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Ein schwarzer Tag für Halberstadt. In der Nacht vom 6. zum 7.2. und in den frühen Morgenstunden drangen bislang unbekannte Täter in zwei Gaststätten ein. In beiden legten sie Brände.
Kornelia Oehmichen, Inhaberin der Gaststätte "Zum Rolandeck" weint hemmungslos, kann sich gar nicht beruhigen. Ihr
Mann nimmt sie in die Arme und tröstet sie vergeblich. Die Frau zittert am ganzen Leib. Bei Minus sechs Grad steht sie vor
ihrem Restaurant und schüttelt unter Tränen immer wieder fassungslos den Kopf. "Das darf alles gar nicht wahr
sein", stammelt sie mehr als sie spricht. Sie steht in der Kälte, hat über ihren Schlafanzug nur einen Mantel geworfen.
Aus dem Gastraum ihres Restaurants dringt Qualm. Fünf Feuerwehren stehen auf dem Hohenweg, 20 Feuerwehrleute sind im Einsatz.
Es ist 6.40 Uhr.
Was ist geschehen? "Die Gaststätte ist alarmgesichert", so Kornelia Oehmichen später. "Vom
Sicherheitsdienst erhielt ich einen Anruf, dass im Rolandeck der Alarm ausgelöst wurde. Mein Mann und ich haben uns nur
schnell Mäntel übergeworfen und sind los. Da dachte ich noch an einen Fehlalarm, hatte Angst, dass die Mieter des Hauses von
der Sirene wach werden und das wollte ich nicht. Als ich hier ankam, sah ich den Qualm, die Feuerwehrleute, die
Polizei." Dann versagt ihr die Stimme. Später sagt Kornelia Oehmichen: "Bei dem Anblick bekam ich weiche Knie. Ich
hatte Angst, dass den Menschen, die über der Gaststätte wohnen, etwas passiert ist. Aber zum Glück nicht. Das ist mein größter
und einziger Trost. Danke den Feuerwehrleuten, die innerhalb von fünf Minuten vor Ort waren."
Die Täter sind
wahrscheinlich durch ein Fenster eingestiegen, haben den Zigarettenautomaten gestohlen und die elektronische Kasse.
Anschließend haben sie im Restaurant Feuer gelegt.
Feuerwehreinsatzleiter Jörg Kelle: "Ein Trupp unserer Kameraden hat
gelöscht, ein anderer hat die Mieter geweckt und sie gebeten, in ihren Wohnungen zu bleiben und die Fenster geschlossen zu
halten. Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Die Mieter waren nicht in Gefahr."
Aber nicht nur ins Rolandeck wurde
eingebrochen. Auch die Gaststätte "Da Bruno", die von einem Italiener betrieben wird, wurde ein Opfer. Hier wütete das Feuer
noch schlimmer. Die Besitzerin, eine Frau aus Wolfenbüttel, die namentlich nicht genannt werden möchte, war vor Ort, sah sich
den Schaden an. Auch sie war völlig fassungslos ob des Ausmaßes der Schäden. "Halberstadt hat uns kein Glück
gebracht", sagt sie gegenüber der Volksstimme.
Als die Feuerwehren um 3.15 Uhr hier eintrafen, schlugen aus einem
Fenster bereits die Flammen. Aus drei Rohren wurden sie gelöscht. Dazu mussten die Kameraden Dachziegel abnehmen. Nach dem
Ende der Löscharbeiten dichteten sie das Dach wieder fachgerecht ab. "In diesem Gebäude sind die Brandschäden noch viel
schlimmer als im Rolandeck, so Jörg Kelle. "Dort sieht es durch den Qualm und das Löschen im Moment auch schlimm aus,
aber die Substanz hat nichts abbekommen."
Erst Anfang Dezember hatte Komelia Oehmichen ihr Restaurant eröffnet.
"Ich habe es mit viel Liebe eingerichtet, damit sich unsere Gäste wohlfühlen. Und wir haben auch sehr viel Zuspruch. Die
Leute kommen gern zu uns, genießen die Gemütlichkeit." Trotz dieses Rückschlags will die Inhaberin des Rolandeck
weitermachen. "Ich gebe bestimmt nicht auf! Ich musste in meinem Leben schon einen schlimmeren Schicksalsschlag überleben,
dann schaffe ich das hier auch", sagt sie. Wer hinter dem Einbruch steckt? "Ich habe keine Ahnung. Ich habe doch
niemandem etwas getan", sagt Kornelia Oehmichen unter Tränen.
Die Kriminalpolizei ermittelt. Sie geht in beiden Fällen
von Brandstiftung aus.
Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich gestern auf der B 79 zwischen Halberstadt und dem Schachdorf Ströbeck. Ein 19-jähriger fuhr mit einem Pkw die Bundesstraße aus Richtung Ströbeck kommend in Richtung Halberstadt, als er gegen 9.15 Uhr die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Der Pkw kam von der Straße ab, überschlug sich und blieb auf dem Dach im Straßengraben liegen. Sowohl der Fahrer als auch seine 16-jährige Beifahrerin sowie eine weitere Insassin im Alter von 17 Jahren mussten aufgrund ihrer Verletzungen durch den Rettungsdienst ins Klinikum gebracht werden. Die Halberstädter Feuerwehr barg die Verletzten und sicherte mit der Polizei den Unfallort.
Einen Großeinsatz hatte die Halberstädter Feuerwehr in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu bewältigen. Auf einer Ackerfläche
an der Klein Quenstedter Straße brannten rund 200 Strohballen.
Wie Schichtführer Frank Poerschke mitteilte, hätte der Einsatz
schichtübergreifend von 2.14 Uhr bis 14.12 Uhr gedauert. "Da die Strohballen bereits in voller Ausdehnung brannten, konnten
wir das Feuer nur unter Aufsicht abbrennen lassen", so Frank Poerschke. Zur Unterstützung der Wachbereitschaft sowie der
freiwilligen Feuerwehr ist ein Radlader des Technischen Hilfswerkes an dem Einsatz beteiligt gewesen.
Die Straße wurde aufgrund
der starken Rauchentwicklung vom Ordnungsamt mit Lampen und Baken abgesichert. Wie es zu dem Brand kam, ist indes noch ungeklärt.
Poerschke vermutet nur: "Von allein wird das bei dem Wetter nicht passiert sein". Der entstandene Sachschaden wird
auf knapp 7000 € geschätzt.
Noch bis zum Nachmittag war am Schauplatz Rauch zu sehen. "Allerdings geht davon keine
Gefahr mehr aus" informierte Frank Poerschke abschließend.
Am 17.01.2010 wurde die Feuerwehr von einem Halberstädter Wohnungsunternehmen beauftragt, angetauten Schnee von 2 Gebäuden zu
entfernen. Durch die Last des herabrutschenden Schnees waren bereits einige Balkondächer des Gebäudes in Mitleidenschaft
gezogen. Um weiteren Schaden abzuwenden wurden 32 Balkondächer vom Schnee befreit. Der Einsatz dauerte insgesamt fast 5 Stunden.
Seit Jahresbeginn wurden durch die Einsatzkräfte bereits 50 Einsätze im Zusammenhang mit den Schneefällen abgearbeitet. Zum
größten Teil handelte es sich dabei um Hilfeersuchen von Hauseigentümern zur Beseitigung von gefährlichen Eiszapfen sowie um
Verkehrsbehinderungen durch umgestürzte Bäume. Schwerpunkte lagen im Stadtgebiet von Halberstadt sowie im Ortsteil Langenstein.
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