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News 2003


 
Dez. 2003Halberstädter Feuerwehrleute auf NachwuchssucheOrtsfeuerwehr Halberstadt

Die Halberstädter Feuerwehr sucht dringend Nachwuchs. Weil Arbeitsplätze fehlen, wandern potenzielle Mitglieder in den Westen ab. Mit speziellen Vergünstigungen und dem Werben von weiblichen Mitgliedern könnte Personalmangel entgegen gewirkt werden.
Harald Böer, Halberstadts Feuerwehrchef, hat Sorgen. Wenn, wie zurzeit, zwei seiner Feuerwehrleute wegen Krankheit ausfallen, kann er die Einsatzstärke der hauptberuflichen Wachbereitschaft nur noch gerade so aufrecht erhalten. Angesichts der großen finanziellen Sorgen, die die Stadt drücken, ist an eine notwendige personelle Aufstockung derzeit aber kaum zu denken.
18 Mitarbeiter umfasst die Halberstädter Berufsfeuerwehr. Das mag zunächst viel klingen, allerdings müssen mit ihnen nicht nur eine ständige Wachbereitschaft über 24 Stunden täglich und 365 Tage im Jahr abgesichert werden, sondern auch Urlaub und dienstfreie Tage. Vier Mann schieben an den Wochenenden Wachdienst, fünf Mann werktags. Wenn dann längere Krankheitsausfälle dazu kommen, wird es für Harald Böer problematisch. Glücklicherweise können die Berufsfeuerwehrleute im Ernstfall mit Verstärkung durch die Freiwillige Feuerwehr Halberstadt rechnen. "Wenn unsere Kräfte nicht ausreichen, wird die freiwillige Feuerwehr nachalarmiert. Notfalls alarmieren wir zusätzlich Feuerwehren unserer Ortsteile Emersleben und Klein Quenstedt oder von Nachbargemeinden", erläutert Böer. Doch auch die "Freiwilligen" haben Personalprobleme. Über 43 aktive Mitglieder verfügt die Halberstädter freiwillige Feuerwehr, etwa doppelt so viele sollten es eigentlich sein. In den Ortsteilen sieht es kaum besser aus. Zwar hat Klein Quenstedt mit 19 Mann gerade eine einsatzfähige Stärke erreicht, doch Emersleben mit 16 aktiven Feuerwehrleuten ist ein wenig das Sorgenkind des Feuerwehrchefs. Hauptursache liegt laut Böer im Fehlen von Arbeitsplätzen in der Region. "Unsere Nachwuchsarbeit ist gut, wir investieren viel Zeit und Engagement dafür. Zurzeit haben wir etwa 40 aktive jugendliche Feuerwehrleute in unseren Reihen. Doch oftmals kehren die Jugendlichen schon während der Lehre oder beim Einstieg in den Beruf der Region den Rücken, weil sie hier keine Arbeit finden. Dann profitieren andere von unserer guten Jugendarbeit", sagt der Feuerwehrchef. Da sich in Sachen Arbeit kurzfristig kaum etwas ändern dürfte, müsse man auf anderen Wegen an freiwillige Mitglieder herankommen. Ein Manko: in der Halberstädter Feuerwehr gibt es keine einzige aktive Frau. "Frauen erobern nach und nach andere Männerdomänen, warum soll da die Feuerwehr zurückstehen? Deshalb wollen wir in nächster Zeit verstärkt um Frauen werben", kündigt Harald Böer an. Besserung sei bereits in Sicht. Im Jugendbereich gebe es bereits mehrere Feuerwehrfrauen.
Zusätzlich könnte die Feuerwehr mit Vergünstigungen werben. "Denkbar wären freier Eintritt für kulturelle Veranstaltungen, für Sport- und Freizeiteinrichtungen oder auch Fitness-Studios. Das wird in manchen anderen Kommunen bereits praktiziert", so Böer. In den vergangenen Jahren habe man versucht, unter den anderen städtischen Bediensteten freiwillige Feuerwehrleute zu werben, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. "Man muss schon mit Liebe und Herzblut dabei sein, zwingen oder drängen wollen und können wir deshalb niemanden".
Am wenigsten Kopfzerbrechen bereitet dem Feuerwehr-Amtsleiter die technische Ausrüstung. Sowohl das neu gebaute Wach- und Gerätehaus, als auch die Fahrzeuge und anderen Geräte sind auf dem aktuellen Stand der Technik. Lediglich ein Löschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Emersleben müsste dringend ersetzt werden. Der W 50 stammt noch aus dem Jahr 1982. Zwar sei es bisher stets gelungen, das Fahrzeug einsatzbereit zu halten, doch mittlerweile gingen die Ersatzteile aus.

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24.12.2003Halberstädter Oberbürgermeister bei der "Heiligabend-Schicht" der BerufsfeuerwehrHauptberufliche Wachbereitschaft

Bereits vor der Wende statteten die jeweils zuständigen Behördenchefs den Halberstädter Feuerwehrleuten zu Heiligabend und Silvester einen Besuch ab. Die Tradition hielt sich bis heute und wurde am Mittwoch erstmals vom seit diesem Jahr amtierenden Oberbürgermeister Harald Hausmann fortgesetzt.
Zum Frühstück hatte die Heiligabend-Schicht der Halberstädter Berufsfeuerwehr Halberstadts Oberbürgermeister eingeladen. Gelegenheit für beide Seiten, in gelöster Atmosphäre über das abgelaufene Jahr zu plaudern und etwas über Familie und Dienst zu erzählen.
Die Bescherungszeit im Dienst zu erleben, ist für die vier Feuerwehrleute, die diesmal Dienst haben, nichts Ungewöhnliches. "Der Einsatz wird nach einem festgelegten Dienstplan geregelt, wobei untereinander getauscht werden kann. Wichtig ist, dass während der Feiertage eine Stärke von vier Mann nicht unterschritten wird. Wochentags haben jeweils fünf Mann Dienst. Es trifft halt jeden irgendwann einmal", meint Feuerwehr-Amtsleiter Harald Böer. Beim Frühstück, zu dem die Feuerwehrleute den Oberbürgermeister eingeladen hatten, erläutern sie ihre Arbeit, gehen aber auch auf Probleme ein. Größte Sorge der Brandbekämpfer ist die Personalstärke der freiwilligen Feuerwehr. Zur Sprache kommt aber auch die dringend notwendige Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos im Ortsteil Emersleben. Versprechen könne er angesichts der städtischen Finanzen nichts, allerdings wolle er zur verbesserten Zusammenarbeit der Feuerwehr mit anderen Organisationen beitragen, wo dies möglich sei, sichert Harald Hausmann zu.

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 Feuerwehr sichert Unternehmen VersicherungsrabatteHauptberufliche Wachbereitschaft

Seid 1998 bemüht sich die Stadt Halberstadt beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft um die Einstufung in eine günstigere Feuerwehrklasse. Kürzlich wurden diese Bemühungen belohnt, wie Harald Böer, Leiter des Amtes für Brandschutz und Hilfeleistung, informierte. In einer Skala von 1 bis 10 wurde die Stadt in die Feuerwehrklasse 4/5 eingestuft. Das sei für den Wirtschaftsstandort Halberstadt sehr wichtig. In der Kreisstadt ansässige Unternehmen erhalten dadurch bei industriellen Feuerversicherungen Rabatte von 2,5 bis 10 Prozent. "In Verbindung mit Brandmeldeanlagen werden Beitragsnachlässe in beträchtlicher Größenordnung gewährt", so Amtsleiter Böer. Nach seiner Meinung wurde damit die gute Organisation des Feuerschutzes in Halberstadt anerkannt. Obwohl es grosse Probleme bei der freiwilligen Feuerwehr gebe.
Die freiwillige Wehr zählt nur 38 aktive Freiwillige. Eine Stadt mit etwa 40.000 Einwohnern müsste eigentlich 80 bis 100 Aktive haben. Zurzeit sei auch auch nicht davon auszugehen, dass die bei der Feuerwehr klaffende Personallücke kurzfristig geschlossen werden kann, so Jörg Kelle. Die Kreisstadt habe die günstige Einstufung trotzdem erhalten, weil die Kommune eine hauptberufliche Wachbereitschaft hat und technisch sehr gut ausgestattet sei, so Harald Böer.

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Nov. 2003Treffen ehemaliger Feuerwehrmänner - Erinnerungen rund um St. FlorianFörderverein "St. Florian"

Aus Anlass des 90-jährigen Gründungsjubiläums der Berufsfeuerwehr in Halberstadt wurde 1999 ein Treffen der ehemaligen hauptberuflichen Angehörigen der Feuerwehr Halberstadt organisiert. Die Teilnahme an diesem, als einmalige Aktion geplanten Treffen war erfreulich groß. Im Ergebnis der Zusammenkunft war der Wunsch entstanden, die Veranstaltung jährlich zu wiederholen. In diesem Jahr wurde das 4. Treffen durchgeführt. Die Teilnehmer hatten sich vorgenommen, die Brand- und Katastrophenschutzschule in Heyrothsberge bei Magdeburg zu besuchen. Viele der ehemaligen Angehörigen hatten noch gute oder auch weniger gute Erinnerungen an diese Lehrstätte aus der Zeit ihrer Tätigkeit bei der Feuerwehr. Freundlich begrüßt und umfassend informiert wurden die Teilnehmer durch den Leiter der Einrichtung Herrn Lux und dem Fachlehrer Herrn Stephan. Nach der Besichtigungstour nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, im Schulungsraum der Feuerwehr Halberstadt sich über so manche Episode aus der sicher interessanten langjährigen Tätigkeit bei der Feuerwehr auszutauschen. Für Kaffee und Kuchen sorgte dank der Unterstützung durch die Halberstädter Bäcker und Konditoren GmbH der Feuerwehr Förderverein St. Florian Halberstadt. Für das 5. Treffen im nächsten Jahr ist eine Besichtigung des neu entstandenen Wasserstraßenkreuzes bei Magdeburg geplant.

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01.11.2003Jugendliche und "Senioren" wetteiferten gemeinsam um PokaleFörderverein "St. Florian"

Richtig spannend wurde es am vergangenen Sonnabendnachmittag im Gemeindehaus des Ortsteils Emersleben, Das Gebäude gleich neben der Feuerwehr wurde zum Austragungsort für einen Wettkampf oder besser gesagt für einen Wettbewerb der Mannschaften.
Diesmal hieß es nicht "Wasser marsch", sondern vielmehr konnte man sich in anderen Disziplinen, die es zu meistern galt, ausprobieren: Kegeln, Pusterohr, Dart und KK-Gewehr-Schießen standen auf dem Programm. Immerhin traten 10 Mannschaften an. Diesmal aktiv dabei; zwei Mitglieder aus dem Vorstand des Sankt-Florian-Fördervereins der Halberstädter Wehr, der übrigens Veranstalter dieser "Geselligkeitsspiele" war. Er stiftete auch den größeren der beiden Pokale, der für den Sieger vorbehalten war, denn Urkunden gab es diesmal nicht. Ein weiterer kleiner Pokal wurde vom Ortsbürgermeister Erich Frowerk gestiftet.
Dennoch, alle Mannschaften gaben ihr Bestes. Angetreten waren unter anderem die Altersabteilungen der Herren und Frauen der Wehren Klein Quenstedt und Emersleben, ferner die Freiwillige und Hauptberufliche Wehr Halberstadts sowie die Jugendfeuerwehren. Jede der Mannschaften hatte fünf Akteure, die im fairen Wettbewerb gegeneinander ins Rennen gingen. Aber, wie es im Sport nun einmal so ist, kann es bekanntermaßen nur einen Sieger geben, einen Zweitplazierten und einen Dritten. Mit 987 Punkten siegte wie im Vorjahr die Jugendmannschaft aus Emersleben, dahinter lag die Hauptberufliche Wache Halberstadts mit 950 Punkten und zu guter Letzt noch einmal Emersleben mit einer gemischten Mannschaft (Altersabteilung und Jugend) mit 912 Punkten. Klein Quenstedt stand an der vierten Stelle und die Mannschaft Nr. 6, darunter wie oben schon erwähnt zwei Vorstandsaktive, kam lediglich auf einen passablen fünften Platz (751 Punkte). Man war zufrieden, getreu dem Motto, "Dabei sein ist, alles". Vorstandsvorsitzender Stefan Walther fungierte als Schiedsrichter.
Danach stand das leibliche Wohl im Mittelpunkt: Kartoffelsalat und Bockwurst sowie zwei Getränke pro Person wurden gesponsert vom Förderverein. Es schmeckte allen gut, die Spiele machten allen Spaß, und daher ist es nur allzu sehr verständlich, dass es im kommenden Jahr wieder einen Wettkampf geben wird. Ziel sei es, den Pokal den Hausherren von Emersleben streitig zu machen, vielleicht ist dann auch der gesamte Vorstand vom Förderverein "Sankt Florian" als Mannschaft vollzählig.

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20.08.2003Ausstellung - Feuerwehr im Wandel der ZeitenHauptberufliche Wachbereitschaft
Ortsfeuerwehr Halberstadt
Förderverein "St. Florian"

Am 20.08.2003 eröffnete in Halberstadt die Feuerwehrausstellung "Feuerwehr im Wandel der Zeiten", die durch das Amt für Brandschutz und Hilfeleistung in Zusammenarbeit mit dem Feuerwehr Förderverein "St. Florian" und der Freiwilligen Feuerwehr Harsleben vorbereitet wurde. Eröffnet wurde die Ausstellung, in der Rotunde der Halberstädter Stadtwerke durch den Dezernenten Dr. Michael Haase. In seiner Eröffnungsrede hob er die Wichtigkeit ehrenamtlicher Arbeit in der heutigen Zeit besonders hervor. Einige nachdenkliche Worte fand auch Stadtwehrleiter Harald Böer. Die Schwierigkeiten, Feuerwehrnachwuchs zu gewinnen und auszubilden bereiten ihm immer größere Sorgen und er hofft, dass diese Ausstellung dazu beiträgt, dass Interesse für die Feuerwehr zu wecken. In der Ausstellung werden Präsentationen und Technisches Gerät aus verschiedenen Feuerwehrepochen gezeigt. Für das passende Rahmenprogramm sorgten die Kinder der Kindertagesstätte "Huckefloh". Sie gaben auf eine singende und spielerische Weise, Einblicke in den Alltag der Feuerwehrleute.
Die Ausstellung kann noch bis zum 20.09.2003 in der Rotunde der Halberstädter Stadtwerke besucht werden.

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13.08.2003Altersabteilung aus Wolfsburg zu GastOrtsfeuerwehr Halberstadt

Die Altersabteilung des Stadtfeuerwehrverbandes Wolfsburg, die 100 Mitglieder zählt, besuchte am Mittwoch den 13.08. die Vorharzstadt. Die Delegation aus der Partnerstadt Wolfsburg stand unter der Leitung des Stadtbrandmeisters Reinhard Otte, die Halberstädter wurden durch den Stadtwehrleiter Harald Böer begleitet.
Die Feuerwehrmänner und -frauen besuchten gemeinsam die Rappbodetalsperre in Wendefurth. Es gab eine interessante Führung vor Ort. Im Anschluss daran ging es nach Wernigerode zur Feuerwache und in das Feuerwehrmuseum.
Seinen Abschluss fand das Treffen der Feuerwehren aus Wolfsburg und Halberstadt mit einem gemeinsamen Abendessen in der Halberstädter Feuerwehrhalle. Dr. Michael Haase, Kultur- und Ordnungsdezernent der Stadt, begrüßte die Gäste. Er übermittelte Grüße des 0berbürgermeisters. Er würdigte den Tag, denn die Altersabteilung der Wehr sei ein wichtiger Bestandteil für eine Städtepartnerschaft wie diese. Er dankte Kamerad Haupt und seinem Team für den ausgerichteten Abend, an dem auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam.
Natürlich freute sich die Delegation, hier in Halberstadt zu sein, und deren Vorsitzender, Stadtbrandmeister Reinhard Otte, dankte allen für die herzliche Aufnahme. Er sagte: "Wir wollen die Partnerschaft der Wehren weiter pflegen und werden sehen, wie wir gemeinsam das eine oder andere auf die Beine stellen können."
Ein interessanter Abend ging mit diesem Treffen zu Ende, wobei man sich gegenseitig eine Wiederholung versprach. Einige der Wolfsburger Kameraden übrigens, die das erste Mal in Halberstadt weilten, staunten nicht schlecht über die schöne Fahrzeughalle der Halberstädter Wehr.

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11.07.2003Feuerwehrleute genießen großes VertrauenFeuerwehr Halberstadt

97 Prozent aller Deutschen und 95 Prozent aller Europäer haben ein "sehr hohes" bzw. "ziemlich hohes" Vertrauen zur Feuerwehr. Das ergab eine Umfrage des Verlags- und Direktmarketingunternehmens Reader's Digest, die in 18 Ländern Europas durchgeführt wurde.
Krankenschwestern und Piloten landeten auf den Plätzen 2 und 3. Wir, die Angehörigen der Feuerwehr, können überaus stolz sein auf die positive Aussage der Umfrage, allerdings bin ich mir eher unsicher, ob wir diesem Vertrauen immer und vor allem in Zukunft gerecht werden. Auf der einen Seite sind von den 48 Feuerwehren unseres Landkreises nur 12, das entspricht 25 Prozent, rund um die Uhr einsatzbereit. Selbst bei diesen 12 bin ich mir nicht sicher, ob die verantwortlichen Wehrleiter bei dem Begriff "Einsatzbereitschaft" auch klar wissen, worüber gesprochen wird.
In der Ausgabe der Volksstimme vom 1. Juli wurde über eine Feuerwehrübung in Wülperode berichtet. Ich habe große Achtung davor, wie der Kreisbrandmeister Kenzig die Probleme dargestellt hat. Um einen einfachen Wohnungsbrand zu löschen, müssen fünf Feuerwehren alarmiert werden. Nicht ausreichende Atemschutzgeräteträger für die Menschenrettung und die Brandbekämpfung stellten den Erfolg des Einsatzes in Frage. Richtig eingeschätzt wurde, dass nach 20 Minuten bis zum Wirksamwerden der Löschmaßnahmen das bei jedem Brand vorhandene Kohlenmonoxid seine lebensbedrohende Wirkung erzielt hätte. Nach dieser Zeit wäre die Brandausbreitung so weit fortgeschritten, dass ein Löscherfolg nur noch mit großem Aufwand erreicht werden könnte. Was letztlich mit einem Totalverlust des Gebäudes gleichzusetzen ist. Auf der anderen Seite wurden und werden Gelder für technische Ausstattungen ausgegeben, nur weil von der Feuerwehr angemahnt wird, dass sie ohne diese Technik nicht auskommen kann. So manche Feuerwehr musste unbedingt mit den teuren Rettungsgeräten "Schere und Spreizer" ausgerüstet werden, obwohl nur wenige Kilometer entfernt eine größere, rund um die Uhr einsatzbereite Feuerwehr diese Technik bereits vorhält und wegen der Erfahrungen auch sicherer einsetzen kann. Es ist natürlich wirkungsvoll, wenn zum Tag der offenen Tür ein Pkw mit diesem Gerät zerlegt wird. Aber muss es denn ausgerechnet ein mehrere tausend Euro teures Rettungsgerät für solche Spielereien sein? Bedenkt man, dass allein im Landkreis Halberstadt über 20 Feuerwehrfahrzeuge mehr vorhanden sind, als es die Ausrüstungsnorm vorschreibt, und diese dann entsprechende Kosten verursacht haben und verursachen, ist die Frage nach dem verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln durchaus berechtigt. Immer wieder liest man von feierlichen Übergaben von Fahrzeugen. Noch bis zur Wende wurde in so mancher Ortschaft der Grundschutz mit einem Tragkraftspritzenanhänger und organisiertem Vorspanndienst sicher gestellt. Heute muss es ein bis zu 250.000 Euro teures Löschfahrzeug mit allen möglichen Finessen sein. Vergessen wird dabei aber leider, dass dieses Fahrzeug gar nicht normgerecht besetzt werden kann und damit auch mit diesem Superauto der klar definierte gesetzliche Auftrag nicht erfüllt wird. Wieviel Verständnis und Vertrauen werden wir wohl bei der Lokalpolitik und letztendlich bei unseren Bürgern (Kunden) haben, wenn nicht klar erkannt wird, dass auch Brandschutz nicht in einem Geld freien Raum erbracht werden kann. Hut ab, vor den gerade kleineren Feuerwehren, die mangels Einsatzzahlen ihre Existenz mit Bürgernähe und als Kulturträger begründen. In der Gemeinde ist es nicht möglich, auf das Produkt Feuerschutz zu verzichten, aber das Ansehen und damit das Vertrauen wird Schaden nehmen, wenn das Produkt nicht die Erwartungen der Bürger erfüllt. Es ist dringend geboten, die kommunalen und kulturellen Feuerwehraufgaben zu trennen. Hier ist neues Denken gefragt. Feuerwehrvereine ohne "öffentlichen Feuerwehr-Auftrag" können weiter als Kulturträger ihres Ortes tätig sein. Die übrigen Einheiten, mit "öffentlichem Feuerwehr-Auftrag" erfüllen die an die Feuerwehr gestellten Aufgaben und Ansprüche. In der o. g. Ausgabe der Volksstimme wurde berichtet, dass die Ortsfeuerwehren in der Gemeinde Huy darüber nachdenken, eigene Feuerwehr Fördervereine zu gründen. Das halte ich für einen gangbaren Weg, um über die Vereinsarbeit eine Trennung von öffentlichen und kulturellen Feuerwehraufgaben zu erreichen. Das Vertrauen, dass unsere Vorgänger und auch wir erarbeitet haben, verlangt von uns allen, damit verantwortungsvoll umzugehen und es nicht durch Ignoranz zu untergraben.
Ich wünsche mir, dass es auch noch in der Zukunft positiv klingt, wenn die Bevölkerung von "ihrer Feuerwehr" spricht. Diese Tradition verpflichtet genauso wie der Sinnspruch: "Einer für alle - alle für Einen".

Harald Böer,
Stadtwehrleiter der Feuerwehr Halberstadt

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Juli 2003Einsatzbereitschaft während der Flutkatastrophe gewürdigtOrtsfeuerwehr Halberstadt
Ortsfeuerwehr Emersleben
Ortsfeuerwehr Klein Quenstedt

Fast ein Jahr nach dem Einsatz Halberstädter Feuerwehr-Kameraden bei der Flutkatastrophe wurden jetzt einige Aktive ausgezeichnet. Dazu waren am Dienstagabend die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren von Halberstadt, Klein Quenstedt und Emersleben sowie die Kameraden der Hauptberuflichen Wachbereitschaft und der Jugendfeuerwehr angetreten. Die Auszeichnung mit der Hochwasser-Medaille 2002 des Landes Sachsen-Anhalt nahm Dr. Michael Haase, Dezernent der Stadtverwaltung, im Beisein von Harald Böer, dem Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz vor. "Wir haben damals gesehen, mit welcher beispielloser Solidarität die Menschen zusammenstanden, um sich gegenseitig und anderen zu helfen", erinnerte Haase.
In diese Schar der Helfer hätten sich Angehörige der Ortsfeuerwehren Halberstadt, Emersleben und Klein Quenstedt eingereiht. Es mache Mut, wenn sich immer wieder Menschen finden, die uneigennützig und oft unter Zurückstellung eigener Interessen Hilfe und Unterstützung geben. "Dafür gilt ihnen ein ganz besonderes Dankeschön und Anerkennung", so Haase. Als sichtbares Zeichen dieser Dankbarkeit sollte die Medaille in Verbindung mit einer Urkunde in Anerkennung der bei der Bewältigung des Hochwassers im August 2002 vollbrachten Leistungen überreicht werden. Die vom Ministerpräsidenten Prof. Dr. Böhmer unterzeichnete Urkunden wurde an insgesamt 14 Wehrfrauen und -männer aus Halberstadt, Klein-Quenstedt, Emersleben und Wolfsburg verliehen. Betrüblich sei aber, dass das Land fast ein ganzes Jahr Zeit für diese Anerkennung benötigt habe. Es sei zu hoffen, dass die Umsetzung der jetzt nötigen Vorsorgemaßnahmen auf allen Behördenebenen nicht ebenfalls Jahre benötige, denn "nach dem Hochwasser ist auch vor dem Hochwasser".
Wieviel Wahrheit in dieser Aussage steckt, musste Halberstadt am 29. Juni erleben, als innerhalb weniger Minuten große Teile der Stadt durch Hagel, Starkregen und Sturm in Mitleidenschaft gezogen wurden. Gemeinsam mit dem THW hatten die Ortsfeuerwehren an diesem Tag fast 60 Einsätze. Auch für diese Leistungen sollte Dank gesagt werden.
Dr. Haase nutzte die Gelegenheit, sich noch einmal bei den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr für den ersten Platz bei den kreislichen Wettkämpfen zu bedanken. Die Jungen und Mädchen aus Klein Quenstedt schafften den 7. Platz. Auch der Pokal des Bürgermeisters ging an die Halberstädter Jugendfeuerwehr. Das sei so nicht zu erwarten gewesen.
Ortswehrleiter Thomas Dittmer erinnerte an diesem Tag daran, dass nicht nur den aktiven Hochwasserhelfern zu danken sei. Von den insgesamt 38 Aktiven hatten viele in Halberstadt zusätzliche Dienste abzusichern, um in der Stadt und Umgebung den Brandschutz an diesen Einsatztagen zu gewährleisten.

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05.07.2003Wettkampf der JugendfeuerwehrenJugendfeuerwehr Halberstadt

Am Samstag den 05.07.2003 trafen sich 17 Mannschaften aus 15 Jugendfeuerwehren auf dem Sportplatz in Zilly. Angetreten waren die Floriansjünger um den Kreispokal und den Pokal des Bürgermeisters in der Disziplin Löschangriff nass unter sich aus zu fechten. Titelverteidiger des Pokals des Bürgermeisters ist schon seit mehreren Jahren die Jugendfeuerwehr Halberstadt. Den Kreispokal hatte im vorigen Jahr die Jugendfeuerwehr Zilly in ihre Gemeinde geholt. Die Zuschauer sahen spannende Wettkämpfe und die Kinder und Jugendlichen gaben alles. Am Ende errang die Halberstädter Wehr den Bürgermeisterpokal in einer Zeit von 52 Sekunden. Das Training hatte sich für die Halberstädter gelohnt, konnten sie doch auch noch den Kreispokal zum wiederholten Male mit einer Zeit von 61 Sekunden verteidigen.

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21.05.2003Feuerwehrmänner aus Banska-Bystrica zu Besuch in HalberstadtFeuerwehr Halberstadt

Seit der Unterzeichnung eines Patenschaftsvertrages zwischen den Wehren aus Banska-Bystrica und Halberstadt besuchte bereits zum dritten Mal eine Delegation von Feuerwehrangehörigen aus Banska-Bystrica Halberstadt.
Eine Vorbereitungsgruppe von Halberstädter Feuerwehrangehörigen stellte für den Besuchszeitraum vom 21. bis zum 25. Mai ein umfangreiches und attraktives Programm zusammen. Neben der Besichtigung der Feuerwehrtechnik stand auch ein Besuch der beiden Ortsteile der Stadt und deren Gerätehäusern auf dem Programm. Einem Ortsrundgang in Emersleben folgte die Besichtigung der Wassermühle in Klein Quenstedt. Dem Wunsch der Gäste aus Banska-Bystrica entsprechend, war außerdem ein Ausflug in die Umgebung von Halberstadt organisiert worden. Nach einem Tripp zum Hexentanzplatz und einer Fahrt auf der Sommerrodelbahn schloss sich eine Wanderung im Bodetal an. Ein besonderer Höhepunkt während des Aufenthaltes der Gäste war für diese die Katastrophenschutzübung, die sie als fachkundige Beobachter begleiteten. Die Besucher aus Banska-Bystrica waren begeistert über das perfekte Zusammenwirken der Einsatzkräfte. Mit Video-Kamera und Fotoapparaten hielten sie das Geschehen für die Feuerwehrkollegen zu Hause fest. Auf großes Interesse bei den Gästen stieß auch die Visite in der Halberstädter Würstchen und Konservenfabrik. Die Freude über kleine Begrüßungsgeschenke war groß. Dann folgte der offizielle Empfang der Gäste. Dieser fand im Dorfgemeinschaftshaus Emersleben statt. Dezernent Dr. Michael Haase begrüßte die Besucher und wünschte allen für die folgenden Jahre viel Erfolg bei der Ausgestaltung der Patenschaften. Dankesworte richtete der Leiter der Delegation aus Banska-Bystrica, Juray Kliment, Wehrleiter der Feuerwehr im Ortsteil Salkova an die Gastgeber. Er nutzte die Gelegenheit und überbrachte den Kameraden der Halberstädter Feuerwehren zum 80-jährigen Bestehen seiner Wehr im Jahr 2004 eine Gegeneinladung. Und noch eine Überraschung wartete auf die Besucher: Sie erhielten vom Wirt des Dorfgemeinschaftshauses Emersleben ein kleines Geschenk. So verlebten die Feuerwehrmänner aus Banska-Bystrica schöne und abwechslungsreiehe Tage in Halberstadt. Möglich wurde diese Geste der Gastfreundschaft allerdings nur durch die große Unterstützung von allen Seiten. Dank sagen die Organisatoren deshalb der Stadtverwaltung Halberstadt, besonders dem Kulturamt, dem Feuerwehrförderverein "Sankt Florian" und zahlreichen Halberstädter Unternehmen.

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06.05.2003Einsatzübung - Ordnungsamtschefin wurde aus Büro gerettetOrtsfeuerwehr Halberstadt

Am Dienstagabend quollen in Halberstadt aus dem Bürogebäude in der Gleimstraße 8 dicke Rauchwolken. Kurze Zeit später fuhren auch schon die Fahrzeuge der Halberstädter Feuerwehr zum Einsatzort. Dort wurden nach kurzen Einweisungen die roten Schläuche entrollt und die Leitern von den Dächern der Feuerwehrfahrzeuge genommen. Es galt, aus dem oberen Geschoss zwei Personen zu retten, die durch den Qualm in ihren Zimmern eingeschlossen waren. Die Leitern wurden an die Fenster gestellt, und die Feuerwehrmänner kletterten in die Fenster zu den eingeschlossenen Personen. Die wurden mit einer Leine gesichert und über die Leitern in Sicherheit gebracht. Gleichzeitig bahnten sich andere Feuerwehrmänner unter Pressluftatemgeräten den Weg durch den dichten Rauch, um den Brandherd zu löschen. Was so dramatisch klingt, stellte sich schnell als eine Einsatzübung der Ortsfeuerwehr Halberstadt heraus. Die Kameraden trainierten unter praxisnahen Bedingungen die Menschenrettung und Brandbekämpfung, um im Ernstfall gerüstet zu sein, wenn Personen aus ähnlichen Notlagen gerettet werden müssen. Bei dieser Übung wurde unter anderem die Ordnungsamtsleiterin der Stadt Halberstadt, Heidi Wilde, aus ihrem Büro "gerettet". Anschließend sagte sie: "Ich habe mich jederzeit in sicheren Händen gefühlt". Als Ergebnis der Übung kann gesagt werden, dass die Feuerwehrleute ihr Handwerk verstehen und in der Lage sind, solche Ereignisse zu beherrschen. Die wenigen Fehler wurden in der anschließenden Auswertung angesprochen, um sie zukünftig zu vermeiden. Ein Lob von Ortswehrleiter Thomas Dittmer erhielt auch der erst vor kurzem als Gruppenführer eingesetzte Kamerad Marco Brand. Er leitete seinen ersten Einsatz als Gruppenführer und war somit für das erfolgreiche Handeln der Feuerwehrkräfte verantwortlich. Solche oder ähnliche Ereignisse können jederzeit und an jedem Ort stattfinden. Die in Not geratenen Personen sind dann froh, wenn ihnen Hilfe zuteil wird. Um diese Hilfe jederzeit zu gewähren, ist das Engagement Vieler notwendig. Wer ebenfalls anderen Menschen in Notlagen zu Hilfe kommen möchte, kann Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Halberstadt werden. Jeden Dienstagabend treffen sich die Kameraden in der Feuer- und Umweltwache Halberstadt, Am Breiten Tor 2. Interessenten können sich dort oder unter der Telefonnummer (03941) 55 13 70 melden. Jede zusätzliche helfende Hand wird benötigt und der Dank der aus Notlagen befreiten Menschen ist der Lohn für diese schöne Aufgabe.

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02.05.2003Pokalschießen um den Pokal des OberbürgermeistersHauptberufliche Wachbereitschaft

Am 02.05.2003 fand zum zweiten Mal das Pokalschießen um den Pokal des Oberbürgermeisters statt. Der Wettkampf wurde im Rahmen des Festes zum 100. Geburtstag der Straßenbahn durchgeführt. Eine Mannschaft der Hauptberuflichen Wachbereitschaft trat als Pokalverteidiger an, da der Pokal im Vorjahr erstmals durch uns errungen wurde. Insgesamt hatten sich 5 Mannschaften für das Schießen gemeldet. Leider war die Konkurrenz in diesem Jahr sehr stark. Wir mußten den Pokal an eine Mannschaft von WSW Halberstadt abgeben. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr.

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01.05.2003Hechtsplatz mit Fackelumzug freigegebenOrtsfeuerwehr Emersleben

 Hechtsplatz mit Fackelumzug freigegeben

Erstmals nach der Sanierung des Hechtsplatzes konnte dort am Vorabend des 1. Mai der traditionelle Fackelumzug durch Emersleben starten. Zuvor gratulierten die Offiziellen und die Jüngsten aus dem Kindergarten dem ältesten Emerslebener Walter Godisch zum 90. Geburtstag. Mit den Halberstädter "Landmusikanten" an der Spitze brachten die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr den Maibaum zum Hechtsplatz. Hier wurde dieser gemeinsam aufgestellt, und die Jüngsten aus der Kindereinrichtung hatten dazu ein kleines musikalisches Programm vorbereitet. Ortsbürgermeister Erich Frowerk brachte die Freude der Emerslebener darüber zum Ausdruck, dass das zweite große Vorhaben zur Dorferneuerung jetzt abgeschlossen wurde. OB Hans-Georg Busch musste einräumen, dass es in diesem Jahr eine Pause gibt, dass es aber Ziel sei, 2004 die Dorferneuerung wieder finanziell zu untersetzen. Zur Verschönerung des Dorfbildes tragen drei Langzeitarbeitslose bei, die als ABM beschäftigt werden. Der OB hob das breite kulturelle Leben im Ortsteil und die sieben aktiven Vereine hervor, die auch weiterhin finanziell unterstützt werden sollen. Die Stadt suche nach Ersatz für zwei Firmen des Gewerbegebietes, habe die Preise für Eigenheimbauland reduziert, der Radweg nach Halberstadt wurde ausgebaut und ein Biotop errichtet. Dann wurde das traditionelle rote Band für die Freigabe des Hechtsplatzes durchschnitten. Die Baumaßnahme, deren Gesamtkosten 140.000 Euro umfasste, begann am 22. Oktober 2002.

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21.06.2003Tag der offenen Tür 2003Ortsfeuerwehr Halberstadt

Alljährlich lädt die Halberstädter Feuerwehr zu einem Tag der offenen Tür ein. Doch am Sonnabend gab es auch eine Premiere: Erstmals wurden die Gäste durch die Gebäude der Feuerwache geführt. "Wir wurden schon öfter aus der Bevölkerung nach einer Führung gefragt", sagte Thomas Dittmer, der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, die auch diesmal den Hut für die Organisation des Tages auf hatte. Und so begab sich eine größere Gruppe auf den Rundgang. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren viel in die Feuerwehrgebäude und -technik investiert. 14 Fahrzeuge stehen für Einsätze bereit - vom Pkw bis zur modernen Drehleiter. Außerdem hält die Stadt freiwillig eine 21-köpfige hauptamtliche Wachmannschaft vor. Aber auf die freiwilligen Feuerwehrkräfte kann niemand verzichten angesichts der 1000 Einsätze im Jahr, weiß Dittmer. Die Freiwilligen sind bei etwa 70 Einsätzen dabei, also rein statistisch ein bis zweimal pro Woche. Doch vor diesem Hintergrund drücken Nachwuchssorgen. Denn mit 37 aktiven Einsatzkräften ist die Freiwillige unterhalb der Mindestverordnung von 42 Leuten. "Unsere Leute sind ganz schön belastet." Die Wehrleitung würde die Arbeit gern auf breitere Schultern verteilen. So dient dieser Tag der offenen Tür alljährlich der Werbung für die Feuerwehr. Doch weiß man, dass es eher die Ausnahme ist, dass sich ein 25 jähriger als Neuling bei der Feuerwehr anmeldet. Also bleibt vor allem der Weg, die Kinder an die Feuerwehr heranzuführen. 30 Mädchen und Jungen zählt die Jugendwehr. Und nach solch einem Tag der offenen Tür melden sich immer mal wieder einige an, "Die meisten unserer Mitglieder, die heute zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, haben mit der Gründung der Jugendwehr angefangen", sagte Dittmer. Die Probleme freilich treten auf, wenn die Jugendlichen von der Jugendwehr in die aktiven Dienst treten könnten. Viele ziehen weg, weil es hier nicht genügend Lehrstellen gibt. Die Angebote am Sonnabend richteten sich somit vor allem an die Kinder. Beliebt wie eh und je waren die kleinen Stadtrundfahrten mit dem Löschauto. Mit der Kübelspritze wurde Feuer gelöscht, und wer wollte, konnte sich mal ans Steuer eines Lösch-Trucks oder der Drehleiter setzen. Am Abend gab es den traditionellen Lampionumzug, angeführt diesmal vom Spielmannszug aus Langenstein. Sorgen, dass im Notfall die Einsatzkräfte fehlen, muss man sich indes wohl noch nicht machen. "Bisher hat immer alles geklappt, Das ist dem Engagement der Kameraden zu verdanken", sagte Dittmer. Froh und dankbar ist er, dass die Arbeitgeber der freiwilligen Feuerwehrleute dieses Engagement unterstützen. Wer im Erwachsenenalter ist und vielleicht Interesse an einer Mitarbeit bei der Halberstädter Feuerwehr hat, ist dienstags ab 19 Uhr zum Dienstabend gern gesehen, sagte Thomas Dittmer. "Man kann sich ja erst mal alles ansehen."

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15.04.2003Mit Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnetFeuerwehr Halberstadt

Eine besondere Ehrung erhielten am 15.04.2003 die Feuerwehrmänner Harald Böer aus Langenstein und Hans- Joachim Dreikandt aus Dingelstedt vor dem Kreistag. Beide wurden mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, der höchsten Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbandes, ausgezeichnet. Harald Böer hat sich in vielen Funktionen auf Kreis-, Stadt- und Gemeindeebene verdient gemacht. Hans-Joachim Dreikandt war langjähriger Kreisbrandmeister.

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10.04.2003Evakuierungsübung an der Grund- und Sekundarschule "Am Paulsplan"Hauptberufliche Wachbereitschaft

Eine Brandschutzübung in der Grund- und Sekundarschule "Am Paulsplan" endete am 10.04.2003 ohne Probleme. Das Brandschutzamt der Stadtverwaltung und die Hauptwache der Feuerwehr zogen eine positive Bilanz. Die insgesamt 370 Schüler benötigten für die Räumung der beiden Gebäude kaum mehr als eine Minute.
Die Miriam-Lundner-Grundschule steckt vielen Schulleitern noch in den Knochen. Brandschutz heißt das Angst einflößende Thema. Gibt es in diesem Bereich Mängel, droht die Schulschließung. Die konnte bei der Lundner-Schule im letzten Moment durch Investitionen verhindert werden. Für die Grund- und Sekundarschule "Am Paulsplan" bestand diese Befürchtung nicht. Die jüngste Brandschutzübung hat beiden Schulen ein gutes Ergebnis bescheinigt. Innerhalb von sieben Minuten war die Feuerwehr gestern nach Auslösung des Alarms an der Schule. Fahrzeug mit Drehleiter positionieren, zweimal hochfahren und Personen aus dem zweiten Obergeschoss bergen, kosteten weitere zehn Minuten wertvolle Zeit. Nach Einschätzung der Fachleute vor Ort eine dennoch gute Zeit, auch wenn die Anfahrzeit der Feuerwehr vergleichsweise lang war. Allerdings müsse dabei beachtet werden, dass die Fahrzeuge über die Schützenstraße und Antoniusstraße einen relativen großen Umweg nehmen müssten. Wäre allerdings eine ganze Schulklasse nach einem Brand im Obergeschoss eingeschlossen, wäre eine Bergung über die Drehleiter sehr zeitaufwändig. Top-Zeiten bei der Räumung des Schulgebäudes lieferten die Schüler beider Schulen ab. Die 220 Jungen und Mädchen der Sekundarschule hatten in nur 55 Sekunden das gesamte Gebäude geräumt. Die 150 Schüler der Grundschule benötigten nur zehn Sekunden mehr. Zwei Grundschüler waren zudem besonders gut vorbereitet. Mit Hilfe der Arbeitsgemeinschaft Junge Sanitäter wurden Michael Klitz und Francis Winkelmann aus der vierten Klasse als Verletzte präpariert. Mit dramatisch aussehenden verbrannten Händen und Platzwunden am Kopf warteten sie auf das Eintreffen des Krankenwagens, während Lehrerin Corinna Knackstedt vermeintlich vom Feuer eingeschlossen über die Drehleiter aus dem zweiten Stock "gerettet" wurde - unter dem Beifall ihrer Schüler. Was für die Grundschüler mehr ein Gaudi war, hatte für die Feuerwehr und das Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Halberstadt einen ernsten Hintergrund. Nach den Worten von Bodo Fuckert von der Halberstädter Wachbereitschaft der Feuerwehr müssen solche Evakuierungsübungen unter Anleitung der Feuerwehr einmal im Jahr absolviert werden. Sie sind Bestandteil der Brandschutzordnung von Schulgebäuden. Wichtigster Punkt sei dabei, zu überprüfen, ob nicht durch bauliche Veränderungen der Zugang zum zweiten Rettungsweg verstellt sei. Außerdem kann die Feuerwehr bei solchen Übungen auch einmal ihr Gerät testen. Bei dieser Übung kam zum Beispiel das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug zum Einsatz - im Sportgang. "Da kommen sie kaum noch hinterher", erklärte Bodo Fuckert. Zufrieden war die Feuerwehr auch mit dem Verlauf der Übung: "Keine Probleme", hieß es gestern kurz aus dem Brandschutzamt der Stadt.

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07.03.2003Jahreshauptversammlung des Feuerwehr-Fördervereins "St. Florian" HalberstadtFörderverein "St. Florian"

Da war selbst Stadtwehrleiter und Gründervater des Fördervereins der Halberstädter Feuerwehr "Sankt Florian" Harald Böer freudig fassungslos. Der ansonsten redegewandte Feuerwehrmann war über das Vertrauen der Mitglieder dem Vorstand gegenüber erfreut. Stadtwehrleiter Böer: "Damit bescheinigt ihr uns, dass der Vorstand eine sehr gute Arbeit geleistet hat!" Ebenso verschlug es dem ersten Vorsitzenden Stefan Walther fast die Sprache, angesichts des gut gefüllten Schulungsraums der Feuer- und Umweltwache. Rund 70 Mitglieder und Gäste waren zur Jahreshauptversammlung erschienen.
Der Verein zählt derzeit 106 Mitglieder, darunter sind sechs Unternehmen bzw. Verbände. Es gelte weiterhin für die Feuerwehr zu werben, so Vorsitzender Walther. Die anfängliche Euphorie musste der Realität weichen, denn die ersten Vorstellungen von der Vereinsgröße lagen mal bei 1000 Mitgliedern. Noch sei man weit davon entfernt.
Derzeit seien rund 50 Prozent der Mitglieder auch in der Feuerwehr aktiv. Es gelte aber, noch mehr Bürger, die weniger mit der Feuerwehr zu tun haben, in den Förderverein hinein zu bekommen, sagte Stefan Walther. Der Vorstandsvorsitzende zog dann Bilanz: "Nicht ganz ohne Stolz freut sich der Vorstand, dass seit geraumer Zeit bei der Feuerwehr Halberstadt mit den Ortsfeuerwehren Klein Quenstedt und Emersleben der Förderverein immer mit dabei ist." Neben Mitgliedskarten, Aufklebern, einem neuem Logo und neuen Briefkopfbögen gibt es seit kurzem auch eine erste Werbetafel des Fördervereins. Bei Veranstaltungen soll sie künftig für die Arbeit werben. Pünktlich zur Jahreshauptversammlung konnte ein neuer "Sankt Florian Bote" mit einem Umschlag in 4-Farb-DruckQualität präsentiert werden. Das Mitteilungsblatt wird jedes Jahr herausgebracht und enthält neben Vereinsnachrichten mit dem jeweiligen Jahresbericht auch Beiträge aus dem Feuerwehralltag. Pressemitteilungen und ausgewählte Fotos runden das Bild des "Boten" ab. Zum Abschluss des Jahresberichtes gab der Vorsitzende einen kleinen Ausblick auf die diesjährigen Vorhaben. So sei unter anderem eine Fahrt der Altersabteilung zu organisieren, die an die Müritz führen soll, das Treffen der Ehemaligen sei in Halberstadt vorzubereiten. Ferner soll eine vierwöchige Feuerwehrausstellung in der Rotunde der Halberstadtwerke ab August zu sehen sein und schließlich gelte es bei der Durchführung eines Sportfestes am 1. November in Emersleben mit zu helfen und zu gestalten.
Der Fördervereinschef Stefan Walther meinte zum Abschluss: "Es lohnt immer wieder, sich für die Feuerwehr einzusetzen."

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03.03.2003Neues Hilfeleistungslöschfahrzeug durch OB übergebenHauptberufliche Wachbereitschaft

Am 3. März übergab Oberbürgermeister Hans-Georg Busch den Schlüssel für das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug an die Hauptberufliche Wachbereitschaft Halberstadt. Gleichzeitig wurde das bisher durch die Wachbereitschaft genutzte Löschfahrzeug, der Ortsfeuerwehr Halberstadt zur Nutzung übergeben. Das bisher durch die Ortsfeuerwehr genutzte Löschfahrzeug (Fahrgestell W 50, aus DDR-Produktion) wurde ausgesondert bzw. umgebaut und kann somit der Ortsjugendfeuerwehr Halberstadt zur Pflege und Nutzung übergeben werden.
Das neue HLF 16/20 wurde auf einem 18 Tonnen Fahrgestell MB Atego mit Automatikgetriebe von der Fa. Schlingmann aufgebaut. Es verfügt weiterhin über eine eingebaute 5-Tonnen-Winde, pneumatischen Lichtmast sowie umfangreiche Zusatzbeladung für die technische Hilfeleistung.

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03.03.2003Auszeichnung für HochwassereinsatzJugendfeuerwehr Halberstadt

Am 03. März wurden anlässlich der Fahrzeugübergabe durch Oberbürgermeister Hans-Georg Busch vier Schüler der Halberstädter Goetheschule mit der Hochwassermedaille 2002 des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.
Christin John, Mandy Meinecke, Tobias Mangert und Steffen Kelle haben während des Elbehochwassers über fast eine Woche die Sammelstelle für Hilfsgüter in der Feuerwache betreut. In dieser Zeit wurden ca. 16 Tonnen Hilfsgüter gesammelt, sortiert und verladen. Feuerwehrleute brachten diese dann in die betroffenen Regionen.

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Feb. 2003Ortsfeuerwehr Emersleben zog Jahresbilanz 2002Ortsfeuerwehr Emersleben

Noch ist ein großer Wunsch offen, aber die Feuerwehrleute in Emersleben geben die Hoffnung nicht auf. Schließlich ist ein neues Löschfahrzeug nicht nur eine Frage von Schönheit oder Repräsentation, sondern auch von Effizienz.
In der freiwilligen Feuerwehr des Halberstädter Ortsteils sind derzeit 34 Männer und Frauen organisiert, 19 von ihnen versehen den aktiven Dienst. Vier der 39 Mitglieder sind in der Alters- und Ehrenabteilung, und elf lernen das Feuerwehr-Abc in der Jugendwehr.
Wehrleiter Martin Rapmund zeigte sich zufrieden mit seiner Truppe, vor allem mit ihrer großen Einsatzbereitschaft. Das hätten nicht nur die zehn Einsätze im vergangenen Jahr bewiesen, sondern auch die Unterstützung bei der Absicherung zahlreicher Veranstaltungen in Emersleben. Im vergangenen Jahr wurden die Emerslebener Feuerwehrleute zu vier Löscheinsätzen gerufen, einmal mussten sie einen Sturmschaden beseitigen, dreimal halfen sie bei Hochwassereinsätzen, und zweimal rückten sie umsonst aus, weil automatische Brandmeldeanlagen Fehlalarm ausgelöst hatten. Zweimal halfen die Emerslebener in Halberstadt mit - beim Löschen der Großbrände in einem Baumarkt und einer Leichtbauhalle einer Betonfirma.
Auch beim vorbeugenden Brandschutz waren die Emerslebener aktiv - sie kontrollierten 36 Hydranten und unterstützten mit neun Kameraden die Brandwachen im Theater.
"Besonders stolz", sagte Martin Rapmund, "sind wir auf die Patenschaft mit der Kindertagesstätte Emersleben. Wir spendeten zehn T-Shirts, die auch gleich zum Sportfest angezogen wurden und offenbar zum Sieg verhalfen." Die Ortsfeuerwehr organisierte im vergangenen Jahr auch einen Wettkampf für die Stadtwehr. Beim Kegeln, KKSchießen, Pusterohr- und Dartvergleich nutzten die Emerslebener ihren Heimvorteil und gewannen den vom Förderverein St. Florian veranstalteten Wettbewerb. Doch auch bei den feuerwehrsportlichen Vergleichen holten sich die Emerslebener mit dem dritten Rang eine gute Platzierung. Nach Wehrleiter Rapmund gab Jugendfeuerwehrwartin Gabi Pitt einen Überblick über die Arbeit des vergangenen Jahres. Maria Bindseil wechselte in die Reihen der aktiven Wehrleute, aber ihren Weggang machten zwei Neuzugänge in der Jugendwehr wett. Stolz sei man besonders auf den ersten Platz beim Orientierungsmarsch der Kreisjugendfeuerwehr in Güntersberge, sagte Pitt. Immerhin waren hierbei 17 Mannschaften am Start gewesen. Dankbar nahm Gabi Pitt die Spende entgegen, die Stefan Walther, der Vorsitzende des Feuerwehr-Fördervereins St. Florian, während der Versammlung übergab. Zu Wort hatte sich auch Ortsbürgermeister Erich Frowerk gemeldet, der sehr zufrieden war mit der Entwicklung "seiner Feuerwehr." Rund um das Feuerwehrhaus habe sich in den vergangenen Jahren "einiges entwickelt, worauf die Emerslebener zu recht stolz sein können", sagte Frowerk. Nicht umsonst sei der Tag der offenen Tür 2002 trotz des Dauerregens ein Erfolg geworden.
Im Anschluss an die Rechenschaftsberichte und Grußworte wurden Gabi Pitt und Jana Rapmund für ihre 20- bzw. 10jährige Mitgliedschaft in der Wehr ausgezeichnet. Auch Beförderungen standen an. So wurde Hans-Jürgen Pitt zum Hauptfeuerwehrmann und Sven Wilkerling und Benjamin Jaenich zu Feuerwehrmännern befördert.

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Jan. 2003Jahresbericht 2002 der Feuerwehr HalberstadtFeuerwehr Halberstadt

Mit Personalproblemen muss sich die Halberstädter Feuerwehr auseinandersetzen. Eigentlich müssten in der freiwilligen Wehr mindestens 42 aktive Feuerwehrmänner ihren Dienst versehen, um auch auf große Katastrophen in ihrem Verantwortungsbereich angemessen reagieren zu können. Zurzeit engagieren sich aber nur 34 aktive Mitglieder. "Uns ist es leider nicht gelungen, den ehrenamtlichen Bereich der Wehr zu stärken", schätzte Harald Böer ein. Man müsse verstärkt im Jugendbereich für die Arbeit der Feuerwehr werben. "Wer zu uns kommt, muss mit Leib und Seele dabei sein", so Böer. Das hohe Niveau des Brandschutzes, das man in der Kreisstadt habe, könne nicht gewährleistet werden, wenn nicht mehr Bürger bereit seien, sich ehrenamtlich in diese wichtige Arbeit mit einzubringen. Verändert habe sich auch die Besetzung der Hauptberuflichen Wachbereitschaft der Feuerwehr, die im zurückliegenden Jahr um drei Stellen auf 21 Mitarbeiter reduziert wurde. Der Schichtdienst rund um die Uhr sei mit 18 Kollegen abgesichert. Die Zahl der Einsätze der Halberstädter Feuerwehr war im Jahr 2002 rückläufig. Rückte die Wehr 2001 noch zu 978 Einsätzen aus, so waren es 2002 nur 917. "Ich bin mir sicher, dass unsere Arbeit im vorbeugenden Brandschutz Früchte trägt", schätzte Harald Böer ein. Dazu trug nach seiner Meinung unter anderem die rege Öffentlichkeitsarbeit bei. 42 Veranstaltungen wurden von immerhin 1179 Teilnehmern besucht. 1110 Stunden leisteten die Wehrmitglieder Feuersicherheitswachen. Ein Schwerpunkt der Einsatztätigkeit war im Vorjahr die Bekämpfung von 157 Bränden. Nach Angaben des Amtes für Brandschutz konnten Dank des schnellen Einsatzes der Wehr finanzielle Werte in Höhe von etwa 6,5 Millionen Euro vor der Vernichtung gerettet werden. Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass ein Brandschaden von insgesamt etwa 2,6 Millionen Euro entstand. Vor allem die fünf Großbrände in der Kreisstadt hätten diese Summe in die Höhe getrieben. Erinnert wurde an den Großbrand in einem Baumarkt in Halberstadt an der Rabahne, wo im März allein ein Schaden von etwa 750.000 Euro entstand. Insgesamt 50 Kameraden der Halberstädter Feuerwehr und aus umliegenden Ortschaften kämpften dort mit neun Löschfahrzeugen gegen die Flammen. Nur drei Monate später quollen dicke Rauchschwaden aus einem weiteren Geschäftshaus an der Rabahne. Das Ergebnis: ein Millionen-Schaden. Die Feuerwehrmänner konnten aus dem Haus in buchstäblich letzter Minute einen Mann retten. Ein Großteil der Feuerwehreinsätze, immerhin 669 im Jahr 2002, entfallen auf den Bereich Hilfeleistungen, der breit gefächert ist. Die Männer der Hauptberuflichen Wachbereitschaft und der freiwilligen Wehr retteten unter anderem 31 Personen aus einer Notlage beziehungsweise wurden zu 21 Verkehrsunfällen gerufen, und entfernten in 14 Fällen Verkehrshindernisse von der Straße. Spitzenreiter war die Rubrik Tierfundsachen. Mit dem eigens für das Einfangen von herrenlosen Tieren angeschafften Einsatzfahrzeug wurden in 175 Fällen Tiere im Stadtgebiet dingfest gemacht. Die Wetterkapriolen im alten Jahr spiegeln sich, ebenfalls in der Einsatzstatistik wider. Mussten 2001 26 Sturmschäden beseitigt werden, so waren es 2002 insgesamt 54. Neben zahlreichen Hochwassereinsätzen an der Holtemme und beim Auspumpen von Kellern in Halberstadt, kamen die Kameraden bei der Jahrhundertflut an der Elbe zum Hilfseinsatz. Im Gebäude der Feuerwache in der Theaterstraße wurden 16 Tonnen Hilfsgüter für die Flutopfer gesammelt und an den Ort des Geschehens transportiert. Dabei halfen auch Schüler der Goethe-Schule, die etwa 100 Stunden leisteten, erinnerte Harald Böer. Dass die Halberstädter Feuerwehrmänner und -frauen eine engagierte Arbeit leisten, zeigen die Einsatzstunden, die sie zum Wohl der Bürger und der Stadt unterwegs waren. 2002 waren es immerhin 3892 Stunden. Die 17 Löschfahrzeuge des Fuhrparkes absolvierten dabei 54 854 Kilometer.

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