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News 2005


 
Nov. 2005Kameraden halfen bei Montage der WeihnachtsbeleuchtungHauptberufliche Wachbereitschaft

Kameraden der Halberstädter Berufsfeuerwehr brachten auf dem Breiten Weg die Weihnachtsbeleuchtung an, die von den ansässigen Händlern beschafft worden war. Marco Brandt und ein Praktikant montierten in schwindelnder Höhe die Lichterkette. Ralf Berenroth gab Obacht, dass kein Passant zu Schaden kam.

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03.11.2005Feuerwehrmänner für Verdienste geehrtFeuerwehr Halberstadt

Thomas Küppers, Jörg Kelle und Bodo Fuckert haben sich über mehr als 25 Jahre besondere Verdienste um den Brandschutz erworben. Aus diesem Grund zeichnete sie Ministerpräsident Wolfgang Böhmer am 03.11. mit dem Brandschutzehrenzeichen des Landes Sachsen-Anhalt aus.
Oberbrandmeister Thomas Küppers (46) ist stellvertretender Leiter der Ortswehr Emersleben. Seit 1977 leistet er ehrenamtlichen Einsatz für die Feuerwehr Halberstadt. Ebenfalls ehrenamtlich leitet Bodo Fuckert (47) die Gemeindewehr Huy. In der Berufsfeuerwehr Halberstadt trägt er daneben die Verantwortung für den vorbeugenden Brandschutz, und auf Kreisebene bildet er die Kameraden im Atemschutz aus. Jörg Kelle (44), Leiter der hauptberuflichen Wachbereitschaft der Feuerwehr Halberstadt, konnte nicht mit nach Magdeburg fahren und wird sein Ehrenzeichen später in Empfang nehmen. Er kam 1982 über die freiwillige zur Berufsfeuerwehr Halberstadt.

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 Ordnungshüter auf Informationsbesuch bei der FeuerwehrFeuerwehr Halberstadt

40 Führungskräfte der Polizeireviere Halberstadt, Wernigerode, Quedlinburg und des Bördekreises informierten sich kürzlich bei der Halberstädter Feuerwehr über einsatztaktische Maßnahmen bei Umwelt- und Gefahrgutunfällen.
Neben dem engen Zusammenwirken von Feuerwehren, Rettungsdiensten und der Polizei an Einsatzstellen muss auch bei den Führungskräften Klarheit darüber bestehen, über welche technischen Möglichkeiten und Kompetenzen die Partner verfügen. Bei insgesamt drei Schulungsveranstaltungen informierte der Leiter der Hauptberuflichen Wachbereitschaft Halberstadt, Jörg Kelle, die Polizeibeamten über die besonderen Gefahren bei Umwelt- und Gefahrguteinsätzen aus Sicht der Feuerwehr. Leider, so Kelle, hört und sieht man immer wieder, dass Polizeiangehörige bei Bränden und anderen Ereignissen verletzt werden. Oftmals stehen Unkenntnis über die tatsächlichen Gefahren, falsches taktisches Handeln oder die nicht vorhandene Schutzkleidung ursächlich damit im Zusammenhang.
Das Einsatzkonzept der Halberstädter Feuerwehr sieht u.a. vor, dass der durch den Landkreis Halberstadt beschaffte Gefahrgutgerätewagen auch über die Kreisgrenzen hinaus zum Einsatz kommen kann. Von daher war neben den einsatztaktischen Grundsätzen auch die technische Ausstattung der Feuerwehr für besondere Einsatzlagen ein wichtiger Bestandteil der Schulung. Die Teilnehmer waren sich darüber einig, dass es zukünftig weitere gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen geben wird.

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17.09.2005Jugendfeuerwehren stellten sich im Halberstädter Stadtzentrum vorJugendfeuerwehren Halberstadt, Emersleben und Klein Quenstedt

Die vielen Feuerwehrfahrzeuge und das geschäftige Treiben zahlreicher Mädchen und Jungen in blauen Anzügen und orangefarbenen Helmen im Halberstädter Stadtzentrum waren nicht zu übersehen. Auf dem Fischmarkt präsentierten sich an diesem Sonnabend die Jugendfeuerwehren Halberstadt, Emersleben und Klein Quenstedt. Sie demonstrierten dort ihr Können und informierten Gleichaltrige, aber auch Erwachsene über ihre verantwortungsvolle Arbeit. Der Tag sollte vor allem junge Leute animieren, sich für die Feuerwehr zu interessieren.
Denn Aufgabe der Jugendfeuerwehr ist es, Kinder und Jugendliche auf einen späteren Einsatz bei der freiwilligen Feuerwehr oder gar bei der Berufsfeuerwehr vorzubereiten. Und weil regelmäßig 18Jährige als Aktive in die freiwillige Feuerwehr wechseln, ist Nachwuchsgewinnung eine ständige Aufgabe.
Das die Mitgliedschaft in einer Jugendfeuerwehr mehr als nur Ausbildung ist, die sich hauptsächlich auf das Kennenlernen und Umgehen mit Feuerwehrtechnik sowie der Brandschutzerziehung beläuft, war von den Mädchen und Jungen zu erfahren. Bereitwillig klärten sie die vielen Neugierigen über das auf, was viele Stunden ihrer Freizeit ausfüllt. Das er ein Experte ist, bewies der Halberstädter Veit Rahn. Er kennt sich mit den Löschfahrzeugen aus. Seinen Zuhörern stellte er gemeinsam mit Sandra Fischer die Geräte vor und erläuterte ihnen jedes Detail.
Neben Gerätekunde stehen aber auch Erste-Hilfe- und Knotenausbildung, Löschangriffe, Einsatzübungen, Orientierungsmärsche und Sport in allen Varianten auf dem Programm. "Und jede Menge Spiel und Spaß", unterstrich er.
Die Mädchen und Jungen der Klein Quenstedter Jugendwehr treffen sich zum Beispiel alle 14 Tage zum Dienstnachmittag, bei denen sie den Umgang mit feuerwehrtechnischem Gerät lernen und sich mit Aufgaben des Brandschutzes vertraut machen. Was sie können, demonstrieren sie dann erfolgreich bei Leistungsvergleichen auf Kreisebene oder auch, wenn es die "Jugendflamme I - III" oder die Leistungsspange abzulegen gilt. Sechs Kinder und Jugendliche zählt die Gruppe um Jugendwartin Mandy Viering. Nachwuchssorgen gibt es hier kaum. Denn sieben "kleine Feuerlöscher" im Alter von sechs bis zehn Jahren warten darauf, aufzurücken. Anders ist das in Emersleben. Hier gibt es derzeit nur einen Aktiven, denn kürzlich sind sieben seiner Mitstreiter in die Riege der Erwachsenen aufgerückt. Bei den Halberstädtern. werden derzeit 17 Mädchen und Jungen gezählt. "Wir benötigen immer wieder Nachwuchs bei unseren Jugendfeuerwehren", unterstrich Thomas Dittmer. Der Halberstädter Ortswehrleiter ist stolz auf die Arbeit, die in den Jugendfeuerwehren geleistet wird. "Der heutige Tag zeigte wieder einmal, wie ernst die jungen Leute ihre Aufgabe nehmen, aber auch mit wieviel Spaß sie bei der Sache sind. Ich hoffe, sie konnten einige Gleichaltrige überzeugen, es ihnen gleich zu tun."
Alle zwei Stunden demonstrierten die jungen Feuerwehrleute vor den Augen von Passanten ihre Kompetenz. Bei Schauübungen, die um des besseren Erkennen willens für die Zuschauer ausnahmsweise sehr langsam absolviert wurden, wurde sach- und fachkundiges Herangehen deutlich. Hier wusste jeder, was er zu tun hatte, hier saß jeder Handgriff bis es "Wasser Marsch!" hieß. Doch es blieben diesmal Trockenübungen.

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01.09.2005Feuerwehr-Corso vor dem Halberstädter RathausHauptberufliche Wachbereitschaft

Martinshorn, Blaulicht, vier Einsatzfahrzeuge der Halberstädter Feuerwehr vor dem Rathaus, Feuerwehrmänner und eine Menschentraube drumherum. Brennt das Rathaus? Entwarnung, Erleichterung. Alles entpuppt sich als riesen Geburtstagsparty der Halberstädter Feuerwehr.
Marco Brandt, seit neun Jahren löscht er als Profi-Feuerwehrmann Brände und rettet Leben, wurde am 01. September 30 Jahre alt. Mit einem Frühstück wollte der Halberstädter seine Kollegen überraschen. Die hatten für den Ahnungslosen eine viel größere Überraschung. Traditionell müssen Feuerwehrleute, die 30 werden und unverheiratet sind, eine besondere Prozedur über sich ergehen lassen.
Um kurz vor 10 Uhr schnappten Kollegen Marco Brandt, setzten ihn in ein Feuerwehrfahrzeug und fuhren im Corso zum Holzmarkt. Dort drückte man ihm einen Besen in die Hand, verpasste Brandt einen Helm mit Blaulicht und eine rote Pappweste. "Scheibe einschlagen, Knopf tief eindrücken", war vorn zu lesen, hinten stand: "30, dumm gelaufen". Eine Drehleiter beförderte das Geburtstagskind in schwindelerregende Höhe und drehte mit ihm eine Runde über dem Platz.
Marco Brandt, der bereits als 17-jähriger Mitglied der Jugendfeuerwehr wurde, hatte das "Schlimmste" jedoch noch vor sich. Er musste die Treppe zur Ratslaube blitzeblank putzen. Die hatten seine Kollegen vorher mit einer dicken Sandschicht verschmutzt. Ein Fotomotiv, dass sich viele Passanten nicht entgehen ließen. Zu den Zaungästen gehörte auch der stellvertretende Bürgermeister Dr. Michael Haase. Der zeigte allerdings wenig Mitleid mit dem Jubilar. "Das geht mit einer Zahnbürste viel besser", scherzte Haase. Mehr Mitgefühl zeigte hingegen Brandts Freundin Anja Grabe. Die nahm sich einen Besen und half beim Putzen.

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 Feuerwehrtaufe für Feuerwehrmann-AnwärterHauptberufliche Wachbereitschaft

Feuerwehrmann-Anwärter Robert Möller hat den ersten Teil seiner Grundausbildung zum Feuerwehrmann an der Landesfeuerwehrschule in Heyrothsberge erfolgreich abgeschlossen. Die Zwischenprüfungen haben ihm nicht übermäßig den Schweiß auf die Stirn getrieben, wie er berichtete. Dennoch war eine kleine Abkühlung für den jungen Mann fällig. Anlass dazu bot ein Praktikum bei der Feuer- und Umweltwache in Halberstadt.
Die Feuerwehrmänner übten das Retten von Menschen von einem Dach. Bei dieser praktischen Ausbildung wurde Robert Möller in eine Schaufeltrage eingebunden und mit der Drehleiter bis an die Kante des Fahrzeughallendaches gehoben.
Auf dem Dach warteten schon die Kameraden der diensthabenden Wachschicht, um ihn gebührend zu empfangen. Sie warteten mit Wassereimern, um die Feuerwehr-Taufe zu vollziehen.
Jörg Kelle, der Leiter der Hauptberuflichen Wachbereitschaft, hatte eigens für dieses Ereignis einen Taufspruch vorbereitet:
"Die Gilde der Feuerwehrleute hat wie in jedem anderen ehrbaren Beruf ihre Tradition. Wir sind gehalten und auch willens, diese Tradition zu pflegen und auch fortzusetzen. Zu diesem Zweck haben wir dich am heutigen Tag hier herauf gezogen. Die Mühen, die sich diese ehrbaren Feuerwehrmänner mit dir gemacht haben, sollen nicht unbelohnt bleiben. Es gibt für dich die Möglichkeit, diese hungrigen Leute mit durchgedrehtem Schweinefleisch in größeren Mengen, vorzugsweise in frisch duftende Backwaren gehüllt, später wieder milde zu stimmen. Mit dieser Taufe heißen wir dich in unseren Reihen willkommen."

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 Fahrzeuglackierer will künftig Menschen rettenHauptberufliche Wachbereitschaft

"Ich will Feuerwehrmann werden." Ein Wunschberuf bereits für viele Knirpse. Nur wenige erfüllen sich schließlich diesen Traum. Robert Möller hingegen hatte daran nie einen Gedanken verschwendet. Zumindest hat es ziemlich lange gedauert, bis es soweit war. Immerhin 24 Jahre. "Ich habe bisher nichts mit der Feuerwehr zu tun gehabt", gesteht der junge Mann. Und dann geht es bei ihm sofort in die Vollen. Der Halberstädter fängt nicht bei der freiwilligen Feuerwehr an und geht damit den klassischen Weg einer Feuerwehr-Karriere. Bei ihm ist es gleich die Berufsfeuerwehr.
Robert Möller drückt seit 1. April wieder die Schulbank. In der Katastrophenschutzschule des Landes Sachsen-Anhalt in Heyrothsberge absolviert der junge Mann eine Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann. Dabei hatte er eine abgeschlossene Berufsausbildung. Eine Lehre als Fahrzeuglackierer hat er in seiner Heimatstadt erfolgreich abgeschlossen und in diesem Job in mehreren Unternehmen gearbeitet. Dann kam der Einschnitt. Es musste sich was ändern.
Robert Möller bewarb sich um die Ausbildungsstelle bei der Stadt Halberstadt. In den Schoß fiel die ihm allerdings nicht. Stress war angesagt. Immerhin bewarben sich 39 andere junge Männer ebenfalls um die heißbegehrte Beamtenstelle. Um das Ziel zu erreichen, mussten einige Hürden gemeistert werden. Ausdauer und Kraft wurden getestet. "Da floss so mancher Schweißtropfen", sind die Erinnerungen bei Möller noch frisch. Die Höhentauglichkeit musste beim Besteigen einer 30 Meter langen Drehleiter bewiesen werden, ebenso handwerkliches Geschick. Schließlich schmolz die Zahl der Bewerber auf zehn zusammen. Robert Möller war noch dabei. Ein Wissens- und Psychologietest brachte Klarheit. Nur einer kann der Beste sein. In diesem Fall war es Robert Möller. Warum der ganze Stress?
"Ich wollte mich verändern. Nicht zuletzt wegen der Gesundheit, die beim Lackieren doch leidet. Da erfuhr ich von der Stellenausschreibung und habe mich beworben", sagt Robert Möller. In den kommenden 18 Monaten wird der Halberstädter seine Heimatstadt vorwiegend an den Wochenenden sehen. "An der Schule in Heyrothsberge erfahre ich zurzeit viel Neues, aber es macht Spaß, und das ist wichtig. Ich habe meinen Entschluss nicht bereut."
Glückwünsche zum erfolgreichen Neustart erhielt Robert Möller von Dr. Michael Haase, der ihm in Vertretung des Oberbürgermeisters die Berufungsurkunde in das Beamtenverhältnis auf Widerruf überreichte. "Ich bin froh über jede Ausbildungsstelle, die die Stadt zur Verfügung stellen kann", sagte Haase. Für die nicht leichte Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann wünschte er Robert Möller viel Erfolg.

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 Feuerwehrmann Ingo Wetzel zum Hauptbrandmeister befördertHauptberufliche Wachbereitschaft

Zu den wenigen, die aus ihrem Kindheitstraum einen Traumberuf machten, gehört Ingo Wetzel:
Seit über 20 Jahren ist er Feuerwehrmann, 15 Jahre versieht er seinen Dienst bei der hauptberuflichen Wachbereitschaft. Am 02. Februar wurde er von Oberbürgermeister Dr. Harald Hausmann zum Hauptbrandmeister befördert.

"Ich will Feuerwehrmann werden!", steht für den siebenjährigen Ingo Wetzel fest. Damals wurde er Augenzeuge, wie Feuerwehrleute einen Brand löschten. "Was die Jungs damals zeigten war unwahrscheinlich eindrucksvoll. Für mich stand in diesem Augenblick fest: Das mache ich auch", erinnert sich der heute 34-jährige. Gesagt, getan. Fortan gibt es für den Halberstädter nur noch ein Ziel - Feuerwehrmann werden. Ingo Wetzel arbeitet in der Arbeitsgruppe Junge Brandschutzhelfer an seiner Schule mit. Als 15-jähriger klopft der Halberstädter an die Tür der freiwilligen Feuerwehr. Eine Jugendwehr wie heute gibt es damals in Halberstadt noch nicht. Hürden tun sich für den Jungen auf. Erst ab 16 ist die Mitarbeit bei der Wehr möglich. Ingo Wetzel lässt sich nicht entmutigen. Schließlich wird er in die Reihen der Feuerwehrmänner aufgenommen - noch vor seinem 16. Geburtstag. Ein Traum geht in Erfüllung. Der freiwillige Feuerwehrmann arbeitet zielstrebig weiter an seinem Berufswunsch. Denn Ingo Wetzel will es nicht beim ehrenamtlichen Engagement für die Bürger der Kreisstadt belassen. Es soll sein Beruf werden. "Doch vorher musste ich einen Beruf lernen, anders ging es nicht", erzählt Wetzel. Und weil Feuerwehrdienst auch viel mit Fahrzeugen zu tun hat, wird er Kfz-Mechaniker für Lkw und Busse, lernt im VEB Kraftverkehr Halberstadt.
Dann ist der große Tag da. Am 1. März 1990 wird Ingo Wetzel Berufsfeuerwehrmann in seiner Geburtsstadt. Die Chance hätte er auch in Halberstadts Partnerstadt Wolfsburg gehabt, wo der Feuerwehrmann kurz zuvor noch einen Lehrgang besucht. "Ich wollte aber in meiner Heimatstadt Feuerwehrmann werden". Deshalb schlägt Ingo Wetzel Jahre später einen möglichen Wechsel zur Flughafenfeuerwehr Frankfurt/Main in den Wind. Bis heute fühlt sich der Halberstädter in seiner Heimatstadt wohl. "Ich kann mir nicht vorstellen, woanders zu leben und zu arbeiten." Wetzel hat mit seiner Frau eine Familie gegründet, die hinter ihm steht. Denn sein Job ist nicht einfach. Dienste rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. Die beiden 12 und 15 Jahre alten Jungen sehen ihren Vater nicht oft. "Mit der Liebe zur Feuerwehr konnte ich meine Jungs leider nicht anstecken, die haben andere Interessen", bedauert Wetzel ein wenig.
Die Einsätze, zu denen der Feuerwehrmann ausgerückt ist, hat er nicht gezählt. "Es werden wohl ein paar tausend sein." Was bleibt, sind meist Erinnerungen an tragische Unfälle, zu denen die Halberstädter Feuerwehr gerufen wird.
Eine Auszeichnung, die Ingo Wetzel an seiner Uniform trägt, erinnert ihn fast täglich an diesen einen Tag vor nunmehr fast fünf Jahren. "In der Bordachstraße arbeiteten zwei Monteure an einer Gasleitung. Dann brach ein Feuer aus. Die Monteure wurden schwer verletzt." Wetzel erzählt, als ob es gestern war. Gemeinsam mit einem Kollegen springt er in die Grube. Sie können das Feuer löschen, die Gasdruckleitung verschließen. Für diesen Einsatz erhielten beide die Feuerwehrspange. Eine Auszeichnung, die etwas Besonderes ist. Auch für einen Feuerwehrmann aus Leidenschaft.

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Mär. 2005Ehrenplakette der Feuerwehr an Erich Frowerk verliehenOrtsfeuerwehr Emersleben
Förderverein St. Florian

Erich Frowerk hat die Ehrenplakette des Halberstädter Feuerwehrfördervereins St. Florian erhalten. Der St.-Florians-Vorstand nutzte einen Treff der Freiwilligen Feuerwehr Emersleben in dieser Woche, um den früheren Ortsbürgermeister mit der Auszeichnung zu überraschen. Anlass für diese Ehrung seien "die besonderen Leistungen um das Brandschutzwesen der Stadt Halberstadt" hieß es. Frowerk, selbst 1948 der Wehr beigetreten, musste einschätzen, dass es heute immer schwieriger sei, junge Menschen für den Eintritt in die Feuerwehr zu gewinnen. Dennoch zeigte er sich optimistisch: "Das Rad wird sich immer weiter drehen..."

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12.03.2005Förderverein zog Bilanz für das Jahr 2004Förderverein "St. Florian"

Stadtwehrleiter Harald Böer begrüßte die Mitglieder des Feuerwehr Fördervereins "St. Florian" in der Feuerwache am Breiten Tor. Der erste Vorsitzende des Fördervereins Stefan Walther stellte fest, dass das Jahr 2004 eines der erfolgreichsten seit Gründung des Vereins war. Der Vorstand schrieb insgesamt 136 Unternehmen in der Stadt und der Region an. Es wurden viele Einzelgespräche mit Geschäftsführern und Feuerwehrfreunden geführt. Resultat: Spenden von immerhin 6910 Euro kamen zusammen. Stefan Walther: "Diese Spendenhöhe ist bislang die größßte in der Geschichte unseres Vereins. Vielen Dank an alle, die das ermöglichten!"
Stefan Walther vergaß nicht, seinen Mitstreitern im Vorstand für deren engagierte Arbeit zu danken. Besonderes Augenmerk liege auf der Förderung der Kinder- und Jugendwehr. Genauso sah es auch Gastredner Tino Haake, Betriebsleiter einer Sicherheits- und Servicegesellschaft aus Halberstadt, der eine willkommene finanzielle Unterstützung mitbrachte. "Aufgrund der engagierten Arbeit des Fördervereins der Halberstädter Feuerwehr, haben wir die heutige Geldsumme auf das Doppelte erhöht!" In den Reihen der Wehr vernahm man diese Worte sehr gern und zollte dem Redner Beifall. Mit dem Geld (500 Euro) soll die kontinuierliche Arbeit bei der Förderung der Kinder- und Jugendwehr unterstützt werden.
Einige Zahlen zum Mitgliederstand: Der belief sich zu Beginn dieses Jahres auf 116 Fördervereinsmitglieder und sieben Unternehmen beziehungsweise Verbände. In diesem Jahr will der Förderverein Hilfe und Unterstützung bei allen Veranstaltungen der freiwilligen Feuerwehren gewährleisten. Unter anderem wird das diesjährige Osterfeuer auf der Jahnwiese unterstützt. Außerdem gelte es, den "Tag des Sankt Florian" am 4. Mai und den großen Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Halberstadt vorzubereiten. Der Vorstand will sich dafür einsetzen, dass der Stadtrat Halberstadt die Weichen stellt, damit ein für das Jahr 2006 dringend benötigtes neues Feuerwehrfahrzeug für den Ortsteil Emersleben angeschafft werden kann.
Eine besondere Ehre wurde Dr. Michael Haase zuteil. Zu seinen Lieblingsbeschäftigungen", wie er scherzte, gehöre unter anderem, Auszeichnungen zu verleihen. Mit der Ehrenplakette für "Besondere Leistungen um das Brandschutzwesen" der Stadt Halberstadt, wurden Feuerwehrkameradin Mandy Viering, Stadtwehrleiter Harald Böer und Erich Frowerk, Ortsbürgermeister von Emersleben im Ruhestand, ausgezeichnet. Dem erkrankten Frowerk wollen die Vorstandsmitglieder seine Auszeichnung persönlich sobald als möglich übergeben.

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Feb. 2005Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr EmerslebenOrtsfeuerwehr Emersleben

Die hohe Einsatzbereitschaft seiner Kameraden hob Wehrleiter Martin Rapmund während der jüngsten Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Emersleben hervor. Diese zeigte sich nicht nur bei den insgesamt acht Einsätzen, sondern auch bei der Absicherung vieler Veranstaltungen im Ort. Groß geschrieben werde in der Wehr auch der vorbeugende Brandschutz. So wurden 36 Hydranten kontrolliert. Einen anderen Aspekt des Brandschutzes sicherten neun Feuerwehrleute ab - sie unterstützten die Brandsicherheitswache im Theater Halberstadt. Auch bei der Absicherung des Bistumsfestes in Halberstadt waren die Kameraden aus Emersleben dabei.
Neben Einsätzen und Ausbildung beteiligen sich die Emerslebener Feuerwehrleute aber auch aktiv am gesellschaftlichen Leben. "Besonders stolz", so Rapmund, "sind wir auf das Funktionieren unseres Patenschaftsvertrages mit der Kindertagesstätte".
Seit vielen Jahren ist die Ortswehr zudem Ausrichter eines Wettkampfes des Feuerwehr-Fördervereins. In den Disziplinen Kegeln, KKSchießen, Pusterohr und Dart wurde um Punkte und Ringe gekämpft. Die Emerslebener nutzten im vergangenen Jahr wieder ihren Heimvorteil und gewannen diesen Wettstreit.
Eine bunte Palette an Aktivitäten stellte der stellvertretende Jugendwart Hartwig Hadan in seinem Bericht vor. Sportlicher Höhepunkt war dabei der 2. Platz beim Orientierungsmarsch in Dingelstedt. Vielen noch in Erinnerung ist das Wochenendzeltlager in Plötzky oder der Arbeitseinsatz gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren Halberstadt und Klein Quenstedt auf der Jahnwiese. Hier wurde Müll eingesammelt sowie die Parkbänke und Spielgeräte gestrichen. Wehrleiter und Jugendfeuerwehrwart bedankten sich beim Vorsitzenden des Feuerwehr Fördervereins, Stefan Walther, für die Unterstützung.
Der stellvertretende Ortsbürgermeister Volker Bindseil und Ortswehrleiter Martin Rapmund nahmen die Gelegenheit wahr, um einige Wehrmitglieder nach Absolvierung der geforderten Ausbildungsabschnitte zu befördern. Zur Oberfeuerwehrfrau wurde Jana Hotopp, zum Oberfeuerwehrmann Sven Wilkerling und Benjamin Jaenich befördert. Für 20 Jahre im Dienst der freiwilligen Feuerwehr wurden Andrea Wilkerling und für zehnjährige Zugehörigkeit Hans-Jürgen Pitt und Benjamin Jaenich geehrt.

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 Jahreshauptversammlung 2004 der Freiwilligen Ortsfeuerwehr HalberstadtOrtsfeuerwehr Halberstadt

Die Ortsfeuerwehr Halberstadt war im vergangenen Jahr - dem 130. Jahr in der Geschichte der Halberstädter freiwilligen Feuerwehr - deutlich seltener im Einsatz als 2003. Die Zahl der Einsätze habe sich fast halbiert, sagte Ortswehrleiter Thomas Dittmer am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung. Die 18 Einsätze, auf die er sich bezog, teilen sich auf in acht Brandeinsätze, sechs technische Hilfeleistungen und sonstige Einsätze, wie zum Beispiel Absicherungen von Veranstaltungen. "Es hat halt weniger gebrannt", fasste er lapidar zusammen.
Rückblickend erinnerte Dittmer an die Kellerbrände in der Bakenstraße und am Jahresende in der Erich-Weinert-Straße, bei denen viele Bewohner durch starke Rauchentwicklung gefährdet waren. Außerdem habe ein Fachwerkhaus in der unteren Huystraße gebrannt und die angrenzenden Wohn- und Geschäftshäuser gefährdet.
Brandmeister Dittmer dankte seinen Kameraden für die geleistete Arbeit, gerade weil Feuerwehrarbeit oft Verzicht auf Privat- und Familienleben bedeute. So sei die Feuerwehr nicht nur in den Nachtstunden, sondern auch an Heiligabend und am Silvestertag alarmiert worden.
Den 41 aktiven Kameraden dankte auch die Chefin des Ordnungsbereiches der Stadt, Heidi Wilde. Sie erwähnte besonders die Absicherung , von Großveranstaltungen wie der Etappenzielankunft der Friedensfahrt, des Rockkonzerts der Scorpions, der Festwoche zum Bistumsjubiläum und nicht zuletzt die Absicherung beim Aufzug der Martiniglocken. Die Feuerwehr habe dabei nie im Vordergrund gestanden, "aber gerade auch durch ihren Einsatz wurden diese Veranstaltungen ein Erfolg".
Stolz sind die Kameraden auf ihre Jugendfeuerwehr, die eine der leistungsstärksten im Landkreis ist. Leider musste im vergangenen Jahr der mit viel Aufwand geplante Tag der Jugendfeuerwehr wegen schlechten Wetters ausfallen. Umso stärker wünschen sich die jungen Kameraden, dass es im diesem Jahr ein schönes Fest geben wird.

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Jan. 2005Jahresbericht 2004 der Feuerwehr HalberstadtFeuerwehr Halberstadt

Jahresbericht 2004 der Feuerwehr Halberstadt. 

Das Jahr 2004 war für die Feuerwehr Halberstadt wieder ein Jahr mit vielen Einsätzen. Der tragischste Unfall ereignete sich am 18.11. an der Bahnlinie Halberstadt-Blankenburg in der Halberstädter Oststraße, als eine 41-jährige Frau versucht hatte ihren Hund von den Gleisen zu nehmen und dabei von dem herannahenden Zug getötet wurde.
Insgesamt rückte die Halberstädter Feuerwehr im vergangenen Jahr zu 925 Einsätzen aus. Ausschließlich bei Bränden wurden 28 Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet. 2229 Stunden waren die Feuerwehrleute aus Halberstadt, Emersleben und Klein Quenstedt dabei im Einsatz. Vor allem für die fast ausnahmslos ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer eine Belastung, die mit Geld nicht aufzuwiegen ist. Unzählige Stunden ihrer Freizeit opfern sie für den Dienst am Menschen. Es sind nicht nur die Einsätze abzusichern. Außerdem kommt noch die Ausbildung mit über 2092 Stunden und Feuersicherheitswachen mit 1233 Stunden hinzu. Ein Engagement, das meist hinter den Kulissen läuft und selten von Außenstehenden wahrgenommen wird. Unter anderem würde im Halberstädter Theater nicht eine Vorstellung über die Bühne gehen, wenn nicht hinter der Bühne zu jeder Vorstellung zwei Feuerwehrleute ihren Dienst versehen würden.
Die Feuerwehr hat jedoch große Probleme. Die Nachwuchsgewinnung ist ein schwieriges Thema. 42 aktive Feuerwehrleute üben ihren Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Halberstadt aus. 82 müssten es sein, damit rund um die Uhr zwei Löschzüge an 365 Tagen im Jahr besetzt werden können. "Mittlerweile versehen bereits viele junge Leute ihren Dienst bei uns. Es hat sich ein Generationswechsel vollzogen", sagt Harald Böer. Erfreulich sei die Entwicklung bei der Jugendwehr. Doch meist bleiben die jungen Leute nicht in der Region. Müssen woanders hin, um eine Lehrstelle oder einen Arbeitsplatz zu bekommen, bedauert Böer. Ein Sorgenkind sei die Wehr im Ortsteil Emersleben. Dort versehen 13 Aktive ihren Dienst, obwohl es 18 sein müssten. Probleme gibt es in Emersleben auch mit der Technik. Das Löschfahrzeug ist ein Methusalem. Seit 25 Jahren versieht es seinen Dienst und ist damit hoffnungslos überaltert. Harald Böer hofft, dass im kommenden Jahr ein modernes Fahrzeug beschafft werden kann. Vorbildliches leisten hingegen die Feuerwehrmitglieder im Ortsteil Klein Quenstedt. Dort gibt es 21 Aktive, damit liege man über dem Mindestsoll.
Die Feuerwehr wird immer mehr zum Dienstleister, unterstreicht deren Chef. So wird die Wehr gerufen um Tiere aus Notlagen zu befreien (39 Einsätze), Verkehrsunfälle (22 Einsätze), Tierkörperbeseitigungen (74 Einsätze) und um entlaufende Tiere einzufangen (170 Einsätze). In sechs Fällen wurde die Halberstädter Feuerwehr im vergangenen Jahr böswillig alarmiert, ohne das ein Grund dafür vorlag. "Jedesmal rückt die hauptberufliche Wachbereitschaft aus, die freiwillige Wehr wird in Bereitschaft versetzt, der Rettungsdienst kommt zum Einsatz. Ein riesiger Aufwand für nichts", erzählt Böer. Kosten von 350 bis 400 Euro fallen an. Abgesehen von der psychischen Belastung der Einsatzkräfte, die nicht zu bezahlen ist, so Harald Böer. In zwei Fällen konnten die Verursacher im vergangenen Jahr ermittelt werden.

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11.01.2005Bahnradsatz für Halberstädter FeuerwehrFörderverein "St. Florian"

Am Dienstag den 11.01. wurde im Beisein der Presse ein neues technisches Gerät der Halberstädter Feuerwehr in Betrieb genommen. Ein Bahnradsatz.
Dabei handelt es sich um zwei Metallplattformen auf vier schienentauglichen Rädern, mit der Feuerwehr-Ausrüstung schnell an unzugängliche Einsatzorte an Bahnanlagen befördert werden kann. Dazu gehören außerdem fünf Schleifkorbtragen zur Beförderung von Verletzten sowie eine Rettungsplattform.
Wertvolle Technik, die von der Bahn AG gesponsert wurde. Eine quälende Frage stand dennoch im Raum. Wie gelangt der Radsatz zum Einsatzort? Die Feuerwache hat keinen Bahnanschluss. Und in den Löschfahrzeugen ist kein Platz. Pfiffige Feuerwehrleute fanden die Lösung, der Feuerwehrförderverein gab das Geld zur Umsetzung. Immerhin 750 Euro. Jörg Kelle, Henning Kramer und Ulrich Rittmüller investierten über 100 Arbeitsstunden. Sie bauten einen handelsüblichen Transportanhänger so um, dass der Radsatz Bahn darauf montiert werden kann. Von der Idee bis zur Umsetzung vergingen nur sechs Wochen. Harald Böer, Chef der Feuerwehr, bedankte sich bei den 100 Mitgliedern des Fördervereins. Die unterstützten die Arbeit der Wehr 2004 in vielfältiger Form sowie mit 4500 Euro.

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