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| Harald Böer Gründervater des Vereins und Stadtwehrleiter |
Stefan Walther 1. Vorsitzender des Vereins |
Reinhard Kelle Kassenwart im Verein |
Mirco Grusche Schriftführer und Pressewart im Förderverein |
Hubertus Baer 2. Vorsitzender des Vereins |
Harald Böer
ist einer der wenigen Menschen, die Hobby und Beruf in Einklang bringen konnten. Er ist seit 1990 Stadtwehrleiter für
Brandschutz und Hilfeleistung. Ehrenamtlich leitet er zudem in seiner Heimatgemeinde Langenstein die dortige freiwillige Feuerwehr. Wie kam er zur Feuerwehr?
Ein
bleibendes Ereignis ist ihm in Erinnerung geblieben. Als Schulkind auf dem Weg von der Schule zum elterlichen Wohnhaus ertönte die Feuerwehrsirene in
Langenstein. Für ein Dorf sicher ein Ereignis, dass sich sehr schnell herumsprach. An diesem Tag brannte es bei Familie Böer. Der kleinere Bruder hatte auf
dem Stallboden gekokelt und dabei das Stroh entzündet. Die Feuerwehrleute hatten das Feuer schnell unter Kontrolle, und der Schaden blieb gering. Nach der
Lehre zum Betriebsschlosser und der Ableistung der Armeezeit, wollte er Agrarflieger oder Feuerwehrmann werden. Letztendlich hat er seine freiwillige Tätigkeit bei
einer Betriebsfeuerwehr zu seinem Beruf bei der Berufsfeuerwehr gemacht. Sechs Monate Grundlehrgang und sechs Monate Gruppenführerlehrgang sowie ein
Direktstudium an der damaligen Fachschule für Brandschutz, waren die wesentlichen Qualifizierungen vor der politischen Wende 1989. Noch heute belegt er
regelmäßig Lehrgänge, um ständig auf dem neuesten Stand zu bleiben. Harald Böer ist der Gründervater des Fördervereins und
stellte die Gruppe des Vorstandes zusammen, die bis auf den heutigen Tag das Vertrauen aller Mitglieder genießt.
Stefan Walther
ist der erste Vorsitzende im Verein. Er arbeitet Hauptberuflich im Bereich Abwasser bei den Halberstadtwerken. Er ist Gründungsmitglied des Vereins, wie alle anderen vorgestellten Vorstandsmitglieder auf dieser Seite auch.
Mirco Grusche
ist Schriftführer im Förderverein und Pressewart. Der Halberstädter wuchs in der Unterstadt auf.. Schon als Kind war er stolz auf die geleistete Arbeit der Feuerwehr. Der 40-jährige umgeschulte Bürokaufmann und Journalist / Chronist hält den Kontakt zu den Medien aufrecht. Er schreibt aber auch für das einmal jährlich erscheinende Mitteilungsblatt des Vereins, den hauseigenen "Sankt Florian Boten", den er selbst kreiert hat. Einigen Halberstädtern wird Mirco Grusche vielleicht noch als fachkundiger Führer in der Moritzkirche in Erinnerung geblieben sein.
Reinhard Kelle
ist wie Harald Böer ein gestandener Feuerwehrmann. Heute allerdings im Ruhestand. Im
Verein hütet er die Vereinskasse.
Reinhard Kelle ist zudem noch im Bund der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen tätig. Sein Sohn
Jörg Kelle und bereits auch sein Enkelsohn sind aktiv bei der Halberstädter Feuerwehr dabei.
Hubertus Baer
ebenfalls Gründungsmitglied, ist der zweite Vorsitzende im Förderverein. Er ist Ortsbürgermeister in Klein Quenstedt und auch von daher mit den Sorgen der Feuerwehr vertraut.
"Wenn die Feuerwehr gerufen wird, ist immer Not am Mann. Es geht um Existenzielles wie Hab und Gut und nicht selten um Menschenleben", sagt Stefan
Walther. Fast jede freie Minute widmet der Halberstädter dem Feuerwehr-Förderverein, dessen Vorsitzender er ist.
Der Verein will die Arbeit der Feuerwehr unterstützen, deren Bedeutung in den vergangenen Jahren noch gewachsen ist. "Zunehmend werden Einsätze gefahren, um Umweltkatastrophen zu
verhindern oder um Menschen aus anderen Gefahrensituationen wie schweren Verkehrs- oder Arbeitsunfällen zu retten", sagt Walther. Rund 1000
Einsätze im Jahr belegen die Notwendigkeit einer starken, leistungsfähigen Feuerwehr in Halberstadt auf sehr eindrückliche Weise. Die Stadt Halberstadt
habe in den vergangenen Jahren viel für die Ausstattung der Feuerwehr getan, neue Gerätehäuser wurden gebaut, neue Technik steht in den
Fahrzeughallen der drei Ortswehren. Sicher sind noch immer Wünsche offen, aber die Ausstattung sei doch schon sehr modern, wie Walther erläuterte.
Dennoch, die Feuerwehren haben mit großen Problemen zu kämpfen. "Schwindende Mitgliederzahlen in den freiwilligen Feuerwehren bedeuten, dass
immer weniger ehrenamtliches Personal für Einsätze zur Verfügung steht.
Hier leistet der seit Jahren bestehende Feuerwehr Förderverein St. Florian
Halberstadt aktive Hilfe, in dem wir zu unterschiedlichsten öffentlichen Anlässen aktiv werden, auf die Feuerwehrarbeit hinweisen und um Unterstützung
werben", erläutert Stefan Walther die Ziele des Vereins. Gerade bei der Gestaltung einer interessanten und abwechslungsreichen Arbeit in den
Jugendfeuerwehren engagiere sich der Verein sehr, berichtete Walther weiter. "Damit soll über Jahre der dringend benötigte Feuerwehrnachwuchs
gefördert werden", so der Vereinschef. Ein anderer Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist die Unterstützung der Alters- und Ehrenabteilung der
Stadtfeuerwehr. "Mit der Unterstützung der nicht mehr im Einsatzdienst stehenden Mitglieder soll ihr Wirken für den Nächsten gewürdigt
werden", begründet der Ingenieur diesen Bereich der Vereinsarbeit. Er verweist darauf, wie vielfältig die Aktivitäten sind, die von den
Feuerwehrangehörigen neben dem Einsatz- und Ausbildungsdienst geleistet werden. "Über 1000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene besuchen
jährlich die Feuer- und Umweltwache der Stadt und erfahren so viel Interessantes zum vorbeugenden Brandschutz und zum Gefahreneinsatz", erinnert Walther.
Jedes Jahr werde unter anderem zu einem Tag der offenen Tür auf das Gelände der Feuerwehr eingeladen, und viele tausende Gäste erfreuen sich jedes
Jahr am Osterfeuer. "All das sind Angebote, wo die Kameraden zusätzliche Arbeit leisten, neben ihren Übungs- und Einsatzaufgaben. Aber alle diese
Aktivitäten dienen auch dem Ziel, die Feuerwehr so zu stärken, dass sie rund um die Uhr 365 Tagen im Jahr, bereit und in der Lage ist, jedermann zu jeder Zeit Hilfe
zu leisten." Dazu benötigt die Feuerwehr aber auch Unterstützung. "Seine Verbundenheit mit den Kameraden der Feuerwehr kann man zeigen, in
dem man Mitglied in unserem Förderverein wird", wirbt Stefan Walther um weitere Mitstreiter. "Nur so kann es gelingen, auch künftig Hilfe zu
bekommen, wenn man die Feuerwehr ruft."
Gegründet wurde er 1998, der Förderverein St. Florian. Damals zählte der Verein 48 Mitglieder, inzwischen sind es 106. Neben der Werbung
für die Feuerwehrarbeit, der Nachwuchsgewinnung und Unterstützung der Jugendwehr hat sich der Verein auch die Förderung des Feuerwehrsports, die
Pflege des Brauchtums und der Geschichte der Feuerwehr auf die Fahnen geschrieben. Da dies alles aber nicht ohne finanzielle Unterstützung zu leisten ist, ist der
Verein stets auf Mitgliederwerbung und Sponsorensuche. Die sechs Euro Jahresbeitrag pro Mitglied decken die vielfältigen Engagements des Vereins nicht. Im Jahr
2002 hatte der Verein durch die Firmen der Region viel Unterstützung erfahren, rund 4000 Euro waren als Spende auf das Vereinskonto geflossen. Dadurch war es
unter anderem möglich, dass zu den Tagen der offenen Tür kleine Preise bei den Spielen für die Kinder vergeben werden und dass auch die
Jugendfeuerwehren eine kleine Finanzspritze für ihre Arbeit bekommen konnten. Die wurden unter anderem für die Zeltlager genutzt, die immer wieder sehr gut
ankommen bei den Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehren.
Der Verein hat inzwischen auch bei den drei Feuerwehren Halberstadt - in der Stadt und den
beiden Ortsteilen Emersleben und Klein Quenstedt - einen guten Stand. Das zeigt sich unter anderem darin, dass der Verein zu allen Jahreshauptversammlungen
eingeladen wird. Auch zu den meisten Veranstaltungen der Wehren in ihren Orten sind Vereinsmitglieder, die nicht in der Feuerwehr aktiv sind, dabei und
unterstützen bei der Organisation der unterschiedlichen Veranstaltungen.
Neben der Werbung für die Feuerwehr und der Unterstützung bei
Veranstaltungen werden die Vereinsmitglieder noch anderweitig aktiv - beim Sportkampf des Vereins. Im vergangenen Jahr wurde dazu ins Emerslebener
Dorfgemeinschaftshaus eingeladen, und im KK-Schießen, Pusterohrschießen, Kegeln und beim Dart wurden die Kräfte gemessen. Wobei neben
sportlichem Ehrgeiz vor allem immer auch der Sinn für Geselligkeit gefragt ist. Am 1. November ist es dann in diesem Jahr wieder soweit, das nächste
Sportfest wartet auf die Vereinsmitglieder. Der Förderverein unterstützt auch die Partnerschaften der Halberstädter Wehrleute zu denen aus Banska
Bystrica. Im Jahr 2003 war einer der Schwerpunkte in der Vereinsarbeit die Vorbereitung der Ausstellung zur Geschichte des Feuerlöschwesens in der Rotunde der
Halberstadtwerke, die am 20.08.2003 eröffnet worden ist und dort fü vier Wochen einen erstaunlichen Einblick in die technische Entwicklung der Feuerwehr gegeben
hat.
Er ist der Schutzheilige der Feuerwehren, der heilige Florian, dessen Namen der Förderverein in seinen Titel übernommen hat. Doch wer war dieser Sankt
Florian?
Im dritten Jahrhundert unserer Zeitrechnung sollten schon ziemlich ermüdete Soldaten des zerfallenen römischen Imperiums germanische
Volksstämme an der Donau abwehren. Einer der höheren römischen Offiziere in Lorch an der Enns hieß Florianus. Nach seinem Militärdienst
ließ er sich in Zeiselmauer oberhalb Wiens nieder. Er trat dann der Auffassung seines Kaisers Diokletian entgegen, dass Christenpflicht und Soldatentum nicht
miteinander vereinbar seien. Diese Auffassung war der Grund seiner Verfolgung und der von 40 weiteren Gefolgsmännern. In Lorch versuchte er, das dort tagende
Tribunal von der Sinnlosigkeit des kaiserlichen Befehls zu überzeugen. Gleichzeitig wollte er um Gnade für sich und seine Männer bitten. Auf dem Weg
nach Lorch verhafteten ihn kaiserliche Häscher. Trotz Folter bekannte sich Florianus als Christ. Seine Peiniger wollten ihn mit einem Mühlstein um den Hals
von einer Lorcher Brücke in die Enns stürzen. Da sich kein Henker bereit fand, soll der Legende nach der wütende Stadthalter Aquilinus selbst diese Tat
vollbracht haben. Der Leichnam trieb auf eine Sandbank, eine gläubige Frau beerdigte ihn in der Nähe. Dort erhebt sich heute das Augustiner Chorherrenstift
St. Florian, das bereits im 8. Jahrhundert erwähnt wurde. Dieses Kloster ist der Ort, von dem sich die Verehrung des St. Florian in den deutschsprachigen Raum
ausbreitet. Da Florian ins Wasser stürzte und den Tod fand, wird er in erster Linie in Wassernot gerufen. In Feuersnot braucht jedoch man Wasser nötiger als
alles andere. Also soll er auch dafür sorgen, und er tut es auch. Seine Geschichte ist die vieler zum christlichen Glauben übergetretener Römer: Er wird
zum Märtyrer und später heilig gesprochen. Seinen Tod in der Enns interpretieren viele Künstler in ihren Darstellungen eindeutig: Das Nass, das ihm den
Tod gebracht hat, gießt Florian über den brennenden Dachstuhl eines Hauses.
Werden auch Sie Mitglied im Feuerwehr Förderverein "St. Florian" Halberstadt e.V.
Den Aufnahmeantrag als pdf-Datei zum Downloaden und Ausdrucken gibt es hier.
Die Bankverbindung des Feuerwehr Fördervereins "St. Florian":
| Harzsparkasse | |
| Kontonummer: | 340 175 958 |
| Bankleitzahl: | 81052000 |
Informationen und Anträge erhalten Sie auch unter unserer Hauptanschrift:
Feuerwehr Förderverein "St. Florian"
Halberstadt e.V.
Am Breiten Tor 2
38820 Halberstadt
oder per E-Mail an feuerwehr@halberstadt.de