
News 2001 I News 2002 I News 2003 I News 2004 I News 2005 I News 2006 I News 2007 I News 2008 I News 2009 I News 2010 I
| Dez. 2003 | Halberstädter Feuerwehrleute auf Nachwuchssuche | Ortsfeuerwehr Halberstadt |
Die Halberstädter Feuerwehr sucht dringend Nachwuchs. Weil Arbeitsplätze fehlen, wandern potenzielle Mitglieder in den Westen ab. Mit speziellen
Vergünstigungen und dem Werben von weiblichen Mitgliedern könnte Personalmangel entgegen gewirkt werden.
Harald Böer, Halberstadts
Feuerwehrchef, hat Sorgen. Wenn, wie zurzeit, zwei seiner Feuerwehrleute wegen Krankheit ausfallen, kann er die Einsatzstärke der hauptberuflichen
Wachbereitschaft nur noch gerade so aufrecht erhalten. Angesichts der großen finanziellen Sorgen, die die Stadt drücken, ist an eine notwendige personelle
Aufstockung derzeit aber kaum zu denken.
18 Mitarbeiter umfasst die Halberstädter Berufsfeuerwehr. Das mag zunächst viel klingen, allerdings müssen
mit ihnen nicht nur eine ständige Wachbereitschaft über 24 Stunden täglich und 365 Tage im Jahr abgesichert werden, sondern auch Urlaub und
dienstfreie Tage. Vier Mann schieben an den Wochenenden Wachdienst, fünf Mann werktags. Wenn dann längere Krankheitsausfälle dazu kommen,
wird es für Harald Böer problematisch. Glücklicherweise können die Berufsfeuerwehrleute im Ernstfall mit Verstärkung durch die Freiwillige
Feuerwehr Halberstadt rechnen. "Wenn unsere Kräfte nicht ausreichen, wird die freiwillige Feuerwehr nachalarmiert. Notfalls alarmieren wir zusätzlich
Feuerwehren unserer Ortsteile Emersleben und Klein Quenstedt oder von Nachbargemeinden", erläutert Böer. Doch auch die "Freiwilligen"
haben Personalprobleme. Über 43 aktive Mitglieder verfügt die Halberstädter freiwillige Feuerwehr, etwa doppelt so viele sollten es eigentlich sein. In
den Ortsteilen sieht es kaum besser aus. Zwar hat Klein Quenstedt mit 19 Mann gerade eine einsatzfähige Stärke erreicht, doch Emersleben mit 16 aktiven
Feuerwehrleuten ist ein wenig das Sorgenkind des Feuerwehrchefs. Hauptursache liegt laut Böer im Fehlen von Arbeitsplätzen in der Region. "Unsere
Nachwuchsarbeit ist gut, wir investieren viel Zeit und Engagement dafür. Zurzeit haben wir etwa 40 aktive jugendliche Feuerwehrleute in unseren Reihen. Doch
oftmals kehren die Jugendlichen schon während der Lehre oder beim Einstieg in den Beruf der Region den Rücken, weil sie hier keine Arbeit finden. Dann
profitieren andere von unserer guten Jugendarbeit", sagt der Feuerwehrchef. Da sich in Sachen Arbeit kurzfristig kaum etwas ändern dürfte, müsse
man auf anderen Wegen an freiwillige Mitglieder herankommen. Ein Manko: in der Halberstädter Feuerwehr gibt es keine einzige aktive Frau. "Frauen erobern
nach und nach andere Männerdomänen, warum soll da die Feuerwehr zurückstehen? Deshalb wollen wir in nächster Zeit verstärkt um
Frauen werben", kündigt Harald Böer an. Besserung sei bereits in Sicht. Im Jugendbereich gebe es bereits mehrere Feuerwehrfrauen.
Zusätzlich
könnte die Feuerwehr mit Vergünstigungen werben. "Denkbar wären freier Eintritt für kulturelle Veranstaltungen, für Sport- und
Freizeiteinrichtungen oder auch Fitness-Studios. Das wird in manchen anderen Kommunen bereits praktiziert", so Böer. In den vergangenen Jahren habe
man versucht, unter den anderen städtischen Bediensteten freiwillige Feuerwehrleute zu werben, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. "Man muss
schon mit Liebe und Herzblut dabei sein, zwingen oder drängen wollen und können wir deshalb niemanden".
Am wenigsten Kopfzerbrechen bereitet
dem Feuerwehr-Amtsleiter die technische Ausrüstung. Sowohl das neu gebaute Wach- und Gerätehaus, als auch die Fahrzeuge und anderen Geräte
sind auf dem aktuellen Stand der Technik. Lediglich ein Löschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Emersleben müsste dringend ersetzt werden. Der
W 50 stammt noch aus dem Jahr 1982. Zwar sei es bisher stets gelungen, das Fahrzeug einsatzbereit zu halten, doch mittlerweile gingen die Ersatzteile aus.
| 24.12.2003 | Halberstädter Oberbürgermeister bei der "Heiligabend-Schicht" der Berufsfeuerwehr | Hauptberufliche Wachbereitschaft |
Bereits vor der Wende statteten die jeweils zuständigen Behördenchefs den Halberstädter Feuerwehrleuten zu Heiligabend und Silvester einen
Besuch ab. Die Tradition hielt sich bis heute und wurde am Mittwoch erstmals vom seit diesem Jahr amtierenden Oberbürgermeister Harald Hausmann fortgesetzt.
Zum Frühstück hatte die Heiligabend-Schicht der Halberstädter Berufsfeuerwehr Halberstadts Oberbürgermeister eingeladen. Gelegenheit
für beide Seiten, in gelöster Atmosphäre über das abgelaufene Jahr zu plaudern und etwas über Familie und Dienst zu erzählen.
Die Bescherungszeit im Dienst zu erleben, ist für die vier Feuerwehrleute, die diesmal Dienst haben, nichts Ungewöhnliches. "Der Einsatz wird nach
einem festgelegten Dienstplan geregelt, wobei untereinander getauscht werden kann. Wichtig ist, dass während der Feiertage eine Stärke von vier Mann nicht
unterschritten wird. Wochentags haben jeweils fünf Mann Dienst. Es trifft halt jeden irgendwann einmal", meint Feuerwehr-Amtsleiter Harald Böer. Beim
Frühstück, zu dem die Feuerwehrleute den Oberbürgermeister eingeladen hatten, erläutern sie ihre Arbeit, gehen aber auch auf Probleme ein.
Größte Sorge der Brandbekämpfer ist die Personalstärke der freiwilligen Feuerwehr. Zur Sprache kommt aber auch die dringend notwendige
Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos im Ortsteil Emersleben. Versprechen könne er angesichts der städtischen Finanzen nichts, allerdings wolle er zur
verbesserten Zusammenarbeit der Feuerwehr mit anderen Organisationen beitragen, wo dies möglich sei, sichert Harald Hausmann zu.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken
| Feuerwehr sichert Unternehmen Versicherungsrabatte | Hauptberufliche Wachbereitschaft |
Seid 1998 bemüht sich die Stadt Halberstadt beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft um die Einstufung in eine günstigere Feuerwehrklasse.
Kürzlich wurden diese Bemühungen belohnt, wie Harald Böer, Leiter des Amtes für Brandschutz und Hilfeleistung, informierte. In einer Skala von 1
bis 10 wurde die Stadt in die Feuerwehrklasse 4/5 eingestuft. Das sei für den Wirtschaftsstandort Halberstadt sehr wichtig. In der Kreisstadt ansässige
Unternehmen erhalten dadurch bei industriellen Feuerversicherungen Rabatte von 2,5 bis 10 Prozent. "In Verbindung mit Brandmeldeanlagen werden Beitragsnachlässe
in beträchtlicher Größenordnung gewährt", so Amtsleiter Böer. Nach seiner Meinung wurde damit die gute Organisation des Feuerschutzes
in Halberstadt anerkannt. Obwohl es grosse Probleme bei der freiwilligen Feuerwehr gebe.
Die freiwillige Wehr zählt nur 38 aktive Freiwillige. Eine Stadt mit etwa 40.000
Einwohnern müsste eigentlich 80 bis 100 Aktive haben. Zurzeit sei auch auch nicht davon auszugehen, dass die bei der Feuerwehr klaffende Personallücke
kurzfristig geschlossen werden kann, so Jörg Kelle. Die Kreisstadt habe die günstige Einstufung trotzdem erhalten, weil die Kommune eine hauptberufliche
Wachbereitschaft hat und technisch sehr gut ausgestattet sei, so Harald Böer.
| Nov. 2003 | Treffen ehemaliger Feuerwehrmänner - Erinnerungen rund um St. Florian | Förderverein "St. Florian" |
Aus Anlass des 90-jährigen Gründungsjubiläums der Berufsfeuerwehr in Halberstadt wurde 1999 ein Treffen der ehemaligen hauptberuflichen Angehörigen der Feuerwehr Halberstadt organisiert. Die Teilnahme an diesem, als einmalige Aktion geplanten Treffen war erfreulich groß. Im Ergebnis der Zusammenkunft war der Wunsch entstanden, die Veranstaltung jährlich zu wiederholen. In diesem Jahr wurde das 4. Treffen durchgeführt. Die Teilnehmer hatten sich vorgenommen, die Brand- und Katastrophenschutzschule in Heyrothsberge bei Magdeburg zu besuchen. Viele der ehemaligen Angehörigen hatten noch gute oder auch weniger gute Erinnerungen an diese Lehrstätte aus der Zeit ihrer Tätigkeit bei der Feuerwehr. Freundlich begrüßt und umfassend informiert wurden die Teilnehmer durch den Leiter der Einrichtung Herrn Lux und dem Fachlehrer Herrn Stephan. Nach der Besichtigungstour nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, im Schulungsraum der Feuerwehr Halberstadt sich über so manche Episode aus der sicher interessanten langjährigen Tätigkeit bei der Feuerwehr auszutauschen. Für Kaffee und Kuchen sorgte dank der Unterstützung durch die Halberstädter Bäcker und Konditoren GmbH der Feuerwehr Förderverein St. Florian Halberstadt. Für das 5. Treffen im nächsten Jahr ist eine Besichtigung des neu entstandenen Wasserstraßenkreuzes bei Magdeburg geplant.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken
| 01.11.2003 | Jugendliche und "Senioren" wetteiferten gemeinsam um Pokale | Förderverein "St. Florian" |
Richtig spannend wurde es am vergangenen Sonnabendnachmittag im Gemeindehaus des Ortsteils Emersleben, Das Gebäude gleich neben der Feuerwehr wurde
zum Austragungsort für einen Wettkampf oder besser gesagt für einen Wettbewerb der Mannschaften.
Diesmal hieß es nicht "Wasser marsch",
sondern vielmehr konnte man sich in anderen Disziplinen, die es zu meistern galt, ausprobieren: Kegeln, Pusterohr, Dart und KK-Gewehr-Schießen standen auf dem
Programm. Immerhin traten 10 Mannschaften an. Diesmal aktiv dabei; zwei Mitglieder aus dem Vorstand des Sankt-Florian-Fördervereins der Halberstädter
Wehr, der übrigens Veranstalter dieser "Geselligkeitsspiele" war. Er stiftete auch den größeren der beiden Pokale, der für den Sieger
vorbehalten war, denn Urkunden gab es diesmal nicht. Ein weiterer kleiner Pokal wurde vom Ortsbürgermeister Erich Frowerk gestiftet.
Dennoch, alle
Mannschaften gaben ihr Bestes. Angetreten waren unter anderem die Altersabteilungen der Herren und Frauen der Wehren Klein Quenstedt und Emersleben, ferner die
Freiwillige und Hauptberufliche Wehr Halberstadts sowie die Jugendfeuerwehren. Jede der Mannschaften hatte fünf Akteure, die im fairen Wettbewerb gegeneinander
ins Rennen gingen. Aber, wie es im Sport nun einmal so ist, kann es bekanntermaßen nur einen Sieger geben, einen Zweitplazierten und einen Dritten. Mit 987
Punkten siegte wie im Vorjahr die Jugendmannschaft aus Emersleben, dahinter lag die Hauptberufliche Wache Halberstadts mit 950 Punkten und zu guter Letzt noch
einmal Emersleben mit einer gemischten Mannschaft (Altersabteilung und Jugend) mit 912 Punkten. Klein Quenstedt stand an der vierten Stelle und die Mannschaft Nr. 6,
darunter wie oben schon erwähnt zwei Vorstandsaktive, kam lediglich auf einen passablen fünften Platz (751 Punkte). Man war zufrieden, getreu dem Motto,
"Dabei sein ist, alles". Vorstandsvorsitzender Stefan Walther fungierte als Schiedsrichter.
Danach stand das leibliche Wohl im Mittelpunkt: Kartoffelsalat
und Bockwurst sowie zwei Getränke pro Person wurden gesponsert vom Förderverein. Es schmeckte allen gut, die Spiele machten allen Spaß, und
daher ist es nur allzu sehr verständlich, dass es im kommenden Jahr wieder einen Wettkampf geben wird. Ziel sei es, den Pokal den Hausherren von Emersleben
streitig zu machen, vielleicht ist dann auch der gesamte Vorstand vom Förderverein "Sankt Florian" als Mannschaft vollzählig.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken
| 20.08.2003 | Ausstellung - Feuerwehr im Wandel der Zeiten | Hauptberufliche Wachbereitschaft Ortsfeuerwehr Halberstadt Förderverein "St. Florian" |
Am 20.08.2003 eröffnete in Halberstadt die Feuerwehrausstellung "Feuerwehr im Wandel der Zeiten", die durch das Amt für Brandschutz und
Hilfeleistung in Zusammenarbeit mit dem Feuerwehr Förderverein "St. Florian" und der Freiwilligen Feuerwehr Harsleben vorbereitet wurde. Eröffnet
wurde die Ausstellung, in der Rotunde der Halberstädter Stadtwerke durch den Dezernenten Dr. Michael Haase. In seiner Eröffnungsrede hob er die Wichtigkeit
ehrenamtlicher Arbeit in der heutigen Zeit besonders hervor. Einige nachdenkliche Worte fand auch Stadtwehrleiter Harald Böer. Die Schwierigkeiten,
Feuerwehrnachwuchs zu gewinnen und auszubilden bereiten ihm immer größere Sorgen und er hofft, dass diese Ausstellung dazu beiträgt, dass
Interesse für die Feuerwehr zu wecken. In der Ausstellung werden Präsentationen und Technisches Gerät aus verschiedenen Feuerwehrepochen gezeigt.
Für das passende Rahmenprogramm sorgten die Kinder der Kindertagesstätte "Huckefloh". Sie gaben auf eine singende und spielerische Weise,
Einblicke in den Alltag der Feuerwehrleute.
Die Ausstellung kann noch bis zum 20.09.2003 in der Rotunde der Halberstädter Stadtwerke besucht werden.
Zum Vergrößern auf die Bilder klicken
| 13.08.2003 | Altersabteilung aus Wolfsburg zu Gast | Ortsfeuerwehr Halberstadt |
Die Altersabteilung des Stadtfeuerwehrverbandes Wolfsburg, die 100 Mitglieder zählt, besuchte am Mittwoch den 13.08. die Vorharzstadt. Die Delegation aus der
Partnerstadt Wolfsburg stand unter der Leitung des Stadtbrandmeisters Reinhard Otte, die Halberstädter wurden durch den Stadtwehrleiter Harald Böer
begleitet.
Die Feuerwehrmänner und -frauen besuchten gemeinsam die Rappbodetalsperre in Wendefurth. Es gab eine interessante Führung vor Ort. Im
Anschluss daran ging es nach Wernigerode zur Feuerwache und in das Feuerwehrmuseum.
Seinen Abschluss fand das Treffen der Feuerwehren aus Wolfsburg und
Halberstadt mit einem gemeinsamen Abendessen in der Halberstädter Feuerwehrhalle. Dr. Michael Haase, Kultur- und Ordnungsdezernent der Stadt,
begrüßte die Gäste. Er übermittelte Grüße des 0berbürgermeisters. Er würdigte den Tag, denn die Altersabteilung der Wehr
sei ein wichtiger Bestandteil für eine Städtepartnerschaft wie diese. Er dankte Kamerad Haupt und seinem Team für den ausgerichteten Abend, an dem
auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam.
Natürlich freute sich die Delegation, hier in Halberstadt zu sein, und deren Vorsitzender, Stadtbrandmeister Reinhard Otte,
dankte allen für die herzliche Aufnahme. Er sagte: "Wir wollen die Partnerschaft der Wehren weiter pflegen und werden sehen, wie wir gemeinsam das eine oder
andere auf die Beine stellen können."
Ein interessanter Abend ging mit diesem Treffen zu Ende, wobei man sich gegenseitig eine Wiederholung versprach.
Einige der Wolfsburger Kameraden übrigens, die das erste Mal in Halberstadt weilten, staunten nicht schlecht über die schöne Fahrzeughalle der
Halberstädter Wehr.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken
| 11.07.2003 | Feuerwehrleute genießen großes Vertrauen | Feuerwehr Halberstadt |
97 Prozent aller Deutschen und 95 Prozent aller Europäer haben ein "sehr hohes" bzw. "ziemlich hohes" Vertrauen zur Feuerwehr. Das ergab eine Umfrage des Verlags- und
Direktmarketingunternehmens Reader's Digest, die in 18 Ländern Europas durchgeführt wurde.
Krankenschwestern und Piloten landeten auf den Plätzen 2 und 3. Wir, die Angehörigen der Feuerwehr,
können überaus stolz sein auf die positive Aussage der Umfrage, allerdings bin ich mir eher unsicher, ob wir diesem Vertrauen immer und vor allem in Zukunft gerecht werden. Auf der einen Seite sind von den 48 Feuerwehren
unseres Landkreises nur 12, das entspricht 25 Prozent, rund um die Uhr einsatzbereit. Selbst bei diesen 12 bin ich mir nicht sicher, ob die verantwortlichen Wehrleiter bei dem Begriff "Einsatzbereitschaft" auch klar
wissen, worüber gesprochen wird.
In der Ausgabe der Volksstimme vom 1. Juli wurde über eine Feuerwehrübung in Wülperode berichtet. Ich habe große Achtung davor, wie der Kreisbrandmeister
Kenzig die Probleme dargestellt hat. Um einen einfachen Wohnungsbrand zu löschen, müssen fünf Feuerwehren alarmiert werden. Nicht ausreichende Atemschutzgeräteträger für die Menschenrettung
und die Brandbekämpfung stellten den Erfolg des Einsatzes in Frage. Richtig eingeschätzt wurde, dass nach 20 Minuten bis zum Wirksamwerden der Löschmaßnahmen das bei jedem Brand vorhandene Kohlenmonoxid seine
lebensbedrohende Wirkung erzielt hätte. Nach dieser Zeit wäre die Brandausbreitung so weit fortgeschritten, dass ein Löscherfolg nur noch mit großem Aufwand erreicht werden könnte. Was letztlich mit einem
Totalverlust des Gebäudes gleichzusetzen ist. Auf der anderen Seite wurden und werden Gelder für technische Ausstattungen ausgegeben, nur weil von der Feuerwehr angemahnt wird, dass sie ohne diese Technik nicht
auskommen kann. So manche Feuerwehr musste unbedingt mit den teuren Rettungsgeräten "Schere und Spreizer" ausgerüstet werden, obwohl nur wenige Kilometer entfernt eine größere, rund um die
Uhr einsatzbereite Feuerwehr diese Technik bereits vorhält und wegen der Erfahrungen auch sicherer einsetzen kann. Es ist natürlich wirkungsvoll, wenn zum Tag der offenen Tür ein Pkw mit diesem Gerät zerlegt
wird. Aber muss es denn ausgerechnet ein mehrere tausend Euro teures Rettungsgerät für solche Spielereien sein? Bedenkt man, dass allein im Landkreis Halberstadt über 20 Feuerwehrfahrzeuge mehr vorhanden sind, als es
die Ausrüstungsnorm vorschreibt, und diese dann entsprechende Kosten verursacht haben und verursachen, ist die Frage nach dem verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln durchaus berechtigt. Immer wieder liest man
von feierlichen Übergaben von Fahrzeugen. Noch bis zur Wende wurde in so mancher Ortschaft der Grundschutz mit einem Tragkraftspritzenanhänger und organisiertem Vorspanndienst sicher gestellt. Heute muss es ein bis zu
250.000 Euro teures Löschfahrzeug mit allen möglichen Finessen sein. Vergessen wird dabei aber leider, dass dieses Fahrzeug gar nicht normgerecht besetzt werden kann und damit auch mit diesem Superauto der klar
definierte gesetzliche Auftrag nicht erfüllt wird. Wieviel Verständnis und Vertrauen werden wir wohl bei der Lokalpolitik und letztendlich bei unseren Bürgern (Kunden) haben, wenn nicht klar erkannt wird, dass auch
Brandschutz nicht in einem Geld freien Raum erbracht werden kann. Hut ab, vor den gerade kleineren Feuerwehren, die mangels Einsatzzahlen ihre Existenz mit Bürgernähe und als Kulturträger begründen. In der
Gemeinde ist es nicht möglich, auf das Produkt Feuerschutz zu verzichten, aber das Ansehen und damit das Vertrauen wird Schaden nehmen, wenn das Produkt nicht die Erwartungen der Bürger erfüllt. Es ist dringend
geboten, die kommunalen und kulturellen Feuerwehraufgaben zu trennen. Hier ist neues Denken gefragt. Feuerwehrvereine ohne "öffentlichen Feuerwehr-Auftrag" können weiter als Kulturträger ihres
Ortes tätig sein. Die übrigen Einheiten, mit "öffentlichem Feuerwehr-Auftrag" erfüllen die an die Feuerwehr gestellten Aufgaben und Ansprüche. In der o. g. Ausgabe der Volksstimme wurde berichtet,
dass die Ortsfeuerwehren in der Gemeinde Huy darüber nachdenken, eigene Feuerwehr Fördervereine zu gründen. Das halte ich für einen gangbaren Weg, um über die Vereinsarbeit eine Trennung von
öffentlichen und kulturellen Feuerwehraufgaben zu erreichen. Das Vertrauen, dass unsere Vorgänger und auch wir erarbeitet haben, verlangt von uns allen, damit verantwortungsvoll umzugehen und es nicht durch Ignoranz zu
untergraben.
Ich wünsche mir, dass es auch noch in der Zukunft positiv klingt, wenn die Bevölkerung von "ihrer Feuerwehr" spricht. Diese Tradition verpflichtet genauso wie der Sinnspruch: "Einer für
alle - alle für Einen".
Harald Böer,
Stadtwehrleiter der Feuerwehr Halberstadt
| Juli 2003 | Einsatzbereitschaft während der Flutkatastrophe gewürdigt | Ortsfeuerwehr Halberstadt Ortsfeuerwehr Emersleben Ortsfeuerwehr Klein Quenstedt |
Fast ein Jahr nach dem Einsatz Halberstädter Feuerwehr-Kameraden bei der Flutkatastrophe wurden jetzt
einige Aktive ausgezeichnet. Dazu waren am Dienstagabend die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren von Halberstadt,
Klein Quenstedt und Emersleben sowie die Kameraden der Hauptberuflichen Wachbereitschaft und der Jugendfeuerwehr
angetreten. Die Auszeichnung mit der Hochwasser-Medaille 2002 des Landes Sachsen-Anhalt nahm Dr. Michael Haase,
Dezernent der Stadtverwaltung, im Beisein von Harald Böer, dem Leiter des Amtes für Brand- und
Katastrophenschutz vor. "Wir haben damals gesehen, mit welcher beispielloser Solidarität die Menschen
zusammenstanden, um sich gegenseitig und anderen zu helfen", erinnerte Haase.
In diese Schar der Helfer
hätten sich Angehörige der Ortsfeuerwehren Halberstadt, Emersleben und Klein Quenstedt eingereiht. Es
mache Mut, wenn sich immer wieder Menschen finden, die uneigennützig und oft unter Zurückstellung eigener
Interessen Hilfe und Unterstützung geben. "Dafür gilt ihnen ein ganz besonderes Dankeschön und
Anerkennung", so Haase. Als sichtbares Zeichen dieser Dankbarkeit sollte die Medaille in Verbindung mit einer
Urkunde in Anerkennung der bei der Bewältigung des Hochwassers im August 2002 vollbrachten Leistungen
überreicht werden. Die vom Ministerpräsidenten Prof. Dr. Böhmer unterzeichnete Urkunden wurde an
insgesamt 14 Wehrfrauen und -männer aus Halberstadt, Klein-Quenstedt, Emersleben und Wolfsburg verliehen.
Betrüblich sei aber, dass das Land fast ein ganzes Jahr Zeit für diese Anerkennung benötigt habe. Es
sei zu hoffen, dass die Umsetzung der jetzt nötigen Vorsorgemaßnahmen auf allen Behördenebenen nicht
ebenfalls Jahre benötige, denn "nach dem Hochwasser ist auch vor dem Hochwasser".
Wieviel Wahrheit in dieser Aussage steckt, musste Halberstadt am 29. Juni erleben, als innerhalb weniger Minuten
große Teile der Stadt durch Hagel, Starkregen und Sturm in Mitleidenschaft gezogen wurden. Gemeinsam mit dem
THW hatten die Ortsfeuerwehren an diesem Tag fast 60 Einsätze. Auch für diese Leistungen sollte Dank
gesagt werden.
Dr. Haase nutzte die Gelegenheit, sich noch einmal bei den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr
für den ersten Platz bei den kreislichen Wettkämpfen zu bedanken. Die Jungen und Mädchen aus Klein
Quenstedt schafften den 7. Platz. Auch der Pokal des Bürgermeisters ging an die Halberstädter
Jugendfeuerwehr. Das sei so nicht zu erwarten gewesen.
Ortswehrleiter Thomas Dittmer erinnerte an diesem Tag
daran, dass nicht nur den aktiven Hochwasserhelfern zu danken sei. Von den insgesamt 38 Aktiven hatten viele in
Halberstadt zusätzliche Dienste abzusichern, um in der Stadt und Umgebung den Brandschutz an diesen
Einsatztagen zu gewährleisten.
Zum Vergrößern auf die Bilder klicken
| 05.07.2003 | Wettkampf der Jugendfeuerwehren | Jugendfeuerwehr Halberstadt |
Am Samstag den 05.07.2003 trafen sich 17 Mannschaften aus 15 Jugendfeuerwehren auf dem Sportplatz in Zilly. Angetreten waren die Floriansjünger um den Kreispokal und den Pokal des Bürgermeisters in der Disziplin Löschangriff nass unter sich aus zu fechten. Titelverteidiger des Pokals des Bürgermeisters ist schon seit mehreren Jahren die Jugendfeuerwehr Halberstadt. Den Kreispokal hatte im vorigen Jahr die Jugendfeuerwehr Zilly in ihre Gemeinde geholt. Die Zuschauer sahen spannende Wettkämpfe und die Kinder und Jugendlichen gaben alles. Am Ende errang die Halberstädter Wehr den Bürgermeisterpokal in einer Zeit von 52 Sekunden. Das Training hatte sich für die Halberstädter gelohnt, konnten sie doch auch noch den Kreispokal zum wiederholten Male mit einer Zeit von 61 Sekunden verteidigen.
Zum Vergrößern auf die Bilder klicken
| 21.05.2003 | Feuerwehrmänner aus Banska-Bystrica zu Besuch in Halberstadt | Feuerwehr Halberstadt |
Seit der Unterzeichnung eines Patenschaftsvertrages zwischen den Wehren aus Banska-Bystrica und Halberstadt
besuchte bereits zum dritten Mal eine Delegation von Feuerwehrangehörigen aus Banska-Bystrica Halberstadt.
Eine Vorbereitungsgruppe von Halberstädter Feuerwehrangehörigen stellte für den Besuchszeitraum vom
21. bis zum 25. Mai ein umfangreiches und attraktives Programm zusammen. Neben der Besichtigung der Feuerwehrtechnik
stand auch ein Besuch der beiden Ortsteile der Stadt und deren Gerätehäusern auf dem Programm. Einem
Ortsrundgang in Emersleben folgte die Besichtigung der Wassermühle in Klein Quenstedt. Dem Wunsch der
Gäste aus Banska-Bystrica entsprechend, war außerdem ein Ausflug in die Umgebung von Halberstadt
organisiert worden. Nach einem Tripp zum Hexentanzplatz und einer Fahrt auf der Sommerrodelbahn schloss sich eine
Wanderung im Bodetal an. Ein besonderer Höhepunkt während des Aufenthaltes der Gäste war für
diese die Katastrophenschutzübung, die sie als fachkundige Beobachter begleiteten. Die Besucher aus
Banska-Bystrica waren begeistert über das perfekte Zusammenwirken der Einsatzkräfte. Mit Video-Kamera und
Fotoapparaten hielten sie das Geschehen für die Feuerwehrkollegen zu Hause fest. Auf großes Interesse bei
den Gästen stieß auch die Visite in der Halberstädter Würstchen und Konservenfabrik. Die Freude
über kleine Begrüßungsgeschenke war groß. Dann folgte der offizielle Empfang der Gäste.
Dieser fand im Dorfgemeinschaftshaus Emersleben statt. Dezernent Dr. Michael Haase begrüßte die Besucher
und wünschte allen für die folgenden Jahre viel Erfolg bei der Ausgestaltung der Patenschaften.
Dankesworte richtete der Leiter der Delegation aus Banska-Bystrica, Juray Kliment, Wehrleiter der Feuerwehr im
Ortsteil Salkova an die Gastgeber. Er nutzte die Gelegenheit und überbrachte den Kameraden der
Halberstädter Feuerwehren zum 80-jährigen Bestehen seiner Wehr im Jahr 2004 eine Gegeneinladung. Und noch
eine Überraschung wartete auf die Besucher: Sie erhielten vom Wirt des Dorfgemeinschaftshauses Emersleben ein
kleines Geschenk. So verlebten die Feuerwehrmänner aus Banska-Bystrica schöne und abwechslungsreiehe Tage
in Halberstadt. Möglich wurde diese Geste der Gastfreundschaft allerdings nur durch die große
Unterstützung von allen Seiten. Dank sagen die Organisatoren deshalb der Stadtverwaltung Halberstadt, besonders
dem Kulturamt, dem Feuerwehrförderverein "Sankt Florian" und zahlreichen Halberstädter
Unternehmen.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken
| 06.05.2003 | Einsatzübung - Ordnungsamtschefin wurde aus Büro gerettet | Ortsfeuerwehr Halberstadt |
Am Dienstagabend quollen in Halberstadt aus dem Bürogebäude in der Gleimstraße 8 dicke Rauchwolken. Kurze Zeit später fuhren auch schon die Fahrzeuge der Halberstädter Feuerwehr zum Einsatzort. Dort wurden nach kurzen Einweisungen die roten Schläuche entrollt und die Leitern von den Dächern der Feuerwehrfahrzeuge genommen. Es galt, aus dem oberen Geschoss zwei Personen zu retten, die durch den Qualm in ihren Zimmern eingeschlossen waren. Die Leitern wurden an die Fenster gestellt, und die Feuerwehrmänner kletterten in die Fenster zu den eingeschlossenen Personen. Die wurden mit einer Leine gesichert und über die Leitern in Sicherheit gebracht. Gleichzeitig bahnten sich andere Feuerwehrmänner unter Pressluftatemgeräten den Weg durch den dichten Rauch, um den Brandherd zu löschen. Was so dramatisch klingt, stellte sich schnell als eine Einsatzübung der Ortsfeuerwehr Halberstadt heraus. Die Kameraden trainierten unter praxisnahen Bedingungen die Menschenrettung und Brandbekämpfung, um im Ernstfall gerüstet zu sein, wenn Personen aus ähnlichen Notlagen gerettet werden müssen. Bei dieser Übung wurde unter anderem die Ordnungsamtsleiterin der Stadt Halberstadt, Heidi Wilde, aus ihrem Büro "gerettet". Anschließend sagte sie: "Ich habe mich jederzeit in sicheren Händen gefühlt". Als Ergebnis der Übung kann gesagt werden, dass die Feuerwehrleute ihr Handwerk verstehen und in der Lage sind, solche Ereignisse zu beherrschen. Die wenigen Fehler wurden in der anschließenden Auswertung angesprochen, um sie zukünftig zu vermeiden. Ein Lob von Ortswehrleiter Thomas Dittmer erhielt auch der erst vor kurzem als Gruppenführer eingesetzte Kamerad Marco Brand. Er leitete seinen ersten Einsatz als Gruppenführer und war somit für das erfolgreiche Handeln der Feuerwehrkräfte verantwortlich. Solche oder ähnliche Ereignisse können jederzeit und an jedem Ort stattfinden. Die in Not geratenen Personen sind dann froh, wenn ihnen Hilfe zuteil wird. Um diese Hilfe jederzeit zu gewähren, ist das Engagement Vieler notwendig. Wer ebenfalls anderen Menschen in Notlagen zu Hilfe kommen möchte, kann Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Halberstadt werden. Jeden Dienstagabend treffen sich die Kameraden in der Feuer- und Umweltwache Halberstadt, Am Breiten Tor 2. Interessenten können sich dort oder unter der Telefonnummer (03941) 55 13 70 melden. Jede zusätzliche helfende Hand wird benötigt und der Dank der aus Notlagen befreiten Menschen ist der Lohn für diese schöne Aufgabe.
Zum Vergrößern auf die Bilder klicken
| 02.05.2003 | Pokalschießen um den Pokal des Oberbürgermeisters | Hauptberufliche Wachbereitschaft |
Am 02.05.2003 fand zum zweiten Mal das Pokalschießen um den Pokal des Oberbürgermeisters statt. Der Wettkampf wurde im Rahmen des Festes zum 100. Geburtstag der Straßenbahn durchgeführt. Eine Mannschaft der Hauptberuflichen Wachbereitschaft trat als Pokalverteidiger an, da der Pokal im Vorjahr erstmals durch uns errungen wurde. Insgesamt hatten sich 5 Mannschaften für das Schießen gemeldet. Leider war die Konkurrenz in diesem Jahr sehr stark. Wir mußten den Pokal an eine Mannschaft von WSW Halberstadt abgeben. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken
| 01.05.2003 | Hechtsplatz mit Fackelumzug freigegeben | Ortsfeuerwehr Emersleben |
Erstmals nach der Sanierung des Hechtsplatzes konnte dort am Vorabend des 1. Mai der traditionelle Fackelumzug durch Emersleben starten. Zuvor gratulierten die Offiziellen und die Jüngsten aus dem Kindergarten dem ältesten Emerslebener Walter Godisch zum 90. Geburtstag. Mit den Halberstädter "Landmusikanten" an der Spitze brachten die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr den Maibaum zum Hechtsplatz. Hier wurde dieser gemeinsam aufgestellt, und die Jüngsten aus der Kindereinrichtung hatten dazu ein kleines musikalisches Programm vorbereitet. Ortsbürgermeister Erich Frowerk brachte die Freude der Emerslebener darüber zum Ausdruck, dass das zweite große Vorhaben zur Dorferneuerung jetzt abgeschlossen wurde. OB Hans-Georg Busch musste einräumen, dass es in diesem Jahr eine Pause gibt, dass es aber Ziel sei, 2004 die Dorferneuerung wieder finanziell zu untersetzen. Zur Verschönerung des Dorfbildes tragen drei Langzeitarbeitslose bei, die als ABM beschäftigt werden. Der OB hob das breite kulturelle Leben im Ortsteil und die sieben aktiven Vereine hervor, die auch weiterhin finanziell unterstützt werden sollen. Die Stadt suche nach Ersatz für zwei Firmen des Gewerbegebietes, habe die Preise für Eigenheimbauland reduziert, der Radweg nach Halberstadt wurde ausgebaut und ein Biotop errichtet. Dann wurde das traditionelle rote Band für die Freigabe des Hechtsplatzes durchschnitten. Die Baumaßnahme, deren Gesamtkosten 140.000 Euro umfasste, begann am 22. Oktober 2002.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken
| 21.06.2003 | Tag der offenen Tür 2003 | Ortsfeuerwehr Halberstadt |
Alljährlich lädt die Halberstädter Feuerwehr zu einem Tag der offenen Tür ein. Doch am Sonnabend gab es auch eine Premiere: Erstmals wurden die Gäste durch die Gebäude der Feuerwache geführt. "Wir wurden schon öfter aus der Bevölkerung nach einer Führung gefragt", sagte Thomas Dittmer, der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, die auch diesmal den Hut für die Organisation des Tages auf hatte. Und so begab sich eine größere Gruppe auf den Rundgang. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren viel in die Feuerwehrgebäude und -technik investiert. 14 Fahrzeuge stehen für Einsätze bereit - vom Pkw bis zur modernen Drehleiter. Außerdem hält die Stadt freiwillig eine 21-köpfige hauptamtliche Wachmannschaft vor. Aber auf die freiwilligen Feuerwehrkräfte kann niemand verzichten angesichts der 1000 Einsätze im Jahr, weiß Dittmer. Die Freiwilligen sind bei etwa 70 Einsätzen dabei, also rein statistisch ein bis zweimal pro Woche. Doch vor diesem Hintergrund drücken Nachwuchssorgen. Denn mit 37 aktiven Einsatzkräften ist die Freiwillige unterhalb der Mindestverordnung von 42 Leuten. "Unsere Leute sind ganz schön belastet." Die Wehrleitung würde die Arbeit gern auf breitere Schultern verteilen. So dient dieser Tag der offenen Tür alljährlich der Werbung für die Feuerwehr. Doch weiß man, dass es eher die Ausnahme ist, dass sich ein 25 jähriger als Neuling bei der Feuerwehr anmeldet. Also bleibt vor allem der Weg, die Kinder an die Feuerwehr heranzuführen. 30 Mädchen und Jungen zählt die Jugendwehr. Und nach solch einem Tag der offenen Tür melden sich immer mal wieder einige an, "Die meisten unserer Mitglieder, die heute zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, haben mit der Gründung der Jugendwehr angefangen", sagte Dittmer. Die Probleme freilich treten auf, wenn die Jugendlichen von der Jugendwehr in die aktiven Dienst treten könnten. Viele ziehen weg, weil es hier nicht genügend Lehrstellen gibt. Die Angebote am Sonnabend richteten sich somit vor allem an die Kinder. Beliebt wie eh und je waren die kleinen Stadtrundfahrten mit dem Löschauto. Mit der Kübelspritze wurde Feuer gelöscht, und wer wollte, konnte sich mal ans Steuer eines Lösch-Trucks oder der Drehleiter setzen. Am Abend gab es den traditionellen Lampionumzug, angeführt diesmal vom Spielmannszug aus Langenstein. Sorgen, dass im Notfall die Einsatzkräfte fehlen, muss man sich indes wohl noch nicht machen. "Bisher hat immer alles geklappt, Das ist dem Engagement der Kameraden zu verdanken", sagte Dittmer. Froh und dankbar ist er, dass die Arbeitgeber der freiwilligen Feuerwehrleute dieses Engagement unterstützen. Wer im Erwachsenenalter ist und vielleicht Interesse an einer Mitarbeit bei der Halberstädter Feuerwehr hat, ist dienstags ab 19 Uhr zum Dienstabend gern gesehen, sagte Thomas Dittmer. "Man kann sich ja erst mal alles ansehen."
Zum Vergrößern auf die Bilder klicken
| 15.04.2003 | Mit Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet | Feuerwehr Halberstadt |
Eine besondere Ehrung erhielten am 15.04.2003 die Feuerwehrmänner Harald Böer aus Langenstein und Hans- Joachim Dreikandt aus Dingelstedt vor dem Kreistag. Beide wurden mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, der höchsten Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbandes, ausgezeichnet. Harald Böer hat sich in vielen Funktionen auf Kreis-, Stadt- und Gemeindeebene verdient gemacht. Hans-Joachim Dreikandt war langjähriger Kreisbrandmeister.
Zum Vergrößern auf die Bilder klicken
| 10.04.2003 | Evakuierungsübung an der Grund- und Sekundarschule "Am Paulsplan" | Hauptberufliche Wachbereitschaft |
Eine Brandschutzübung in der Grund- und Sekundarschule "Am Paulsplan" endete am 10.04.2003 ohne
Probleme. Das Brandschutzamt der Stadtverwaltung und die Hauptwache der Feuerwehr zogen eine positive Bilanz. Die
insgesamt 370 Schüler benötigten für die Räumung der beiden Gebäude kaum mehr als eine
Minute.
Die Miriam-Lundner-Grundschule steckt vielen Schulleitern noch in den Knochen. Brandschutz heißt
das Angst einflößende Thema. Gibt es in diesem Bereich Mängel, droht die Schulschließung. Die
konnte bei der Lundner-Schule im letzten Moment durch Investitionen verhindert werden. Für die Grund- und
Sekundarschule "Am Paulsplan" bestand diese Befürchtung nicht. Die jüngste Brandschutzübung
hat beiden Schulen ein gutes Ergebnis bescheinigt. Innerhalb von sieben Minuten war die Feuerwehr gestern nach
Auslösung des Alarms an der Schule. Fahrzeug mit Drehleiter positionieren, zweimal hochfahren und Personen aus
dem zweiten Obergeschoss bergen, kosteten weitere zehn Minuten wertvolle Zeit. Nach Einschätzung der Fachleute
vor Ort eine dennoch gute Zeit, auch wenn die Anfahrzeit der Feuerwehr vergleichsweise lang war. Allerdings
müsse dabei beachtet werden, dass die Fahrzeuge über die Schützenstraße und Antoniusstraße
einen relativen großen Umweg nehmen müssten. Wäre allerdings eine ganze Schulklasse nach einem Brand
im Obergeschoss eingeschlossen, wäre eine Bergung über die Drehleiter sehr zeitaufwändig. Top-Zeiten
bei der Räumung des Schulgebäudes lieferten die Schüler beider Schulen ab. Die 220 Jungen und
Mädchen der Sekundarschule hatten in nur 55 Sekunden das gesamte Gebäude geräumt. Die 150 Schüler
der Grundschule benötigten nur zehn Sekunden mehr. Zwei Grundschüler waren zudem besonders gut vorbereitet.
Mit Hilfe der Arbeitsgemeinschaft Junge Sanitäter wurden Michael Klitz und Francis Winkelmann aus der vierten
Klasse als Verletzte präpariert. Mit dramatisch aussehenden verbrannten Händen und Platzwunden am Kopf
warteten sie auf das Eintreffen des Krankenwagens, während Lehrerin Corinna Knackstedt vermeintlich vom Feuer
eingeschlossen über die Drehleiter aus dem zweiten Stock "gerettet" wurde - unter dem Beifall ihrer
Schüler. Was für die Grundschüler mehr ein Gaudi war, hatte für die Feuerwehr und das Amt für
Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Halberstadt einen ernsten Hintergrund. Nach den Worten von Bodo Fuckert von
der Halberstädter Wachbereitschaft der Feuerwehr müssen solche Evakuierungsübungen unter Anleitung
der Feuerwehr einmal im Jahr absolviert werden. Sie sind Bestandteil der Brandschutzordnung von Schulgebäuden.
Wichtigster Punkt sei dabei, zu überprüfen, ob nicht durch bauliche Veränderungen der Zugang zum
zweiten Rettungsweg verstellt sei. Außerdem kann die Feuerwehr bei solchen Übungen auch einmal ihr Gerät
testen. Bei dieser Übung kam zum Beispiel das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug zum Einsatz - im Sportgang.
"Da kommen sie kaum noch hinterher", erklärte Bodo Fuckert. Zufrieden war die Feuerwehr auch mit dem
Verlauf der Übung: "Keine Probleme", hieß es gestern kurz aus dem Brandschutzamt der Stadt.
Zum Vergrößern auf die Bilder klicken
| 07.03.2003 | Jahreshauptversammlung des Feuerwehr-Fördervereins "St. Florian" Halberstadt | Förderverein "St. Florian" |
Da war selbst Stadtwehrleiter und Gründervater des Fördervereins
der Halberstädter Feuerwehr "Sankt Florian" Harald Böer freudig fassungslos. Der ansonsten
redegewandte Feuerwehrmann war über das Vertrauen der Mitglieder dem Vorstand gegenüber erfreut.
Stadtwehrleiter Böer: "Damit bescheinigt ihr uns, dass der Vorstand eine sehr gute Arbeit geleistet hat!"
Ebenso verschlug es dem ersten Vorsitzenden Stefan Walther fast die Sprache, angesichts des gut gefüllten
Schulungsraums der Feuer- und Umweltwache. Rund 70 Mitglieder und Gäste waren zur Jahreshauptversammlung
erschienen.
Der Verein zählt derzeit 106 Mitglieder, darunter sind sechs Unternehmen bzw. Verbände. Es
gelte weiterhin für die Feuerwehr zu werben, so Vorsitzender Walther. Die anfängliche Euphorie musste der
Realität weichen, denn die ersten Vorstellungen von der Vereinsgröße lagen mal bei 1000 Mitgliedern.
Noch sei man weit davon entfernt.
Derzeit seien rund 50 Prozent der Mitglieder auch in der Feuerwehr aktiv. Es gelte
aber, noch mehr Bürger, die weniger mit der Feuerwehr zu tun haben, in den Förderverein hinein zu bekommen,
sagte Stefan Walther. Der Vorstandsvorsitzende zog dann Bilanz: "Nicht ganz ohne Stolz freut sich der Vorstand,
dass seit geraumer Zeit bei der Feuerwehr Halberstadt mit den Ortsfeuerwehren Klein Quenstedt und Emersleben der
Förderverein immer mit dabei ist." Neben Mitgliedskarten, Aufklebern, einem neuem Logo und neuen
Briefkopfbögen gibt es seit kurzem auch eine erste Werbetafel des Fördervereins. Bei Veranstaltungen soll
sie künftig für die Arbeit werben. Pünktlich zur Jahreshauptversammlung konnte ein neuer "Sankt
Florian Bote" mit einem Umschlag in 4-Farb-DruckQualität präsentiert werden. Das Mitteilungsblatt
wird jedes Jahr herausgebracht und enthält neben Vereinsnachrichten mit dem jeweiligen Jahresbericht auch
Beiträge aus dem Feuerwehralltag. Pressemitteilungen und ausgewählte Fotos runden das Bild des
"Boten" ab. Zum Abschluss des Jahresberichtes gab der Vorsitzende einen kleinen Ausblick auf die
diesjährigen Vorhaben. So sei unter anderem eine Fahrt der Altersabteilung zu organisieren, die an die Müritz
führen soll, das Treffen der Ehemaligen sei in Halberstadt vorzubereiten. Ferner soll eine vierwöchige
Feuerwehrausstellung in der Rotunde der Halberstadtwerke ab August zu sehen sein und schließlich gelte es bei
der Durchführung eines Sportfestes am 1. November in Emersleben mit zu helfen und zu gestalten.
Der
Fördervereinschef Stefan Walther meinte zum Abschluss: "Es lohnt immer wieder, sich für die Feuerwehr
einzusetzen."
Zum Vergrößern auf die Bilder klicken
| 03.03.2003 | Neues Hilfeleistungslöschfahrzeug durch OB übergeben | Hauptberufliche Wachbereitschaft |
Am 3. März übergab Oberbürgermeister Hans-Georg Busch den Schlüssel für das neue
Hilfeleistungslöschfahrzeug an die Hauptberufliche Wachbereitschaft Halberstadt. Gleichzeitig wurde das bisher
durch die Wachbereitschaft genutzte Löschfahrzeug, der Ortsfeuerwehr Halberstadt zur Nutzung übergeben.
Das bisher durch die Ortsfeuerwehr genutzte Löschfahrzeug (Fahrgestell W 50, aus DDR-Produktion) wurde
ausgesondert bzw. umgebaut und kann somit der Ortsjugendfeuerwehr Halberstadt zur Pflege und Nutzung übergeben
werden.
Das neue HLF 16/20 wurde auf einem 18 Tonnen Fahrgestell MB Atego mit Automatikgetriebe von der Fa.
Schlingmann aufgebaut. Es verfügt weiterhin über eine eingebaute 5-Tonnen-Winde, pneumatischen Lichtmast
sowie umfangreiche Zusatzbeladung für die technische Hilfeleistung.
Zum Vergrößern auf die Bilder klicken
| 03.03.2003 | Auszeichnung für Hochwassereinsatz | Jugendfeuerwehr Halberstadt |
Am 03. März wurden anlässlich der Fahrzeugübergabe durch Oberbürgermeister Hans-Georg Busch
vier Schüler der Halberstädter Goetheschule mit der Hochwassermedaille 2002 des Landes Sachsen-Anhalt
ausgezeichnet.
Christin John, Mandy Meinecke, Tobias Mangert und Steffen Kelle haben während des
Elbehochwassers über fast eine Woche die Sammelstelle für Hilfsgüter in der Feuerwache betreut. In
dieser Zeit wurden ca. 16 Tonnen Hilfsgüter gesammelt, sortiert und verladen. Feuerwehrleute brachten diese
dann in die betroffenen Regionen.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken
| Feb. 2003 | Ortsfeuerwehr Emersleben zog Jahresbilanz 2002 | Ortsfeuerwehr Emersleben |
Noch ist ein großer Wunsch offen, aber die Feuerwehrleute in Emersleben geben die Hoffnung nicht auf.
Schließlich ist ein neues Löschfahrzeug nicht nur eine Frage von Schönheit oder Repräsentation,
sondern auch von Effizienz.
In der freiwilligen Feuerwehr des Halberstädter Ortsteils sind derzeit 34
Männer und Frauen organisiert, 19 von ihnen versehen den aktiven Dienst. Vier der 39 Mitglieder sind in der
Alters- und Ehrenabteilung, und elf lernen das Feuerwehr-Abc in der Jugendwehr.
Wehrleiter Martin Rapmund zeigte
sich zufrieden mit seiner Truppe, vor allem mit ihrer großen Einsatzbereitschaft. Das hätten nicht nur
die zehn Einsätze im vergangenen Jahr bewiesen, sondern auch die Unterstützung bei der Absicherung
zahlreicher Veranstaltungen in Emersleben. Im vergangenen Jahr wurden die Emerslebener Feuerwehrleute zu vier
Löscheinsätzen gerufen, einmal mussten sie einen Sturmschaden beseitigen, dreimal halfen sie bei
Hochwassereinsätzen, und zweimal rückten sie umsonst aus, weil automatische Brandmeldeanlagen Fehlalarm
ausgelöst hatten. Zweimal halfen die Emerslebener in Halberstadt mit - beim Löschen der Großbrände
in einem Baumarkt und einer Leichtbauhalle einer Betonfirma.
Auch beim vorbeugenden Brandschutz waren die
Emerslebener aktiv - sie kontrollierten 36 Hydranten und unterstützten mit neun Kameraden die Brandwachen im
Theater.
"Besonders stolz", sagte Martin Rapmund, "sind wir auf die Patenschaft mit der
Kindertagesstätte Emersleben. Wir spendeten zehn T-Shirts, die auch gleich zum Sportfest angezogen wurden und
offenbar zum Sieg verhalfen." Die Ortsfeuerwehr organisierte im vergangenen Jahr auch einen Wettkampf für
die Stadtwehr. Beim Kegeln, KKSchießen, Pusterohr- und Dartvergleich nutzten die Emerslebener ihren Heimvorteil
und gewannen den vom Förderverein St. Florian veranstalteten Wettbewerb. Doch auch bei den feuerwehrsportlichen
Vergleichen holten sich die Emerslebener mit dem dritten Rang eine gute Platzierung. Nach Wehrleiter Rapmund gab
Jugendfeuerwehrwartin Gabi Pitt einen Überblick über die Arbeit des vergangenen Jahres. Maria Bindseil
wechselte in die Reihen der aktiven Wehrleute, aber ihren Weggang machten zwei Neuzugänge in der Jugendwehr
wett. Stolz sei man besonders auf den ersten Platz beim Orientierungsmarsch der Kreisjugendfeuerwehr in
Güntersberge, sagte Pitt. Immerhin waren hierbei 17 Mannschaften am Start gewesen. Dankbar nahm Gabi Pitt die
Spende entgegen, die Stefan Walther, der Vorsitzende des Feuerwehr-Fördervereins St. Florian, während der
Versammlung übergab. Zu Wort hatte sich auch Ortsbürgermeister Erich Frowerk gemeldet, der sehr zufrieden
war mit der Entwicklung "seiner Feuerwehr." Rund um das Feuerwehrhaus habe sich in den vergangenen Jahren
"einiges entwickelt, worauf die Emerslebener zu recht stolz sein können", sagte Frowerk. Nicht umsonst
sei der Tag der offenen Tür 2002 trotz des Dauerregens ein Erfolg geworden.
Im Anschluss an die
Rechenschaftsberichte und Grußworte wurden Gabi Pitt und Jana Rapmund für ihre 20- bzw. 10jährige
Mitgliedschaft in der Wehr ausgezeichnet. Auch Beförderungen standen an. So wurde Hans-Jürgen Pitt zum
Hauptfeuerwehrmann und Sven Wilkerling und Benjamin Jaenich zu Feuerwehrmännern befördert.
| Jan. 2003 | Jahresbericht 2002 der Feuerwehr Halberstadt | Feuerwehr Halberstadt |
Mit Personalproblemen muss sich die Halberstädter Feuerwehr auseinandersetzen. Eigentlich müssten in
der freiwilligen Wehr mindestens 42 aktive Feuerwehrmänner ihren Dienst versehen, um auch auf große
Katastrophen in ihrem Verantwortungsbereich angemessen reagieren zu können. Zurzeit engagieren sich aber nur 34
aktive Mitglieder.
"Uns ist es leider nicht gelungen, den ehrenamtlichen Bereich der Wehr zu stärken",
schätzte Harald Böer ein. Man müsse verstärkt im Jugendbereich für die Arbeit der Feuerwehr
werben. "Wer zu uns kommt, muss mit Leib und Seele dabei sein", so Böer. Das hohe Niveau des
Brandschutzes, das man in der Kreisstadt habe, könne nicht gewährleistet werden, wenn nicht mehr Bürger
bereit seien, sich ehrenamtlich in diese wichtige Arbeit mit einzubringen. Verändert habe sich auch die
Besetzung der Hauptberuflichen Wachbereitschaft der Feuerwehr, die im zurückliegenden Jahr um drei Stellen auf
21 Mitarbeiter reduziert wurde. Der Schichtdienst rund um die Uhr sei mit 18 Kollegen abgesichert. Die Zahl der
Einsätze der Halberstädter Feuerwehr war im Jahr 2002 rückläufig. Rückte die Wehr 2001 noch
zu 978 Einsätzen aus, so waren es 2002 nur 917. "Ich bin mir sicher, dass unsere Arbeit im vorbeugenden
Brandschutz Früchte trägt", schätzte Harald Böer ein. Dazu trug nach seiner Meinung unter
anderem die rege Öffentlichkeitsarbeit bei. 42 Veranstaltungen wurden von immerhin 1179 Teilnehmern besucht.
1110 Stunden leisteten die Wehrmitglieder Feuersicherheitswachen.
Ein
Schwerpunkt der Einsatztätigkeit war im
Vorjahr die Bekämpfung von 157 Bränden. Nach Angaben des Amtes für Brandschutz konnten Dank des
schnellen Einsatzes der Wehr finanzielle Werte in Höhe von etwa 6,5 Millionen Euro vor der Vernichtung gerettet
werden. Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass ein Brandschaden von insgesamt etwa 2,6 Millionen Euro entstand.
Vor allem die fünf Großbrände in der Kreisstadt hätten diese Summe in die Höhe getrieben.
Erinnert wurde an den Großbrand in einem Baumarkt in Halberstadt an der Rabahne, wo im März allein ein
Schaden von etwa 750.000 Euro entstand. Insgesamt 50 Kameraden der Halberstädter Feuerwehr und aus umliegenden
Ortschaften kämpften dort mit neun Löschfahrzeugen gegen die Flammen. Nur drei Monate später quollen
dicke Rauchschwaden aus einem weiteren Geschäftshaus an der Rabahne. Das Ergebnis: ein Millionen-Schaden. Die
Feuerwehrmänner konnten aus dem Haus in buchstäblich letzter Minute einen Mann retten. Ein Großteil
der Feuerwehreinsätze, immerhin 669 im Jahr 2002, entfallen auf den Bereich Hilfeleistungen, der breit gefächert
ist.
Die Männer der Hauptberuflichen Wachbereitschaft und der
freiwilligen Wehr retteten unter anderem 31
Personen aus einer Notlage beziehungsweise wurden zu 21 Verkehrsunfällen gerufen, und entfernten in 14 Fällen
Verkehrshindernisse von der Straße. Spitzenreiter war die Rubrik Tierfundsachen. Mit dem eigens für das
Einfangen von herrenlosen Tieren angeschafften Einsatzfahrzeug wurden in 175 Fällen Tiere im Stadtgebiet
dingfest gemacht. Die Wetterkapriolen im alten Jahr spiegeln sich, ebenfalls in der Einsatzstatistik wider. Mussten
2001 26 Sturmschäden beseitigt werden, so waren es 2002 insgesamt 54. Neben zahlreichen Hochwassereinsätzen
an der Holtemme und beim Auspumpen von Kellern in Halberstadt, kamen die Kameraden bei der Jahrhundertflut an der
Elbe zum Hilfseinsatz. Im Gebäude der Feuerwache in der Theaterstraße wurden 16 Tonnen Hilfsgüter
für die Flutopfer gesammelt und an den Ort des Geschehens transportiert. Dabei halfen auch Schüler der
Goethe-Schule, die etwa 100 Stunden leisteten, erinnerte Harald Böer. Dass die Halberstädter Feuerwehrmänner
und -frauen eine engagierte Arbeit leisten, zeigen die Einsatzstunden, die sie zum Wohl der Bürger und der Stadt
unterwegs waren. 2002 waren es immerhin 3892 Stunden. Die 17 Löschfahrzeuge des Fuhrparkes absolvierten dabei
54 854 Kilometer.
News 2001 I News 2002 I News 2003 I News 2004 I News 2005 I News 2006 I News 2007 I News 2008 I News 2009 I News 2010 I