzustellen. Der Holtemme-Lauf an der Mahndorfer Strasse in
Halberstadt etwa gehört dazu. Wenn die Genehmigungen vorliegen und die Finanzierung steht,
könnte vielleicht noch in diesem Jahr damit begonnen werden, die Dämme zu verstärken.
Parallel zur Planung solcher Einzelprojekte erstellt der Landesbetrieb für Hochwasserschutz eine
Übersicht über potenziell gefährdete Gebiete. Effektiver als teure Dämme zu bauen, ist
es nach Ansicht der Fachleute, so genannte Retentionsflächen, also Überflutungs.- und
Rückhaltegebiete, auszuweisen. "Nur über solche Flächen können wir erreichen,
dass die Bäche und Flüsse nicht mit solch einer Wucht durch die "Ortschaften
fließen", sagt Edmund Werner. Hochwasserschutz sei zwar eine öffentliche Aufgabe,
allerdings habe jeder Grundstücksbesitzer an einem Bach oder Fluss die Pflicht, Hab und Gut selbst zu
schützen. "Einen Einzelhausschutz übernimmt das Land nicht", so Werner. Der
Landesbetrieb komme zwar fürden Uferschutz auf, nicht aber für Uferbefestigungen, die einst
errichtet wurden, um das Grundstück zu vergrößern. Viel Geld für die
Gewässerunterhaltung steht dem Landesbetrieb mit etwa 600 000 Euro in diesem Jahr ohnehin nicht zur
Verfügung. Und von den einst mehr als 30 Mitarbeitern, die noch vor Jahren im Staatlichen Amt
für Umweltschutz in Sachen Gewässerunterhaltung und Hochwasserschutz tätig waren, sind
zurzeit noch 16 übrig. "Das ist an der Schmerzgrenze", sagt Edmund Werner. Noch
problematischer sieht es offenbar in den vier Unterhaltungsverbänden aus, die für alle kleineren
Bäche, Flüsse und Wassergräben im Landkreis verantwortlich sind. Vor fast genau drei Jahren
warnte etwa Uwe Neumann, der Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes "Großer
Graben", davor, die Landesmittel für die Unterhaltungsverbände weiter zurückzufahren.
Damals waren die Gelder gerade von 4,1 Millionen Euro auf 3,4 Millionen gekürzt worden. Laut Petra
Franke von der Pressestelle des Umweltministeriums Sachsens Anhalt stellt das Land in diesem Jahr noch
knapp 2,6 Millionen Euro zur Verfügung.
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| Freiwillige Feuerwehr half Pferdezuchtverein | Ortsfeuerwehr Halberstadt |
Die sieben Haflinger und das Pony des Pferdezuchtvereins der Halberstädter Gröpertorschule stehen
derzeit auf Sand. "Das ist zwar gesund", meinte Klaus-Peter Schmidt vom Pferdezuchtverein, aber für
die Tierchen eben doch nicht zu vergleichen mit einer Weide, auf der frisches Futter wächst. Am
Sonnabendvormittag gab es deshalb einen Arbeitseinsatz, bei dem zehn Kräfte der Halberstädter freiwilligen
Feuerwehr die Hauptakteure waren. Gegenüber der Schule befindet sich der ehemalige Schulgarten. Dieser soll nun
zur Weide umgestaltet werden. Ein Großteil der Fläche war allerdings mehr ein Wald als eine Weide. Die
Feuerwehr erklärte sich deshalb bereit, eine Motorkettensägen-Ausbildung auf das Schulgartengelände
zu verlegen. "Eine tolle Ausbildung", meinte Wehrleiter Thomas Dittmer. Die drei Sägen standen an dem
Vormittag kaum still, so viel gab es zu tun.
Der Pferdezuchtverein widmet sich vor allem dem therapeutischen
Reiten für schwerstbehinderte Kinder. Er gilt als einmalig in Deutschland.
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| Wettkampf der Feuerwehren um den Kreispokal | Ortsfeuerwehr Halberstadt |
Die schnellsten Feuerwehrleute kamen einmal mehr aus Halberstadt. Nach dem dritten Sieg in Folge konnte die Freiwillige Feuerwehr Halberstadt den Pokal des Kreisfeuerwehrverbandes am Sonnabend in Veltheim in ihren dauerhaften Besitz übernehmen. 17 Mannschaften hatten sich für den praxisnahen Löschangriff-Wettkampf gemeldet. Dieser hat eine lange Tradition, die noch aus DDR-Zeiten herrührt. In möglichst kurzer Zeit müssen Schlauchverbindungen über eine Sportplatzlänge hergestellt sein, mittels Motorpumpe Wasser aus einem Behälter durch die Schläuche zur Spritze befördert und von dort in einen Zielbehälter gespritzt werden. In 50 Sekunden schaffte das die Halberstädter Wehr. Dass auf dem Weg zum Ziel viel passieren kann, mussten die Feuerwehren aus Hoppenstedt, Stötterlingen oder Veltheim feststellen. Mal wurde die Maximalzeit überschritten, mal ein Schlauch anzuschließen vergessen, oder ein Teil war defekt. Als besonders stark erwiesen sich die Feuerwehrleute aus Wegeleben. Sie brachten gleich drei Mannschaften an den Start. Die beiden Männerteams wurden Zweite bzw. Dritte. Und selbst die Frauen wären in der Männerwertung auf Rang 4 gekommen. Beim anschließend ausgetragenen Lauf um den Pokal des Leiters der Verwaltungsgemeinschaft Aue-Fallstein stellte die Bodestadt dann in der Tagesbestzeit von 48 Sekunden sogar die Siegermannschaft. Das Geheimnis der Wegelebener Erfolge ist das stete Training übers ganze Jahr, wie zu erfahren war. Überhaupt waren recht viele Frauen in den Mannschaften vertreten. "Die Frauen sind wirklich aktiv", bestätigte Thomas Tetschke, Chef des Kreisfeuerwehrverbandes. Er sprach von einer wieder guten Resonanz an diesem Wettbewerb, die sogar noch besser gewesen wäre, wenn die Veranstaltung nicht in Urlaubs- und Erntezeit gelegen hätte. Doch zum Stammtermin im Juni hatte sich kein Ausrichter gefunden. Um so mehr dankte er der Veltheimer Feuerwehr, die es ermöglichte, dass der Wettkampf nicht ausfallen musste. Für die Halberstädter als Kreispokalsieger bleibt nun nur eine kurze Erholungspause. Sie messen in zwei Wochen in Oberröblingen ihre Kräfte im Landesmaßstab. Die Wegelebener Frauen haben dann 2003 die Möglichkeit, sich auf Landesebene zu beweisen. Feuerwehrsport wird noch einmal am 24. August in Osterwieck geboten. Dann kämpfen die Jugendfeuerwehren um den Pokal des Kreisverbandes. Thomas Tetschke informierte noch, dass mit Holger Rücker aus Sargstedt seit Sonnabend ein Kreisjugendfeuerwehrwart kommissarisch eingesetzt ist.
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| 04.05.2002 | Dicke Rauchschwaden, Hilferufe vom Balkon und viele neugierige Blicke | Hauptberufliche Wachbereitschaft Ortsfeuerwehr Halberstadt Ortsfeuerwehr Emersleben Ortsfeuerwehr Klein Quenstedt Jugendfeuerwehr |
Dichte Rauchschwaden quollen am 04. Mai 2002 aus dem Rathaus, Blaulicht und Martinshorn mitten im Stadtzentrum - doch was nach einer Fast-Katastrophe aussah, war eine Demonstration von Feuerwehrkönnen. Zum St. Florians-Tag zeigten Halberstädter Wehrleute verschiedene Rettungstechniken.
Er ist der Schutzpatron der Feuerwehren. Die brauchen Wasser für ihre Arbeit, doch was der Wasserheilige St. Florian am Sonnabend vom Himmel fallen ließ, war dann doch ein bisschen zu viel des Guten. Dennoch, die Halberstädter Feuerwehrleute ließen sich die Laune nicht verderben und zeigten, was sie so alles können. Der Patron bei Wasser- und Feuergefahr hätte seine helle Freude gehabt. Die Mitglieder der Jugendwehr sorgten - zumindest am Holzmarkt - energisch dafür, dass der Platz frei blieb. Schaulustige können an Einsatzorten manchmal für erhebliche Probleme im Ablauf der Rettung sorgen und sich auch selbst in Gefahr bringen. Die resoluten Jugendlichen ließen den Neugierigen Platz am Rand, wo sie den Einsatz der auf 31,50 Meter ausfahrbaren Drehleiter verfolgten. Mit der wurde der "Stuntman" Hans-Georg Busch aus seinem Arbeitszimmer im Rathaus gerettet. Nicht nur der Oberbürgermeister war angesichts der professionellen Vorgehensweise beruhigt. Wenn es notwendig ist, so die Meinung einiger Zuschauer, dann wissen die Kameraden der Feuerwehr schon, was zu tun ist. Das demonstrierte eine zweite Einheit auch am Ostgiebel des Rathauses, wo eine um Hilfe rufende junge Frau vom völlig rauchverhangenen Balkon gerettet wurde. Mit Seilen, Leitern und ruhigen Worten wurde sie sicher auf den Erdboden geholt, wo wie am Holzmarkt Rettungskräfte des DRK bereit standen, um die Opfer zu versorgen. Die Höhenrettungstruppe aus Heyrothsberge hatte leider sehr kurzfristig absagen müssen - aber das, was die Männer und Frauen der Ortswehren Emersleben, Klein Quenstedt und Halberstadt sowie die Hauptberufliche Wachbereitschaft am Sonnabend im Stadtzentrum anboten, konnte sich sehen lassen. Auch wenn der heftige Regen ab den Mittagsstunden das Tagesprogramm erschwerte - die Neugier der Halberstädter auf ihre Feuerwehr war groß genug, um für die Vorbereitungsmühen zu entschädigen.
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| 07.03.2002 | Jahreshauptversammlung des Feuerwehr-Fördervereins "St. Florian" Halberstadt | Förderverein "St. Florian" |
Der Förderverein der Halberstädter Feuerwehr "Sankt
Florian" lud seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung in den Schulungsraum der Feuer- und
Umweltwache Am Breiten Tor. Neben dem Rechenschaftsbericht und anschließender
Diskussionsrunde, wurde der Vorstand in seinem Anliegen der Mitglieder darin bestärkt, dass
ohne Verein manche Vorhaben längst nicht mehr durchführbar seien.
"Wir sind auf dem guten Weg, auch wenn noch nicht alles so läuft, wie wir uns dies
vorstellen", so die Einschätzung des Fördervereinsvorsitzenden Stefan Walther. Dank
zollte er vor allem den Kameraden der Wachbereitschaft, der Freiwilligen Feuerwehr Halberstadt und
den Ortsfeuerwehren Klein Quenstedt und Emersleben für die geleistete Arbeit im vergangenen
Jahr nach dem Verlesen des Rechenschaftsberichtes. In den 155 Brandeinsätzen sowie 717
Einsätzen für die Hilfeleistungen hätten sie mit ihrem tatkräftigen Einsatz viel geleistet.
Reinhard Kelle, Kassenwart im Verein, verlas danach den Kassenbericht und hatte positive Nachrichten
zu vermitteln an seine Mitglieder und Gäste. "Auch 2001 ist die Arbeit des
Fördervereins verbessert worden. Die Mitgliederzahl wurde auf über 100 erhöht, das
Sponsoring ist gegenüber dem Vorjahr verbessert, nicht unerhebliche finanzielle Mittel wurden
für die verschiedensten Gelegenheiten der Feuerwehren bereitgestellt", meinte Kelle.
Dem Vorstand gelang es unter anderem wieder einmal mit einem Spendenaufruf an Betrieben und
Institutionen von Halberstadt, die nicht dem Förderverein angehören, sich der Feuerwehr
mit ihren Anliegen zu stellen. So kamen von immerhin 16 Sponsoren im Jahr 2001 Gelder in Höhe
von 6000 Mark zusammen. Die Kassenprüfung von Bodo Fuckert und Marlies Gutsche ergab keine
Beanstandungen.
Stadtwehrleiter Harald Böer nutzte die Gelegenheit der Jahreshauptversammlung, um noch einmal
auf die neue Ehrenplakette aufmerksam zu machen, die an verdienstvolle Bürger, die sich um das
Feuerwehrwesen oder auf einem anderem Gebiet verdient gemacht haben, überreicht werden kann.
Als erstem Bürger der Stadt wurde Halberstadtwerke-Chef Karl-Heinz Rauer diese Ehre zu Teil.
Hubertus Baer, Ortsbürgermeister von Klein Quenstedt und stellvertretender Vorsitzender des
Fördervereins, nannte Peggy Dankwardt und Mandy Viering. Ihnen beiden sei besonders zu danken
für ihre Arbeit in der Jugendarbeit. Zu guter Letzt konnte Baer einen weiteren Partner als
kooperatives Mitglied für die ehrenamtliche Sache werben und verkünden. Hierbei handelt
es sich um die Agrar-Genossenschaft Klein Quenstedt.
Im Jahr 2002 will der Förderverein unter anderem weiterhin Hilfe und Unterstützung
anbieten bei Veranstaltungen der freiwilligen Feuerwehr, beispielsweise beim Osterfeuer und Tag der
offenen Tür. Unterstützung soll es auch beim Besuch in der Partnerstadt Banska Bystrica
geben, ebenso für die Altersabteilung bei ihrer geplanten Fahrt in die Lüneburger Heide.
Neben der Beschaffung von Mitgliedskarten, wird angestrebt, im Herbst dieses Jahres ein Sportfest
der Wehren zu organisieren und auszutragen.
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| 13.02.2002 | Erstmals Ehrenplakette für "Besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen" verliehen | Ortsfeuerwehr Halberstadt Ortsfeuerwehr Emersleben |
Brandschutz und Hilfeleistung sind Aufgaben, welche die Gemeinden und Städte im eigenen Wirkungskreis zu erfüllen haben. Um diese Aufgabe machen sich nicht nur die Angehörigen der Feuerwehr verdient. Auch Nichtfeuerwehrmitglieder leisten bei der Vorbeugung und der Abwehr von Gefahren für Leben, Gesundheit, Sachwerte und die Umwelt Hervorragendes. Für die Würdigung dieser besonderen Leistungen gibt es bisher außer guten Worten wenig Möglichkeiten in den Kommunen. Auf Anregung des Chefs der Halberstädter Feuerwehr, Harald Böer, hat der Stadtrat die Stiftung einer Ehrenplakette für "Besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen" in der Stadt Halberstadt beschlossen. Die Ehrenplakette ist in Form und Größe einer Plakette des VII. Provinz-Feuerwehr-Verbandstags, der vom 16. bis 18. Juli 1910 in Halberstadt abgehalten wurde, nachgebildet. Neben dem Wappen der Stadt Halberstadt und des Landes Sachsen-Anhalt, trägt sie den Schriftzug "Für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen". Jeder Einwohner Halberstadts kann anregen, eine Person mit der Plakette auszuzeichnen. Über die Verleihung entscheidet das Stadtkommando der Freiwilligen Feuerwehr Halberstadt. Erstmals wurden anlässlich der Jahreshauptversammlungen in den Ortsfeuerwehren Halberstadt und Emersleben Feuerwehranghörige für besonderen Leistungen mit der Ehrenplakette ausgezeichnet. Es handele sich um Fredo Möcker, Reinhard Kelle und Uwe Fischer von der Ortsfeuerwehr Halberstadt und Martin Rapmund sowie Hartwig Hadan von der Ortsfeuerwehr Emersleben. Auf Vorschlag des Feuerwehr-Fördervereins "St. FlorianHalberstadt" wurde der Geschäftsführer der Stadtwerke Halberstadt, Karl-Heinz Rauer, für seinen persönlichen Einsatz bei der Unterstützung der Feuerwehr mit der Ehrenplakette ausgezeichnet. Die Auszeichnung nahmen der Vorsitzende des Fördervereins Stefan Walther und die Vorstandsmitglieder Reinhard Kelle und Harald Böer vor. Ortswehrleiter Thomas Dittmer nahm in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Halberstadt auch Gelegenheit, die Angehörigen, Nico Springer, Wolfgang Böttcher für 10-jährige und Lutz Wallonczeck für 20-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr zu ehren. Nach Absolvieren der erforderlichen Laufbahnvoraussetzungen wurden zum nächsthöheren Dienstgrad befördert, Mathias Kaselitz, Mathias Koch, Volker Leimberg, Swen Leistner, Nico Springer, Andreas Dietrich und Tobias Zwengel.
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| Feb. 2002 | Feuerwehrleute waren 2001 14mal im Einsatz | Ortsfeuerwehr Emersleben |
Zur Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Emersleben wurden neben Ortsbürgermeister
Erich Frowerk und Amtsleiter Harald Böer auch der für den Brandschutzabschnitt zuständige Leiter
Uwe Fischer und die Ortswehrleiter aus Halberstadt und Klein Quenstedt begrüßt. In Vertretung des
Vorsitzenden des Feuerwehr Fördervereins "St. Florian Halberstadt" war Reinhard Kelle gekommen und
überreichte den Aktiven ein T-Shirt zur Ergänzung der Einsatzbekleidung.
Bei den 14 Einsätzen im Jahr 2001 waren 5 Brände zu löschen, bei Verkehrsunfällen wurde
technische Hilfe geleistet, Wasserschäden gab es zu beheben und beim Umwettereinsatz wurde in Halberstadt
ausgeholfen, berichtete Ortswehrleiter Martin Rapmund. Insgesamt 149 Stunden waren die Frauen und Männer
im Einsatz. Von den 37 Mitgliedern der Wehr zählen 19 zum Einsatzdienst, 4 zur Alters- und Ehrenabteilung,
und 14 sind Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Erfreulich sei, so Rapmund, dass im vergangenen Jahr der Kamerad
Benjamin Jaenich aus der Jugendfeuerwehr übernommen wurde und bereits seinen Grundlehrgang erfolgreich
abgeschlossen hat.
Auf dem Gebiet des vorbeugenden Brandschutzes wurden 36 Hydranten kontrolliert.
Abgesichert wurde der Fackelumzug am Vorabend des 1. Mai, genauso wie das Schützen- und Storchenfest. Der
Patenschaftsvertrag mit dem Kindergarten wurde durch Bereitstellung eines Fahrzeuges zum Besuch der Feldbahn in
Schlanstedt ausgefüllt. Der Besuch der Partnerfeuerwehr in Banska Bystrica werde in guter Erinnerung
bleiben. Auch die Jugendfeuerwehr konnte der Mitgliederversammlung stolz über die zahlreichen
Aktivitäten berichten.
Ortsbürgermeister Erich Frowerk dankte der Wehr für die hervorragende
Leistung und versprach auch weiterhin seine und die Unterstützung durch den Ortschaftsrat. Dort, wo im
Moment die Säge klemmt, nämlich bei der dringenden Beschaffung eines neuen Fahrzeuges für den
alten W 50, müssen alle Möglichkeiten ausgelotet werden. Er ergriff die Gelegenheit, Martin Rapmund
für seine 30-jährige Zugehörigkeit und die aus der Jugendfeuerwehr hervorgegangenen Mitglieder
Benjamin Jaenich und Florian Bökel für ihre 10-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr
auszuzeichnen. Amtsleiter Harald Böer dankte der Wehr für die gute Zusammenarbeit. Die
Selbständigkeit der Ortsfeuerwehren in der Stadt Halberstadt und in den Ortsteilen sei mit der
Eingemeindung in keiner Weise beschnitten noch verloren gegangen.
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| 26.01.2002 | Halberstädter Feuerwehrleute rückten 2001 zu 978 Einsätzen aus | Hauptberufliche Wachbereitschaft Ortsfeuerwehr Halberstadt Ortsfeuerwehr Emersleben Ortsfeuerwehr Klein Quenstedt Jugendfeuerwehr |
Über mangelnde Arbeit konnte sich die Halberstädter Feuerwehr im zurückliegenden Jahr nicht beklagen, wie
Harald Böer, Chef der Feuerwehr, anlässlich der Vorstellung des Jahresberichtes 2001 meinte. "Dieser Bericht ist
aber nicht nur Selbstzweck, sondern soll aufzeigen, was geleistet wurde und wo der Schuh drückt",
so
Harald Böer.
Die Halberstädter Wehr, zu der die Ortswehren Halberstadt, Emersleben, Klein Quenstedt und die Hauptberufliche
Wachbereitschaft gehören, hat ein weites Betätigungsfeld. In ihrem Verantwortungsbereich, der immerhin 8 249
Hektar und 21800 Wohnungen umfasst, wohnen 41840 Bürger. Außerdem zählen zum so genannten
überörtlichen Ausrückbereich noch Bundes- und Landesstraßen von 118 Kilometer Länge. Dort müssen
die Feuerwehrleute aktiv werden, wenn nach Verkehrsunfällen Verletzte oder gar Tote zu bergen sind beziehungsweise
ausgelaufene Öle oder Benzin umweltgerecht zu entsorgen sind. Außerdem kommt bei Bedarf der "Gerätewagen Gefahrgut"
in den Landkreisen Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode zum Einsatz. Ausgerüstet ist man auch für Unfälle mit
radioaktiven Stoffen. Im vergangenen Jahr wurde die Halberstädter Feuerwehr 978 mal alarmiert, im Vorjahr waren es noch
1114 Einsätze.
Obwohl 2001 weniger Einsätze gezählt wurden, sei damit keine Tendenz zu erkennen, so der
Feuerwehrchef. Es gebe immer mal von Jahr zu Jahr Schwankungen. Deutlich zu erkennen sei hingegen, dass die Zahl der
Hilfeleistungen deutlich zunehme. Dreiviertel aller Einsätze entfallen mittlerweile auf technische Hilfeleistungen, zu
denen die Wehr im alten Jahr 717 mal (Vorjahr 823) ausrückte. Dem standen 155 Brandeinsätze (Vorjahr 154)
gegenüber. Die Feuerwehrleute mussten sich unter anderem in 111 Fällen um die Beseitigung von Wasserschäden
kümmern. "Allein zu 70 Einsatzstellen wurden wir nach dem schweren Unwetter am 7. Juli gerufen", erinnerte Harald
Böer. Außerdem retteten die Feuerwehrleute 31 Personen aus einer Notlage, mussten 11 Verkehrshindernisse beseitigen,
wurden sie zu 35 Verkehrsunfällen gerufen,
mussten 26 Sturmschäden beseitigen und 66 Umwelteinsätze absichern, um nur einige Hilfeleistungen zu nennen. Nicht
jeder Einsatz war ein heißer. Immerhin registrierte die Wache 2001 wieder 106 Fehlalarme.
Darunter befanden sich 11 so
genannte böswillige, in denen anonyme Anrufer die Feuerwehrleute in den April schickten. Insgesamt waren die Retter
2765 Stunden unterwegs, um Menschen und Sachwerte zu retten. Durch das schnelle Eingreifen der Halberstädter Feuerwehr
konnten immerhin 3,78 Millionen Mark an Werten erhalten werden. Dem steht ein Brandschaden von 105231 Mark gegenüber.
29 Bürger konnten bei Brandeinsätzen aus Gefahrensituationen gerettet werden.
Um jederzeit den hohen Anforderungen, die an einen Feuerwehrmann gestellt werden, erfüllen zu können, wurden
4684
Stunden in die Ausbildung der Brandbekämpfer investiert. Ausbildung wird bereits bei den Kleinen, der Jugendwehr, groß
geschrieben. In 6238 Stunden wurde ihnen das FeuerwehrABC beigebracht. Harald Böer hob hervor, wie wichtig diese
Nachwuchsarbeit für die Wehren sei. "Von außen kommen relativ selten neue Mitglieder für die Feuerwehren, unseren
Nachwuchs rekrutieren wir aus den Jugendwehren", so Böer.
Zu den Höhepunkten im Jahr 2002 wird unter anderem die Indienststellung eines neuen Löschfahrzeuges gehören,
das einen defekten W 50, Baujahr 1981, ersetzen soll. Dies geschieht aber erst im Dezember, weil die Lieferzeit 12 Monate
beträgt. Am 4. Mai lädt die Feuerwehr wieder zum Tag der offenen Tür ein. Diesmal aber nicht auf dem
Gelände der Wache in der Theaterstraße, sondern auf dem Holz- und Fischmarkt im Herzen der Stadt. Intensiv wolle man
auch die Partnerschaftsbeziehungen zu den Wehren in Wolfsburg und Banska Bystrica im Jahr 2002 pflegen. So fährt eine
18-köpfige Delegation in die Slowakei.
| 31.12.2001 | Oberbürgermeister Busch bei Halberstädter Brandbekämpfer | Hauptberufliche Wachbereitschaft |
Seit Jahren statten Oberbürgermeister Hans-Georg Busch und Ordnungsdezernent Dr.
Michael Haase den Brandbekämpfern zu Heiligabend und zu Silvester einen Besuch ab, um
ihnen für ihre Einzatzbereitschaft und ihr Engagement zu danken und bei einem spendierten
Frühstück auf dem kurzen Dienstweg etwas über Sorgen oder Gedanken der
Wehrangehörigen zu erfahren.
Nachdem der städtische Ordnungsdezernent bereits zu
Heiligabend seinen Part gespielt hatte, waren Hans-Georg Busch und seine Frau Kerstin am
Silvestermorgen Gast in der Feuerwache. Neben dem üblichen Anlass gab es diesmal noch
einen besonderen. Langjährige Feuerwehrleute wurden in den Ruhestand verabschiedet,
andere erhielten die Ernennungsurkunde für ihr Ehrenamt oder wurden in das
Ehrenbeamtenverhältnis berufen.
Für ihre Verdienste um das Feuerwehrwesen in der
Stadt und ihren Ortsteilen dankte der Oberbürgermeister Uwe Fischer, Lothar Miethke und
Rene Brandes mit einer Urkunde. Ihre Ernennungsurkunden als Ehrenbeamte der Stadt Halberstadt
erhielten der neue Halberstädter Ortswehrleiter Thomas Dittmer, der Emerslebener
Ortswehrleiter Martin Rapmund sowie sein Stellvertreter Thomas Küppers.
Den Titel
Ortsjugendfeuerwehrwartin für Klein Quenstedt darf seit Silvester Mandy Viering führen.
Sie erhielt ebenso ihre Ernennungsurkunde wie ihre Emerslebener Amtsschwester Gabi Pitt und
deren Stellvertreter Hartwig Hadan. Schriftführerin für das Stadtkommando der
Freiwilligen Feuerwehr Halberstadt wurde Jana Rapmund.
Hans-Georg Busch hob in seiner
Würdigung hervor, dass die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Halberstadt ebenso
wie ihre hauptamtlichen Kameraden das Bild der Feuerwehr und damit das der Stadt entscheidend
prägten. Für die weitere Arbeit wünsche er ihnen Erfolg und dankte zugleich für
die Bereitschaft, die ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen.
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